Christian Arnold, Dorf am Teich
Christian Arnold, Dorf am Teich – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen

Was: Auktion

Wann: 04.12.2025

Lehner Kunstauktionen – Winterauktion 2025: Eine Bühne der Emotionen, Formen und künstlerischen Handschriften

In einer Zeit, in der der Kunstmarkt immer stärker von digitalen Strukturen geprägt wird, bleibt Lehner Kunstauktionen ein Haus, das Tradition und Moderne mit der Eleganz eines italienischen Espresso verbindet. Die 36. Auktion, die am 04. Dezember 2025 um 18:00 Uhr sowohl online als auch in den Räumlichkeiten des Hauses stattfindet, zeigt diese doppelte Stärke mit bemerkenswerter Klarheit. Seit Jahren versteht es Lehner, ein internationales Publikum ebenso anzusprechen wie die Kenner der heimischen Kunstszene – und dies mit einer Mischung aus Expertise, Nähe und jener Leidenschaft, die man nicht lernen kann, sondern leben muss.

Wir bieten zudem die Möglichkeit, online teilzunehmen, zuzuschauen oder live mitzubieten. Die Auktion wird mit Ton und Video übertragen. Wer sich registriert, kann während der Auktion direkt online mitsteigern. Auch die Teilnahme über Plattformen wie Lottissimo, Invaluable, Drouot oder Bidspirit ist vorgesehen. Darüber hinaus steht die Sensalin Mag. Simone Höller telefonisch und per E-Mail bereit, um im Auftrag zu bieten – ein Service, der den persönlichen Charakter des Hauses unterstreicht und gleichzeitig die Flexibilität des modernen Marktes nutzt.

Herbstbäume, 1980 Hans Andreas
 Ohne Titel, 1990 Josef Winkler
Herbstbäume, 1980 Hans Andreas • Ohne Titel, 1990 Josef Winkler – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen
 Hilde gestattet Wolfgang einen Blick ins Paradies, 18.3.2013 Manfred Deix
Hilde gestattet Wolfgang einen Blick ins Paradies, 18.3.2013 Manfred Deix – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen

Ein Blick auf ausgewählte Highlights der Auktion – alle mit Schätzpreisen

Ein zartes, atmosphärisches Werk eröffnet den Reigen: Lot Nr. 200, Christian Arnolds Dorf am Teich, ein fein ausgearbeitetes Aquarell, dessen ruhige Landschaft und kräftiges Kolorit eine poetische Momentaufnahme ländlichen Lebens formen. Schätzpreis: 1500–1800 Euro.

Herbstliche Melancholie durchzieht Lot Nr. 104, Hans Andreas’ Herbstbäume von 1980. Hier gelingt es dem Künstler, „die Vergänglichkeit des Augenblicks in Farbe und Form einzufangen“. Die warmen Ocker- und Rosttöne, kontrastiert von kühlen Grau- und Silbertönen, verleihen dem Bild eine stille Rhythmik. Schätzpreis: 1600–2000 Euro.

Energiegeladen und ungegenständlich präsentiert sich Lot Nr. 40, Josef Winklers Werk von 1990. Es zeigt jene gestische Entschlossenheit, mit der der Künstler „immer wieder einen Versuch etwas Neues noch nie Dagewesenes zu kreieren“. Schätzpreis: 3200–4000 Euro.

Ironisch, präzise und unerbittlich verschmitzt zeigt sich Manfred Deix in Lot Nr. 10 mit Hilde gestattet Wolfgang einen Blick ins Paradies von 2013. In vertrauter Deix-Manier balanciert das Blatt zwischen Satire und Menschenstudie – „unverschämt, witzig, typisch Deix“. Schätzpreis: 4500–7500 Euro.

Passionate Movement, 2012 Mario Dalpra
 Accumulation de tubes de vernis, 2004 (Armand Pierre Fernandez)
Passionate Movement, 2012 Mario Dalpra • Accumulation de tubes de vernis, 2004 (Armand Pierre Fernandez) – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen
Ohne Titel, 1981 Otto Muehl
Ohne Titel, 1981 Otto Muehl – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen

Ein monumentaler Moment zeitgenössischer Skulptur erscheint in Lot Nr. 5, Mario Dalpras Passionate Movement aus dem Jahr 2012. Die organischen, fließenden Formen scheinen in einem eruptiven Moment eingefroren. Dalpra formuliert es selbst: „Betrachtende entdecken darin ihre ­eigene Sehnsucht nach Schönheit – losgelöst von der Verkopftheit alltäglicher Geschehnisse.“ Schätzpreis: 12000–16000 Euro.

Ein ikonisches Beispiel des Nouveau Réalisme folgt mit Lot Nr. 2, Armans Accumulation de tubes de vernis von 2004. Die konservierten, überquellenden Nagellackfläschchen bilden eine rhythmische, objektgewordene Reflexion über Konsum und Erinnerung. Schätzpreis: 4000–5000 Euro.

Dann entfaltet sich die expressive Wucht der 1980er: Lot Nr. 28, Otto Muehls Ohne Titel von 1981, ein Gemälde voller pastoser Energie, in dem sich ein Gesicht und ein Körper aus der roten Farbexplosion herausformen. Schätzpreis: 12000–16000 Euro.

Mit einer radikalen Verbindung aus Körper, Ritual und Farbe folgt Lot Nr. 31, Hermann Nitschs Schüttbild von 1998. Blut und Acryl interagieren mit existenzieller Intensität und hinterlassen jenen unverwechselbaren Abdruck, der die Kunst des Aktionisten prägt. Schätzpreis: 15000–20000 Euro.

Zum Abschluss setzt Lot Nr. 107, Elvira Bachs Rosa Rot aus dem Jahr 2018, einen kraftvollen farblichen Akzent. Als Deluxe-3D-Konstruktion und Künstlerexemplar besitzt das Werk jene unmittelbare Präsenz, die Bachs Œuvre seit Jahrzehnten prägt. Hier fügt sich das vielleicht persönlichste ihrer Worte wie ein Schlüssel zum Verständnis ihres gesamten Schaffens ein: „Ich wollte es lange nicht wahrhaben, aber ich habe mein Leben gemalt.“ Rufpreis: 1000 Euro.

Ohne Titel, 1998 Hermann Nitsch
Rosa Rot, 2018 Elvira Bach
Ohne Titel, 1998 Hermann Nitsch • Rosa Rot, 2018 Elvira Bach – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen

Auktion 36 bei Lehner Kunstauktionen verbindet Handwerk, Vision und Leidenschaft zu einem Panorama, das die Seele des Hauses widerspiegelt. Eine Auktion, die nicht nur Werke präsentiert – sondern Geschichten, Charaktere, Temperamente. Eine Veranstaltung, die das Jahr beschließt wie ein gut komponiertes Finale: vielstimmig, lebendig, voller Energie.

Tags: Elvira Bach, Malerei, Skulpturen, Josef Winkler, Manfred Deix, Mario Dalpra, Armand Pierre Fernandez, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Zeichnungen, Nouveau Réalisme

Vorbesichtigungstermine 
27. & 28. November: 10 – 18 Uhr
29. November: 10 – 13 Uhr
1. – 3. Dezember: 10 – 18 Uhr
4. Dezember: 10 – 17 Uhr