Dorotheum Wien: eines der ältesten Auktionshäuser Europas. Geschichte seit 1707, bedeutende Rekordauktionen, Kunstmarkt, Klimt, Schiele und internationale Auktionen.
Dorotheum Wien: eines der ältesten Auktionshäuser Europas. Geschichte seit 1707, bedeutende Rekordauktionen, Kunstmarkt, Klimt, Schiele und internationale Auktionen.
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 9.00–18.00 Uhr
Samstag: 9.00–17.00 Uhr
Sonn- und Feiertage: geschlossen
An Auktionstagen und zu Vorbesichtigungen können abweichende Zeiten gelten.
Redaktionelle Bemerkung
Der Eintrag bezieht sich auf das Dorotheum Wien als institutionelles Auktionshaus. Aktuelle Auktionen, Ergebnisse und Sonderveranstaltungen können je nach Saison variieren.
Das Dorotheum Wien zählt zu den ältesten und bedeutendsten Auktionshäusern Europas und nimmt eine zentrale Rolle im internationalen Kunstmarkt ein. Gegründet wurde das Haus im Jahr 1707 von Kaiser Joseph I. unter dem Namen „Versatz- und Fragamt“. Die ursprüngliche Aufgabe bestand darin, als öffentliches Pfandleihhaus soziale Notlagen abzufedern und wirtschaftliche Stabilität zu fördern. Seit 1787 befindet sich das Dorotheum in den Räumlichkeiten des ehemaligen Dorotheerklosters im Herzen Wiens, von dem sich auch der heutige Name ableitet.
Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich das Dorotheum von einer sozialen Institution zu einem international renommierten Auktionshaus. Besonders im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich eine klare Spezialisierung auf den Kunst- und Antiquitätenhandel. Die historischen Prunkräume in Wien bilden bis heute das Zentrum der Aktivitäten, ergänzt durch internationale Standorte und eine ausgeprägte Online-Präsenz, die weltweite Teilnahme ermöglicht.
Das Auktionsspektrum des Dorotheums umfasst nahezu alle kunsthistorischen Epochen und Sammelgebiete. Angeboten werden Werke von der Gotik und Renaissance über Barock, Rokoko und Biedermeier bis hin zur klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst. Einen besonderen Stellenwert nimmt die österreichische Kunst ein, insbesondere die Wiener Secession und das frühe 20. Jahrhundert mit Künstlern wie Gustav Klimt, Egon Schiele, Carl Moll und Oskar Kokoschka. Ergänzt wird das Programm durch Alte Meister, Kunst des 19. Jahrhunderts, Moderne und Contemporary Art sowie durch Auktionen für Juwelen, Armbanduhren, Möbel, Design, asiatische Kunst und historische Sammlerstücke.
Darüber hinaus konnten Arbeiten von Künstlern wie Franz West, Maria Lassnig oder Carl Moll ebenso Spitzenpreise erzielen wie bedeutende Werke Alter Meister. Internationales Renommee erlangte das Dorotheum durch zahlreiche Rekordauktionen. Zu den bekanntesten zählt der Verkauf von Gustav Klimts Gemälde „Bauerngarten“, das einen Zuschlag von über 40 Millionen Euro erzielte und damit zu den höchsten Preisen gehört, die jemals bei einer österreichischen Auktion erreicht wurden. Auch Werke von Egon Schiele erzielten regelmäßig Ergebnisse im mehrstelligen Millionenbereich und unterstreichen die internationale Bedeutung des Hauses. Darüber hinaus konnten Arbeiten von Künstlern wie Franz West, Maria Lassnig oder Carl Moll ebenso Spitzenpreise erzielen wie bedeutende Werke Alter Meister.
Neben den klassischen Saalauktionen hat sich das Dorotheum frühzeitig als Vorreiter im digitalen Bereich positioniert. Online-Auktionen, hybride Formate und eine weltweite Kundschaft aus über 90 Nationen prägen das zeitgemäße Profil des Hauses. Jährlich werden mehrere hundert Auktionen durchgeführt, begleitet von fundierter Expertise, wissenschaftlicher Aufarbeitung und internationaler Sichtbarkeit.
Das Dorotheum Wien steht heute für Kontinuität, Marktkompetenz und kulturelle Verantwortung. Mit seiner über 300-jährigen Geschichte verbindet das Haus soziale Ursprünge mit einem modernen, global ausgerichteten Auktionsbetrieb und bleibt damit eine feste Größe im europäischen und internationalen Kunsthandel.
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