Bildraum 01 ist eine der drei kulturellen Ausstellungsflächen der Bildrecht GmbH und befindet sich im Herzen Wiens in der Strauchgasse 2.
Der Ursprung reicht auf die Gründung der Verwertungsgesellschaft Bildender Künstler im Jahr 1977 zurück. Bereits 1992 entstand in denselben Räumlichkeiten der erste Ausstellungsraum „Artefakt“. Mit der Neuausrichtung und Umbenennung zur Bildrecht GmbH im Jahr 2013 wurde Bildraum 01 etabliert. Der Schwerpunkt lag fortan auf Fotografie, Grafik und Zeichnung, wodurch ein klar konturiertes Profil innerhalb der Wiener Kunstlandschaft entstand.
Bildraum 01 widmet sich gezielt der zeitgenössischen Fotografie, Grafik und Videoarbeiten. Präsentiert werden sowohl etablierte Positionen als auch junge Künstler, die mit experimentellen Ansätzen gesellschaftliche, politische und ästhetische Themen untersuchen. Gezeigt werden Installationen, Raumarbeiten und konzeptuelle Projekte, die von minimalistisch-abstrakten Formen bis hin zu multimedialen Szenografien reichen. Wiederkehrende Themen sind die Auseinandersetzung mit Erinnerung, Raum und Geschichte, ebenso wie Reflexionen über soziale und politische Strukturen.
Die Ausstellungen bewegen sich durchweg im Bereich der Gegenwartskunst. Sie vereinen unterschiedliche Strömungen wie Minimalismus, kritische Konzeptkunst, medienübergreifende Arbeiten und experimentelle Installationen. So entsteht ein lebendiger Dialog zwischen Tradition und zeitgenössischer Praxis.
Heute liegt die künstlerische Leitung von Bildraum 01 bei Sira-Zoé Schmid, die mit einem präzisen kuratorischen Blick aktuelle Diskurse aufgreift und vielfältige künstlerische Positionen sichtbar macht. Unter ihrer Führung hat sich Bildraum 01 zu einer Plattform entwickelt, die experimentelles Arbeiten fördert und Künstlern Raum für freie Projekte gibt.
Bildraum 01 ist heute ein fester Bestandteil der Wiener Kulturszene. Mit seiner klaren Ausrichtung auf zeitgenössische Fotografie, Grafik und Installation bietet er einen unverwechselbaren Beitrag zur Vielfalt des österreichischen Ausstellungsbetriebs. Durch seine Geschichte, die in den 1970er Jahren beginnt, bis hin zur heutigen Programmatik steht er für Kontinuität und zugleich für Erneuerung im Zeichen der modernen Kunst.