Konzett Gallery
Gluckgasse 3, Mezzanin, Top 12, 1010 Wien, at
Email: gallery@artkonzett.com

Die Konzett Gallery in Wien zeigt Werke des Wiener Aktionismus und internationale Avantgarde seit 1945. Ausstellungen, Sammlung und zeitgenössische Positionen im Überblick.

Dienstag bis Freitag 11–18 Uhr, Samstag 11–14 Uhr


Galerie Konzett ist eine Wiener Kunstgalerie und ein bedeutender Ort für die Präsentation und Vermittlung von Avantgarde-Positionen der Kunst nach 1945 sowie zeitgenössischer Kunst. Die Galerie verbindet Ausstellungstätigkeit, Sammlungsarbeit und kunsthistorische Forschung und hat sich insbesondere durch ihre intensive Auseinandersetzung mit performativen und aktionistischen Kunstformen international einen Namen gemacht.

Gegründet wurde die Galerie 1989 in Graz vom Kunsthändler und Sammler Philipp Konzett. Seit 2006 befindet sich der Hauptsitz der Galerie in der Wiener Innenstadt. Ausgangspunkt der Galerietätigkeit war eine langjährige Sammlerleidenschaft, die bereits in den frühen 1980er-Jahren begann und sich zunächst auf ethnografische Kunst aus Afrika und Asien konzentrierte. Aus dieser Sammlung entstand ein bedeutender Bestand an Textilien, Skulpturen und kultisch-rituellen Objekten, der bis heute eine wichtige Grundlage für das kuratorische Programm bildet.

Parallel dazu entwickelte sich ein starkes Interesse an den avantgardistischen Kunstströmungen der 1960er-Jahre, insbesondere an performativen und aktionistischen Positionen. Im Zentrum der Sammlung und der Ausstellungstätigkeit steht daher der Wiener Aktionismus mit Werken von Künstlern wie Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch umfangreiches Dokumentationsmaterial wie Fotografien, Grafiken, Filme, Bücher und Autografen, das die historischen Zusammenhänge dieser radikalen Kunstbewegung sichtbar macht. 

Die Sammlung der Galerie stellt diese Werke bewusst in einen internationalen kunsthistorischen Kontext. Neben Vertretern des Wiener Aktionismus finden sich Positionen aus frühen performativen und experimentellen Kunstbewegungen, darunter die japanische Gutai-Gruppe oder Vertreter von NO!art. Auch feministische und performative Positionen wie Gina Pane, Carolee Schneemann oder VALIE EXPORT gehören zu diesem erweiterten Umfeld. Künstler wie Joseph Beuys oder Dieter Roth bilden wichtige Bezugspunkte für Fragen nach Material, Prozess und Vergänglichkeit innerhalb der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 

Ein weiteres Anliegen der Galerie ist es, historische Avantgarde mit jüngeren künstlerischen Positionen zu verbinden. Das Ausstellungsprogramm ist daher häufig thematisch angelegt und stellt Werke der Sammlung in Beziehung zu aktuellen Künstlern. Dadurch entstehen Dialoge zwischen verschiedenen Generationen und künstlerischen Ansätzen. Zu den präsentierten zeitgenössischen Positionen zählen unter anderem Christian Eisenberger, Michael Horsky, Rita Nowak, Paul Renner, Frederick Steinmann, Yun Wang oder Hans Weigand.

Neben klassischen Ausstellungen entwickelt die Galerie auch interdisziplinäre Formate. Ein Beispiel dafür ist die Projektreihe „KonzettKonzeptKonzert“, die seit 2014 Bestandteil des Programms ist. In diesem Format werden bildende Kunst und Musik unter einem gemeinsamen thematischen Ansatz miteinander verbunden und in Form eines „klingenden Katalogs“ präsentiert. Ziel ist es, traditionelle Formen der Kunstvermittlung zu hinterfragen und neue Perspektiven auf die Beziehung zwischen Kunstwerk, Interpretation und Publikum zu eröffnen. (Wikipedia)

Die Galerie Konzett nimmt regelmäßig an internationalen Kunstmessen teil und arbeitet mit Museen, Sammlungen und Institutionen zusammen. Werke aus der Sammlung werden immer wieder als Leihgaben für Ausstellungen zur Avantgarde der 1960er-Jahre gezeigt. Damit trägt die Galerie wesentlich zur wissenschaftlichen Aufarbeitung und öffentlichen Sichtbarkeit dieser kunsthistorisch bedeutenden Strömungen bei.

Mit ihrer Verbindung von Sammlung, Forschung und Ausstellungsprogramm gehört die Galerie Konzett zu den markanten Akteuren der Wiener Galerieszene. Ihr Profil liegt in der präzisen Kontextualisierung historischer Avantgarde und in der kontinuierlichen Förderung zeitgenössischer künstlerischer Positionen, die sich mit Fragen von Körper, Aktion, Material und performativer Kunst auseinandersetzen.