Die Akademie der bildenden Künste Wien zählt zu den bedeutendsten Kunstinstitutionen Europas. Ausbildung, Gemäldegalerie und Sammlung verbinden sich hier mit kunsthistorischer Verantwortung und zeitgenössischer Relevanz.
Die Akademie der bildenden Künste Wien zählt zu den bedeutendsten Kunstinstitutionen Europas. Ausbildung, Gemäldegalerie und Sammlung verbinden sich hier mit kunsthistorischer Verantwortung und zeitgenössischer Relevanz.
Dienstag - Sonntag, Feiertag10.00 - 18.00 Uhr
EintrittRegulär 8 €Ermäßigt 5 €
Die Akademie der bildenden Künste Wien zählt zu den ältesten und zugleich prägendsten Kunstinstitutionen Europas. Gegründet im Jahr 1692 als kaiserliche Hofakademie, steht sie bis heute für die enge Verbindung von künstlerischer Ausbildung, Sammlungstätigkeit und kunsthistorischer Verantwortung. Ihre Geschichte ist untrennbar mit der Entwicklung der bildenden Kunst in Wien und Mitteleuropa verbunden und reicht von barocken Lehrtraditionen bis zu zeitgenössischen Diskursen der Gegenwartskunst.
Als Ausbildungsstätte hat die Akademie Generationen von Künstlern geprägt und war stets ein Ort intensiver Auseinandersetzung mit ästhetischen, gesellschaftlichen und politischen Fragen. Der Anspruch war dabei nie rein handwerklich, sondern immer auch intellektuell und kritisch. Diese Haltung spiegelt sich bis heute in der institutionellen Ausrichtung wider, die künstlerische Freiheit, Reflexion und Verantwortung als zentrale Werte versteht.
Eine besondere Stellung innerhalb der Akademie nimmt ihre Sammlung ein. Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien bewahrt einen hochrangigen Bestand europäischer Malerei vom Spätmittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert. Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach dem Älteren, Rembrandt, Peter Paul Rubens oder Anthonis van Dyck machen die Sammlung zu einem kunsthistorischen Referenzpunkt von internationalem Rang. Viele dieser Werke sind nicht nur didaktisch, sondern auch wissenschaftlich von zentraler Bedeutung und prägen bis heute die Forschung zur europäischen Kunstgeschichte.
Die Sammlungen der Akademie sind historisch eng mit dem Wiener Kunstleben verbunden. Bedeutende Legate, darunter das Vermächtnis von Anton Franz de Paula Graf Lamberg-Sprinzenstein aus dem Jahr 1822, haben den Bestand nachhaltig geprägt. Zugleich versteht sich die Akademie nicht als statisches Museum, sondern als lebendiger Ort des Dialogs zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Formate wie „Die Sammlung betrachten …“ oder thematische Neuarrangements eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf den historischen Bestand und setzen ihn in Beziehung zu zeitgenössischen künstlerischen Positionen.
Neben ihrer Rolle als Ausbildungs- und Sammlungsinstitution ist die Akademie auch als Akteur im Kunstmarkt präsent. Benefizauktionen, Kooperationen mit dem Dorotheum und gezielte Förderinitiativen verbinden künstlerische Produktion mit sozialer Verantwortung. Der Erlös solcher Projekte dient der Unterstützung von Studierenden sowie gesellschaftlichen Initiativen und unterstreicht den Anspruch der Akademie, Kunst nicht losgelöst von sozialen Realitäten zu denken.
International vernetzt und zugleich fest in Wien verankert, nimmt die Akademie der bildenden Künste Wien eine besondere Stellung zwischen Museum, Hochschule und kultureller Institution ein. Für Sammler, Kuratoren und kunsthistorisch interessierte Leser ist sie nicht nur ein Ort der Bewahrung, sondern ein aktiver Resonanzraum, in dem sich historische Tiefe, institutionelle Kontinuität und zeitgenössische Relevanz überlagern. Ihre Bedeutung liegt gerade in dieser Mehrschichtigkeit, die sie zu einer zentralen Referenz innerhalb der europäischen Kunstlandschaft macht.
| Termine des Veranstalter! |
|---|
Das Leopold Museum beherbergt einige der herausragendsten Beispiele österreichischer Malerei des Biedermeiers, des Realismus und des Stimmungsimpressionismus. Nun gelangen über 100 Werke aus einem überaus abwechslungsreichen Jahrhundert österreichischer Kunst zur Schau, teilweise zum ersten Mal.
Ein Bild findet Gnade
Manchmal genügt ein leiser Blick in die Geschichte, um die Gegenwart neu zu vermessen. Bei Maximilian Prüfer führt dieser Blick weit zurück, bis zu jenem seltenen Punkt, an dem Kunst und Wissenschaft einander nicht ausschließen, sondern gegenseitig erhellen. Will man nach einer Tradition suchen, in die sich seine Arbeit einschreibt, landet man unweigerlich bei Leonardo da Vinci – bei jenem Typus des forschenden Künstlers, für den Erkenntnis und Gestaltung ein und dasselbe sind.
Lehner Kunstauktionen zeigt im Februar 2026, dass Qualität nicht zwangsläufig im Hochpreissegment verankert sein muss – unter dem Titel „Highlights im Fokus“ versammelt das Wiener Haus Werke mit kunsthistorischer Tiefe in einem bewusst zugänglichen Schätzpreisrahmen.
Was hier präsentiert wird, ist keine beiläufige Auswahl, sondern eine präzise kuratierte Spannweite zwischen österreichischer Moderne, Nachkriegspositionen und internationaler Gegenwart.
Ein expressives „Stillleben mit Früchten und Blumen“ von Roland Ladwig eröffnet den… Weiterlesen
In der Galerie Lisa Kandlhofer eröffnet am 22. Januar 2026 die Einzelausstellung „Domi Reversi“ von Paco Koenig. Gezeigt wird die Ausstellung vom 23. Januar bis 20. Februar 2026. Malerei erscheint hier nicht als Ziel oder fertiges Bild, sondern als Zustand – als Bewegung der Rückkehr, der Sammlung und der erneuten Verortung.
Zwischen Berlin und der nördlichen Ägäis liegt bei Paco Koenig kein geografischer Gegensatz, sondern ein innerer Takt. Aufgewachsen zwischen urbaner Dichte und sommerlicher… Weiterlesen
Michaelina Wautier – eine Wiederentdeckung im Kunsthistorischen Museum Wien
Eine außergewöhnliche Ausstellung bringt im Herbst 2025 eine fast vergessene Meisterin zurück ins Rampenlicht: Das Kunsthistorische Museum in Wien präsentiert in Zusammenarbeit mit der Royal Academy of Arts, London, das nahezu vollständige Werk von Michaelina Wautier. Diese Ausstellung würdigt eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 17. Jahrhunderts und eröffnet die seltene Gelegenheit, ihre Gemälde im direkten Dialog mit Größen wie Peter Paul Rubens und Anthonis van… Weiterlesen
Copyright © 2026 findART.cc - All rights reserved