Produktion: Förderkreis des Museum Berggruen Berlin e.V. Kurator und Sprecher: Dr. Gabriel Montua, Leiter des Museum BerggruenProduzent: Ute K. Kiehn, Geschäftsführung Förderkreis des Museum Berggruen Berlin e.V.… Weiterlesen
Auktion im Auktionshaus „Rotherbaum“: Zwei Tage voller Kunst, Eleganz und Entdeckungen
Es handelt sich um eine jener Auktionen, bei denen Hamburg leise den Atem anhält und Sammler aus allen Richtungen den Blick auf den Mittelweg richten. Im Auktionshaus „Rotherbaum“ entfaltet sich an diesem Wochenende ein Ereignis, das die Magie vergangener Epochen ebenso feiert wie den verführerischen Reiz moderner Objekte. Alles ist präzise kuratiert, in jener zurückhaltenden Noblesse, die den besonderen Charakter des Hauses prägt.
Am Samstag, den 6. Dezember, ab 10.00 Uhr, werden im Auktionshaus „Rotherbaum“ die Kategorien Asiatika, Varia, Porzellan, Glas, Uhren, Schmuck und Vintage Fashion aufgerufen. Am Sonntag, den 7. Dezember, ebenfalls ab 10.00 Uhr, folgen Möbel, Lampen, Silber, Skulpturen, Gemälde und Grafik. Diese zeitliche Choreografie verleiht der Auktion jene klare Struktur, die Kenner und Sammler schätzen und die dem Wochenende eine besondere kulturelle Spannung verleiht.
Ein Auktionssaal voller Eleganz: Meisterwerke von Daum, Chanel, Klimsch und Defregger
In diesen Tagen öffnet sich im Saal ein Tableau der Sinnlichkeit und der europäischen Handwerkskunst – als würde ein unsichtbarer Kurator jene Werke zusammenstellen, die den Puls des Kunst- und Luxusmarkts am deutlichsten spürbar machen. Jedes Objekt trägt seine eigene, unverwechselbare Handschrift, doch gemeinsam erzählen sie eine Geschichte über Stil, Epoche und jenen schimmernden Moment, in dem Kunst zur Emotion wird.
Da ist zunächst die Glasschale von DAUM (Nancy) Limit € 350, ein filigranes Wunderwerk des französischen Art Nouveau um 1910. Farbloses Glas, durchzogen von weißen, orangen und braunen Pulvereinschmelzungen, die sich wie sanfte Nebelspuren über die Oberfläche legen. Der Überfang in polychromen Emailfarben schenkt der gebauchten Form eine poetische Tiefe. Die Signatur „Daum, Nancy“ mit dem Lothringer Kreuz erscheint wie ein stilles Versprechen: Echtheit, Eleganz, Unverwechselbarkeit.
Ein Sprung nach Paris führt zur schwarzen "Double Flap Bag" von CHANEL Limit € 1.200, gefertigt aus gestepptem Kaviar-Leder, begleitet von einem Kaufbeleg aus dem Jahr 2014 – ein Hinweis darauf, dass Luxus hier nicht vergeht, sondern an Charakter gewinnt. Ebenso ikonisch erscheint die tiefrote Université Shoulder Bag von SAINT LAURENT Limit € 280, deren vergoldetes YSL-Logo aus der Geschichte der französischen Mode wie ein goldener Blitz hervorleuchtet.
In einer anderen Welt – schwerer, opulenter – glänzt ein imposanter Silber-Tafelaufsatz von ODIOT PARIS Limit € 7.000 aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seine üppige Rokoko-Silhouette aus Voluten, Rocaillen, Muscheln und Blüten erzählt von französischer Grandezza. Die Gravur „ODIOT A PARIS“ wirkt wie eine Widmung aus einer Zeit, in der Silber nicht nur Material, sondern Status war.
Fast träumerisch wirkt die Porzellanfigur "Orientalin" von Hutschenreuther, ein Entwurf von C. Werner aus den 1920er und 1930er Jahren. Die knieende Figur mit Tuch, Sandalen und Turban verströmt einen exotischen Hauch jener Welt, die das Zwischenkriegs-Europa fasziniert hat. In ihrer Nähe erhebt sich eine Balustervase von Pham Luc Limit € 280, signiert und datiert „P. Luc 2012“, deren schreitender Tiger in unterglasurblauer Malerei eine elegante Spannung trägt.
Die „Dame mit Haube Limit € 350“, wohl von Franz Paleschka oder seinem Umfeld, bringt den Geist des Biedermeier zurück – gegossen in vergoldeter Bronze, getragen von jener bürgerlichen Anmut, die um 1900 ihren Höhepunkt fand. Daneben steht die kraftvolle "Hockende" von Fritz Klimsch (1926), ein braun patinierter Bronzeguss, der jene innere Spannung vermittelt, die Klimschs Figuren berühmt gemacht hat.
In der Malerei öffnet Jean-Charles Blais Limit € 3.000mit seiner mehrlagigen Mischtechnik „Frau in Rot“ einen fast theatralischen Moment der frühen 1980er Jahre, während Franz von Defregger Limit € 3.500 mit „Die Briefleserin“ jene erzählerische Meisterschaft zeigt, die seine Werke zu zeitlosen Klassikern machte. Der zarte Firnis, feine Retuschen und das leichte Craquelé erinnern daran, dass Kunst lebt, atmet und über die Jahrzehnte an Tiefe gewinnt.
Diese Auswahl präsentiert sich wie ein Rendezvous der Epochen, Materialien und Meisterhände. Sie ist zugleich ein stilles Versprechen: dass wahre Schönheit niemals flüchtig ist und die Kunst – in all ihren Erscheinungsformen – immer eine Hand ausstreckt, die den Betrachter berührt.
Die Vorbesichtigung der Auktionsobjekte ist von Dienstag bis Freitag, jeweils von 10.00 bis 18.30 Uhr, in den Räumen des Auktionshauses „Rotherbaum“, Mittelweg 162, geöffnet.
Produktion: Förderkreis des Museum Berggruen Berlin e.V. Kurator und Sprecher: Dr. Gabriel Montua, Leiter des Museum BerggruenProduzent: Ute K. Kiehn, Geschäftsführung Förderkreis des Museum Berggruen Berlin e.V.… Weiterlesen
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