Koloman (Kolo) Moser (Wien 1868-1918) Dents du Midi, um 1913, monogrammiert KM, rückseitig auf Keilrahmen und verblasst auf Leinwand querrechteckiger Stempel "NACHLASS KOLOMAN MOSER", in schwarzem Pinsel Nachlass-Nr. "41", Öl auf Leinwand, 38 x 45 cm, Startpreis € 100.000
Koloman (Kolo) Moser (Wien 1868-1918) Dents du Midi, um 1913, monogrammiert KM, rückseitig auf Keilrahmen und verblasst auf Leinwand querrechteckiger Stempel "NACHLASS KOLOMAN MOSER", in schwarzem Pinsel Nachlass-Nr. "41", Öl auf Leinwand, 38 x 45 cm, Startpreis € 100.000 – Mit freundlicher Genehmigung von: dorotheumAT / Dorotheum Wien

Was: Auktion

Wann: 26.02.2026

OTTO SCHENKS KUNSTSAMMLUNG IM DOROTHEUM

Am 26. Februar 2026 werden Gemälde, Antiquitäten und persönliche Erinnerungsstücke aus der Sammlung des bedeutenden Schauspielers und Regisseurs Otto Schenk und seiner Frau Renée versteigert

Es ist eine Wohnung, die Geschichten erzählt. Am Wiener Rudolfsplatz, über Jahrzehnte Lebensmittelpunkt, Rückzugsort und Quelle der Inspiration, lebten und sammelten Otto und Renée Schenk - mit Neugier, Leidenschaft und einem feinen Gespür für die Kunst. Nach dem Tod von Otto Schenk, der als Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Intendant internationale Erfolge feierte, wird ein außergewöhnlicher Schatz in der Dorotheum-Auktion „Sammlung Otto und Renée Schenk“ vom 26. Februar 2026 präsentiert, der bisher nur wenigen vorbehalten war. 

Josef Hoffmann, Aufsatz aus Messing, Wiener Werkstätte, 1920-25, Höhe 18,3 cm, Startpreis € 6.000
LötzWitwe   Große Vase mit Messingmontierung im Secessionsstil, Johann Lötz Witwe, Klostermühle, für E. Bakalowits, Söhne, Wien, 1902 Höhe 21,5 cm, Durchmesser 34 cm, Startpreis € 4.000
Josef Hoffmann, Aufsatz aus Messing, Wiener Werkstätte, 1920-25, Höhe 18,3 cm, Startpreis € 6.000 • LötzWitwe Große Vase mit Messingmontierung im Secessionsstil, Johann Lötz Witwe, Klostermühle, für E. Bakalowits, Söhne, Wien, 1902 Höhe 21,5 cm, Durchmesser 34 cm, Startpreis € 4.000 – Mit freundlicher Genehmigung von: dorotheumAT / Dorotheum Wien

Etwa 400 Exponate, Glas, Keramik, Silber sowie Möbel, Gemälde und persönliche Erinnerungsstücke kommen zur Versteigerung. Bereits ab den 1960er-Jahren begannen Otto und Renée Schenk mit großer Passion zu sammeln. Ihre Schätze erwarben sie im Kunst- und Antiquitätenhandel oder auf Flohmärkten. Nahezu jedes Stück wurde gemeinsam ausgewählt. Im Zentrum steht Jugendstilglas und -keramik, insbesondere Vasen aus böhmischen und französischen Manufakturen, die das Ehepaar ein Leben lang faszinierten. Ganze Wände der Wohnung waren dicht damit bestückt – sie waren der ganze Stolz der beiden. 

Exemplarisch seien eine große Vase der böhmischen Manufaktur Johann Lötz Witwe, Klostermühle, im Secessionsstil aus irisierendem Glas mit Messingmontierung (Startpreis € 4.000) sowie eine Vase von Daum Nancy aus mehrfach überfangenem Glas mit geätztem Tulpendekor aus dem Jahr 1902 genannt (Startpreis € 1.000).

Biedermeier Sitzbank mit Schwanendekor, ca. 1830, aus Otto Schenks Bibliothek, € 800
Biedermeier Sitzbank mit Schwanendekor, ca. 1830, aus Otto Schenks Bibliothek, € 800 – Mit freundlicher Genehmigung von: dorotheumAT / Dorotheum Wien

Ein weiteres zentrales Sammelgebiet waren Objekte der Wiener Werkstätte, allen voran Arbeiten von Josef Hoffmann. Zu den Highlights des Universalkünstlers zählen ein Messingaufsatz mit Hammerschlagdekor, geschätzt mit 6.000 Euro, sowie eine silberne Deckeldose aus dem Jahr 1904 (€ 5.000), ein Satztisch, ebenfalls aus dem Jahr 1904, und ein Paar Hocker, die Entwurfsvariante für das Cabaret Fledermaus. 

