Ihre Bewunderung für David Webb, dessen Arbeiten sie früh sammelte, spiegelt sich ebenfalls in ihrer Auswahl. Besonders das nephrit-, amethyst-, rubin- und diamantbesetzte Demon Mask Collier-Brosche aus The Geri Brawerman Collection (Estimate: 20.000–30.000 USD) berührt sie tief. „These are all the pieces I could imagine myself wearing – or that inspire me to create something.“ Webb war Autodidakt, inspiriert vom Metropolitan Museum of Art, und Hearst spürt in seinen Werken eine kulturelle Resonanz, die ihr nahegeht. „I have a weakness for amethyst, because it’s the stone of my country,“ sagt sie.
Ebenso bedeutungsvoll erscheint ihr ein außergewöhnliches natürliches Perlenketten-Collier mit fancy blue diamond clasp. Über Perlen sagt sie: „Why are we so attracted to pearls? They’re basically beautiful dust. We’re fascinated by the magic of nature.“ Für sie sind Perlen ein Wunder lebender Organismen – kostbar und empfindlich zugleich.
Hearsts eigener Beitrag zur Auktion, die Alpha and Omega Ohrringe, spiegelt ihre Vision wider. Das modulare Design erlaubt es, sie als Stecker, Hänger oder Anhänger zu tragen. „Jewelry in the 1930s and ’40s had more functionality – you dressed it up or down because you didn’t have a lot,“ erklärt sie. „It’s a very ranching ethos: if you have beautiful stones, you make the most out of them.“ Die Ohrringe werden zugunsten von Amazon Frontlines versteigert, einer Organisation, die indigene Territorien und Rechte im Amazonasgebiet schützt.
Für Hearst ist diese Verbindung nicht nur emotional, sondern existentiell. „We need people to understand that if the Amazon dies, we all die,“ sagt sie. „Amazon Frontlines doesn’t just fight for the Waorani tribe – they fight for all of us.“ Ihre Worte spiegeln eine klare Überzeugung wider: Schönheit, Wert und Erdverbundenheit lassen sich nicht trennen.
In diesem Zusammenhang erinnert sie an Hester Diamond, deren außergewöhnliche Sammlung 2021 bei Sotheby’s versteigert wurde. Diamond begann mit moderner Kunst – Kandinsky, Brancusi, Picasso, Léger – bevor sie sich schließlich den Ursprüngen zuwandte: Geoden und Artefakten der Naturgeschichte. „All of these beautiful jewels that sell for this incredible amount of money – they’re all crafted and given to us by the earth,“ sagt Hearst. „When you see them, you can feel their energy, feel their color. We’re the ones who give value to that.“
So wird Hearsts kuratorischer Blick zu einer Hommage an die Erde selbst – und zu einem sanften Appell, der anmutet wie ein Hauch eines Engels über einer Welt aus Licht, Mineralien und Erinnerung.