STRABAG ART ist eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Österreichs. Seit 1984 fördert die Institution zeitgenössische Kunst, verleiht den international ausgerichteten STRABAG Art Award und betreut rund 75 Standorte in Europa.
STRABAG ART ist eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Österreichs. Seit 1984 fördert die Institution zeitgenössische Kunst, verleiht den international ausgerichteten STRABAG Art Award und betreut rund 75 Standorte in Europa.
Die Zugänglichkeit von Strabag Art erfolgt im Rahmen von Ausstellungen, Veranstaltungen oder nach vorheriger Vereinbarung. Feste Öffnungszeiten bestehen nicht.
STRABAG ART ist die Kunst- und Kulturinstitution des internationalen Bau- und Technologiekonzerns STRABAG SE. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1984 zurück, als Hans Peter Haselsteiner und Wilhelm Weiß das STRABAG Kunstforum gründeten. Ziel war es von Beginn an, zeitgenössische Kunst gezielt zu fördern und sichtbar in die Arbeitswelt zu integrieren. Ausgangspunkt war ein regionaler Kunstpreis für junge Künstler aus Kärnten, der früh den Anspruch verfolgte, Kunst nicht nur zu sammeln, sondern aktiv zu vermitteln.
Mit der Eröffnung einer permanenten Ausstellungspräsenz im STRABAG-Haus in Wien im Jahr 2004 entwickelte sich das Kunstforum zu einer dauerhaft institutionellen Struktur. Aus der anfänglich regionalen Initiative entstand schrittweise eine kontinuierlich wachsende Sammlung mit klarer kuratorischer Ausrichtung und internationalem Anspruch.
Heute umfasst die STRABAG Art Collection rund 8.000 Werke von etwa 500 Künstlern und zählt zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Österreichs. Der Sammlungsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst nach 1945, insbesondere auf Malerei und Grafik. Ergänzt wird der Bestand durch Skulpturen, Installationen und raumbezogene Arbeiten. Die Sammlung wächst kontinuierlich und integriert zunehmend internationale Positionen.
Eine zentrale Rolle innerhalb der Sammlung spielen die ausgezeichneten Künstler des STRABAG Art Award. Der Kunstförderpreis wurde 1994 unter dem Namen „Bauholding Förderpreis für Malerei“ ins Leben gerufen, zunächst auf Kärnten beschränkt, ab 1996 österreichweit ausgeschrieben und seit 2009 international ausgerichtet. Der Preis richtet sich an Künstler bis 40 Jahre und umfasst einen Hauptpreis sowie mehrere Anerkennungspreise. Die prämierten Werke werden in die Sammlung aufgenommen und langfristig präsentiert.
Im Jahr 2025 feierte der STRABAG Art Award sein 30-jähriges Bestehen. Der Hauptpreis ging an Haakon Neubert, das Gesamtpreisgeld betrug 48.000 Euro. Mit der internationalen Öffnung fördert der Preis heute künstlerische Positionen aus zahlreichen europäischen Ländern und ist zu einem wichtigen Instrument nachhaltiger Kunstförderung geworden.
Prominent vertreten sind Werke bedeutender österreichischer Künstler wie Helmut Ditsch oder Bruno Gironcoli. Ditschs monumentales Gemälde prägt das Foyer des Wiener STRABAG-Hauses, während Gironcolis Großskulpturen im eigens geschaffenen GIRONCOLI-Kristall dauerhaft präsent sind. Die Sammlung versteht sich nicht als statisches Depot, sondern als lebendiger Bestand im Dialog mit Architektur, Arbeitsumfeld und Öffentlichkeit.
Seit dem 26. Juni 2025 tritt das ehemalige STRABAG Kunstforum unter dem neuen Namen STRABAG ART auf. Mit eigenständiger Website, neuem Corporate Design, mobilen Container-Ausstellungen und einem Street-Art-Konzept wird die institutionelle Ausrichtung weiterentwickelt. STRABAG ART betreut heute rund 75 Standorte in Europa, entwickelt kuratorische Konzepte für Büro- und Arbeitsräume und verknüpft Baukultur systematisch mit zeitgenössischer Kunstpraxis.
STRABAG ART versteht sich als kulturelle Institution im erweiterten Sinne. Die Initiative übernimmt zentrale museale Aufgaben wie Sammeln, Bewahren, Dokumentieren und Vermitteln, ohne als klassisches Museum organisiert zu sein. In dieser Verbindung von unternehmerischer Verantwortung, kulturellem Engagement und langfristiger Kunstförderung nimmt STRABAG ART eine eigenständige Position innerhalb der europäischen Unternehmenssammlungen ein.
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