BODHISATTVA Tibetochinesisch, 16./17. Jh.
BODHISATTVA Tibetochinesisch, 16./17. Jh. – Mit freundlicher Genehmigung von: kollerauktionen / Koller Auktionen AG, ZÜRICH

Was: Auktion

Wann: 04.12.2025 - 05.12.2025

In Zürich kündigt sich der Winter mit einem Flüstern fernöstlicher Kulturen an. Koller lädt ein zu einer Saison, in der die Kunst Asiens in faszinierender Vielfalt erstrahlt – von Tibet bis China, vom 11. bis zum 19. Jahrhundert. Die Winterauktionen 2025 öffnen ein Fenster zu Welten, in denen Spiritualität, kaiserliche Eleganz und handwerkliche Präzision eine einzigartige Synthese formen.

„Asiatica ist ein Spiegel der jahrtausendealten Begegnung zwischen Kunst, Religion und Macht – ein Kontinent aus Bronze, Lack und Seide.“
Quelle: Koller Auktionen

Die Online-Auktion Asiatica – online only startet am 4. Dezember 2025 um 10 Uhr und umfasst die Lose 9501 bis 9613. Am darauffolgenden Tag, dem 5. Dezember 2025, beginnt um 10 Uhr die Auktion Asiatica: Himalaya, China – ein Höhepunkt der Wintersaison, kuratiert mit jener Präzision und Eleganz, die das Zürcher Haus seit Jahrzehnten auszeichnet.

 KOROMANDELLACK-STELLSCHIRM China, Kangxi-Periode, datiert 'guiwei' (1703
KOROMANDELLACK-STELLSCHIRM China, Kangxi-Periode, datiert 'guiwei' (1703 – Mit freundlicher Genehmigung von: kollerauktionen / Koller Auktionen AG, ZÜRICH

Schon das erste herausragende Werk führt tief in die Ikonografie Tibets: Der Bodhisattva, tibetochinesisch und datiert ins 16./17. Jahrhundert, zeigt in unvergoldeter Bronze eine fein elaborierte Figur voller Ruhe und Würde. Die Hände im dharmacakra-mudra, die Attribute Kundika und Sutrenbuch auf Lotosblüten – ein Werk im Geist der kaiserlichen Yongle- und Xuande-Periode. Geschätzt auf CHF 80 000 / 120 000.

Nicht minder beeindruckend präsentiert sich ein Koromandellack-Stellschirm aus der Kangxi-Periode, datiert auf 1703. Zwölf Paneele erzählen höfische Szenen in einer Palastlandschaft, umrahmt von Fabelwesen, floralen Motiven und einer kalligrafischen Inschrift des Künstlers Zheng Kaiji. Ein Monument aus Lackkunst und kaiserlicher Weltanschauung. CHF 50 000 / 80 000.

 

SITZENDER BUDDHA China, Nördliche Wei-Dynastie
STEHENDER MANJUSHRI  Westtibet, 11. Jh
SITZENDER BUDDHA China, Nördliche Wei-Dynastie • STEHENDER MANJUSHRI Westtibet, 11. Jh – Mit freundlicher Genehmigung von: kollerauktionen / Koller Auktionen AG, ZÜRICH

In reiner, feuervergoldeter Bronze erscheint der sitzende Buddha der Nördlichen Wei-Dynastie: Die rechte Hand im abhaya-mudra, das Gewand in symmetrischen U-Falten, die Kontemplation in einem Moment der vollkommenen Stilllegung eingefangen. CHF 50 000 / 80 000.

Aus dem 11. Jahrhundert Westtibets stammt der stehende Manjushri, der Bodhisattva der Weisheit. Mit erhobenem Schwert, das den Schleier der Unwissenheit zertrennt, und dem Sutrenbuch auf der Lotosblüte verkörpert er die höchste Geisteskraft – eine Bronze, deren Ausstrahlung zeitlos bleibt. CHF 50 000 / 80 000.

 

PALAST-TEPPICH MIT INSCHRIFT China, frühes 19. Jh.
PALAST-TEPPICH MIT INSCHRIFT China, frühes 19. Jh. – Mit freundlicher Genehmigung von: kollerauktionen / Koller Auktionen AG, ZÜRICH
FEINE FIGUR DES CHAKRASAMVARA YAB-YUM  Nepalesische Schule in Tibet, 15. Jh
GROSSES BUDDHAPORTRAIT  (China, 17./18. Jh.)
FEINE FIGUR DES CHAKRASAMVARA YAB-YUM Nepalesische Schule in Tibet, 15. Jh • GROSSES BUDDHAPORTRAIT (China, 17./18. Jh.) – Mit freundlicher Genehmigung von: kollerauktionen / Koller Auktionen AG, ZÜRICH

Noch tiefer in die mystische Sphäre führt die fein gearbeitete Figur des Chakrasamvara Yab-Yum, eine nepalesische Arbeit des 15. Jahrhunderts. Die Gottheit in Vereinigung mit Vajravarahi steht auf Bhairava und Kalaratri – ein Sinnbild der Einheit von Weisheit und Mitgefühl, feuervergoldet und kraftvoll modelliert. CHF 40 000 / 60 000.

Mit einem Palast-Teppich aus dem frühen 19. Jahrhundert entfaltet China seine poetische Bildsprache: Ein weisses Meerpferd im Urozean, schwebende Pavillons, feine Farben in Seide und Metallfäden. CHF 30 000 / 50 000.

Ein grosses Buddha-Porträt aus dem 17./18. Jahrhundert führt zurück auf eine Serie, die 1454 von Kaiser Jingtai in Auftrag gegeben wurde. Tinte, Farbe, Gold – ein Werk zwischen religiöser Aura und kaiserlicher Repräsentation. CHF 20 000 / 30 000.

Schliesslich ein Cloisonné-Räucherbecken der Ming-Dynastie, erste Hälfte des 16. Jahrhunderts: Türkisgrund, Weintrauben und Blumen, vergoldete Makara-Füsse. Ein kleines, aber leuchtendes Beispiel chinesischer Emailkunst. CHF 12 000 / 18 000.

 

CLOISONNE-RÄUCHERBECKEN China, Ming-Dynastie, 1. Hälfte 16. Jh.
CLOISONNE-RÄUCHERBECKEN China, Ming-Dynastie, 1. Hälfte 16. Jh. – Mit freundlicher Genehmigung von: kollerauktionen / Koller Auktionen AG, ZÜRICH

So kündigt Koller seine Winterauktionen 2025 an – eine Reise, die den Blick schärft für die Schönheit und Kraft asiatischer Kunst. Jede Figur, jeder Schirm, jeder Faden einer Seide erzählt Geschichten von Glaube, Reichtum und königlicher Tradition. Und so verleiht die Asiatica-Serie dem Dezember in Zürich jenen Hauch Ewigkeit, der nur dann entsteht, wenn Geschichte, Geist und Kunst in einem Raum zusammentreffen.

Tags: Religion, Bronze, Lackmöbel, Seide, Asiatica, Himalaya

Montag bis Freitag: 09:00 – 12:00 und 13:30 – 18:00. 

Samstag und Sonntag: geschlossen.