Pauline Karpidas: The London Collection – Ein Triumph des Surrealismus bei Sotheby’s LondonDie Abendauktion „Pauline Karpidas: The London Collection“ am 17. September 2025 bei Sotheby’s London hat ein Kapitel geschrieben, das in die Geschichte des internationalen Kunstmarktes eingehen wird. Die Auktion übertraf nicht nur sämtliche Erwartungen, sondern setzte neue Maßstäbe im Umgang mit Surrealismus und Sammlerleidenschaft. Mit einem Gesamterlös von rund 99,6 Millionen US-Dollar (≈ £73,2 Millionen) erwies sich die Versteigerung als einer der erfolgreichsten Abende des Jahres.
Alle 55 Lose wurden verkauft – ein white-glove sale, der mit einem 100-Prozent-Erfolg Sotheby’s eindrucksvoll bestätigte. Mehr als zwei Drittel der Werke überschritten ihre oberen Schätzwerte, einige Lose bewegten sich im erwarteten Bereich, nur wenige blieben unter der Mindestschätzung. Damit zeigte sich, dass die Nachfrage nach surrealistischer Kunst ungebrochen ist, wenn Provenienz, Qualität und Geschichte stimmen.
Das unbestrittene Highlight des Abends war René Magrittes „La Statue Volante“ (1958), das für 13,77 Millionen US-Dollar den Besitzer wechselte – knapp über dem unteren Schätzwert, aber ein Signal für die anhaltende Kraft des belgischen Meisters im Markt. Daneben glänzte François-Xavier Lalannes „Console Végétale“ (2011), das mit 2,71 Millionen US-Dollar weit über der Schätzung von 244.500 Dollar lag und die Begeisterung für das Werk eines der originellsten Bildhauer unserer Zeit belegte. Ebenso bemerkenswert war Francis Picabias „Deux amies“ (1940), das ein Vielfaches seiner Schätzung erzielte und damit das Vertrauen in die Relevanz der Avantgarde der 1940er-Jahre bestätigte.
Pauline Karpidas selbst galt als eine der visionärsten Sammlerfiguren ihrer Generation. Ihre London Collection vereinte über Jahrzehnte hinweg Werke, die mit scharfem Blick und instinktivem Verständnis für künstlerische Qualität zusammengetragen wurden. Dass diese Sammlung nun als geschlossene Einheit den Kunstmarkt eroberte, verlieh der Auktion eine außergewöhnliche Aura.
„Die Sammlung, die als eine der bedeutendsten Surrealismus-Privatsammlungen der letzten Jahrzehnte gilt, brachte in der Evening Sale Runde einen Erlös von rund 99,6 Millionen US-Dollar (≈ £73,2 Millionen) ein.“
Mit diesem Ergebnis ist nicht nur die Bedeutung der Sammlung Karpidas bestätigt, sondern auch die Relevanz des Surrealismus im globalen Kunstmarkt neu unterstrichen. Sotheby’s hat mit dieser Auktion bewiesen, dass außergewöhnliche Provenienz und kuratorische Stringenz zu Erfolgen führen, die weit über den Abend hinaus strahlen.