Städel Museum – Geschichte, Stil, Epoche und Sammlung
Das Städel Museum in Frankfurt am Main gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen Europas. Gegründet wurde es 1815 von dem Frankfurter Bankier und Kunstmäzen Johann Friedrich Städel, der sein Vermögen und seine umfassende Kunstsammlung der Öffentlichkeit vermachte. Aus dieser bürgerlichen Stiftung entstand eine Institution, die bis heute ihren Geist bewahrt: die Idee, Kunst allen Menschen zugänglich zu machen.
Mit über 700 Jahren Kunstgeschichte spannt das Städel Museum einen eindrucksvollen Bogen von der Gotik über die Renaissance, den Barock und die Klassische Moderne bis zur Gegenwartskunst. Stilistisch repräsentiert das Haus die großen Epochen Europas: italienische Meister wie Sandro Botticelli und Tizian, niederländische Künstler wie Jan van Eyck und Rembrandt, deutsche Klassiker wie Albrecht Dürer und Lucas Cranach d. Ä. sowie zentrale Vertreter der Moderne wie Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Pablo Picasso und Gerhard Richter.
Die Sammlung umfasst heute mehr als 100.000 Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Grafiken und Installationen. „Das Städel Museum verfügt über einen der herausragendsten Beckmann-Bestände weltweit“, heißt es in der aktuellen Ausstellungsvorschau – ein Verweis auf die besondere Bedeutung, die dem Museum in der Erforschung der Moderne zukommt.
Im 20. und 21. Jahrhundert erweiterte sich das Haus kontinuierlich: mit dem Ausbau der Graphischen Sammlung, der Integration zeitgenössischer Kunst und der Eröffnung des unterirdischen Erweiterungsbaus 2012. Bis heute bleibt das Städel Museum ein Ort, an dem Tradition und Innovation zusammenwirken und wo europäische Kunstgeschichte in ihrer ganzen Tiefe sichtbar wird.