Palazzo Diedo in Venedig ist ein historischer Palazzo und Sitz von Berggruen Arts & Culture. Ausstellungen, Künstler und Programme verbinden Gegenwartskunst mit Architektur und Forschung.
Palazzo Diedo in Venedig ist ein historischer Palazzo und Sitz von Berggruen Arts & Culture. Ausstellungen, Künstler und Programme verbinden Gegenwartskunst mit Architektur und Forschung.
Donnerstag bis Sonntag, 10:00 – 19:00 Uhr
Letzter Einlass: 18:00 Uhr
Montag bis Mittwoch geschlossen
Palazzo Diedo in Venedig ist ein historischer Palazzo des 18. Jahrhunderts und zugleich ein zeitgenössisches Zentrum für Kunst, Kultur und interdisziplinären Austausch.
Der im Stadtteil Cannaregio in Venedig gelegene Palazzo Diedo wurde zwischen 1710 und 1720 nach Plänen des Architekten Andrea Tirali für die Familie Diedo errichtet. Das Gebäude erstreckt sich über fünf Ebenen entlang eines Kanals und umfasst rund 4.000 Quadratmeter. Charakteristisch sind die klassischen venezianischen Raumfolgen, reich verzierte Stuckarbeiten sowie bedeutende Freskenzyklen des 18. Jahrhunderts, die allegorische und mythologische Themen aufgreifen.
Nach dem wirtschaftlichen Niedergang der Familie Diedo wurde der Palazzo im 19. Jahrhundert von der Stadt Venedig übernommen und über mehrere Jahrzehnte unterschiedlich genutzt, unter anderem als Schule und später als Sitz institutioneller Einrichtungen. Nach einer Phase des Verfalls wurde das Gebäude umfassend restauriert und in seinen historischen Zustand zurückgeführt, wobei originale Dekorationen und architektonische Details freigelegt und gesichert wurden.
Seit der Übernahme durch den Sammler und Mäzen Nicolas Berggruen im Jahr 2022 dient Palazzo Diedo als Hauptsitz von Berggruen Arts & Culture in Europa. Die Institution versteht sich als Plattform für zeitgenössische Kunst und kulturellen Dialog und verfolgt das Ziel, Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen unterschiedlichen kulturellen Kontexten herzustellen.
Der programmatische Schwerpunkt liegt auf Ausstellungen, ortsspezifischen Installationen, Filmprojekten und Performances, ergänzt durch Diskursformate wie Symposien, Workshops und Publikationen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern sowie der Entwicklung neuer künstlerischer Formate, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Fragestellungen auseinandersetzen.
„Palazzo Diedo versteht sich als Ort, an dem historische Architektur und zeitgenössische Kunst in einen produktiven Dialog treten.“
Im Zuge der Neupositionierung wurden zahlreiche ortsspezifische Arbeiten realisiert, die direkt auf die Architektur und Geschichte des Gebäudes reagieren. Zu den beteiligten Künstlern zählen unter anderem Urs Fischer, Piero Golia, Carsten Höller, Ibrahim Mahama, Mariko Mori, Sterling Ruby, Jim Shaw, Hiroshi Sugimoto, Aya Takano, Lee Ufan und Liu Wei.
Ergänzend zum Ausstellungsprogramm entwickelt Palazzo Diedo ein internationales Residenzprogramm, das Künstler mit lokalen Handwerkstraditionen in Venedig vernetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei Techniken wie Glasverarbeitung, Textilkunst, Keramik und Metallbearbeitung, die in Zusammenarbeit mit regionalen Werkstätten weiterentwickelt werden.
Mit der Verbindung aus historischer Bausubstanz, kuratorischem Anspruch und internationaler Ausrichtung positioniert sich Palazzo Diedo als relevanter Ort im globalen Kunstkontext und als Plattform für zeitgenössische künstlerische Produktion in Venedig.
Palazzo Diedo etabliert sich langfristig als zentraler Ort für Gegenwartskunst in Venedig und als international relevanter Knotenpunkt im Spannungsfeld von Kunst, Kultur und globalem Diskurs.
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