Zu den Auktionshöhepunkten zählen auch Werke der bildenden Kunst. Ein Gemälde von Kolo Moser, die um 1913 ausgeführte Darstellung der Schweizer Gebirgskette Dents du Midi, wird mit einem Startpreis von 100.000 Euro aufgerufen. Sein ein Jahr später geschaffenes Frauenporträt startet bei 18.000 Euro. Mit Egon Schiele ist einer der wichtigsten Protagonisten der Wiener Moderne vertreten: Während seiner Tirol-Reise 1907 entstand die frühe Pastellkreidearbeit Waldbach (€ 8.000).

Erich (Arik) Brauer (Wien 1929-2021) Otti unser bester Hahn, signiert Brauer, betitelt, Graphit auf festem Papier, 30,5 x 24,6 cm, Startpreis € 600
Erich Sokol  (Wien 1933-2003 Mödling) Otto Schenk als Fanny Elssler, signiert Sokol und betitelt und datiert in Kurrentschrift: Otto Schenk als Fanny Elssler 984, Mischtechnik auf Karton auf farbigen Rückkarton montiert, 47,5 x 35,5 cm, Startpreis € 500
Erich (Arik) Brauer (Wien 1929-2021) Otti unser bester Hahn, signiert Brauer, betitelt, Graphit auf festem Papier, 30,5 x 24,6 cm, Startpreis € 600 • Erich Sokol (Wien 1933-2003 Mödling) Otto Schenk als Fanny Elssler, signiert Sokol und betitelt und datiert in Kurrentschrift: Otto Schenk als Fanny Elssler 984, Mischtechnik auf Karton auf farbigen Rückkarton montiert, 47,5 x 35,5 cm, Startpreis € 500 – Mit freundlicher Genehmigung von: dorotheumAT / Dorotheum Wien

Besonders berührend sind die zahlreichen persönlichen Erinnerungsstücke, die nun erstmals den privaten Rahmen verlassen. Dazu zählen Otto Schenks charakteristische Baskenmütze, rund 270 Rollenfotos und Porträts sowie eine umfangreiche Korrespondenz aus mehreren Jahrzehnten. Briefe und Karten von Weggefährten und Bewunderern wie Karl Böhm, Carlos Kleiber, Arik Brauer, Helmut Zilk, Susi Nicoletti, Peter Simonischek, Helmut Lohner, Ephraim Kishon, Maxi Böhm, Claudio Abbado oder Sydne Rome zeugen von einem außergewöhnlich reichen künstlerischen Netzwerk. Hinzu kommen zahlreiche Bücher, signierte Widmungsexemplare von Persönlichkeiten wie James Levine, Michael Haneke, Gert Voss, Werner Schneyder, Piotr Beczala, Robert Menasse oder Heimito von Doderer.

Die Musik begleitete Otto Schenk ein Leben lang. 1968 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York, wo er über fast vier Jahrzehnte hinweg 16 Produktionen inszenierte. Zehn Model Fotos zu Richard Strauss’ Elektra (Inszenierung 1992) erinnern an diese internationale Karriere. Darüber hinaus führte er u. a. Regie am Wiener Burgtheater und inszenierte auch an der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala oder Royal Opera House. Zahlreiche Notendrucke und Textbücher, insbesondere zu den Werken Richard Wagners, dokumentieren seine tiefe Verbundenheit mit der Musik. Auch sein Bösendorfer Mignon-Flügel kommt mit einem Startpreis von 20.000 Euro zur Auktion.

Fotosammlung Otto Schenk, Konvolut von ca. 270 Porträt- und Rollenfotos, vielfach mit Kollegen, Originalpressefotos, Autogrammkarten (drei eigenhändig signiert), ca. 5 Porträtfotos mit eigenhändigen Widmungen für Otto Schenk (Karl Böhm, Harald Serafin u.a.), m
Fotosammlung Otto Schenk, Konvolut von ca. 270 Porträt- und Rollenfotos, vielfach mit Kollegen, Originalpressefotos, Autogrammkarten (drei eigenhändig signiert), ca. 5 Porträtfotos mit eigenhändigen Widmungen für Otto Schenk (Karl Böhm, Harald Serafin u.a.), m – Mit freundlicher Genehmigung von: dorotheumAT / Dorotheum Wien

Die Versteigerung ist mehr als die Summe ihrer Objekte. Sie ist ein Spiegel eines kunstsinnigen Lebens und gleichzeitig eine Einladung, in die Sammelleidenschaft von Otto Schenk einzutauchen. Und sie ist die seltene Möglichkeit, ein persönliches Erinnerungsstück eines großen und bedeutenden Künstlers Österreichs zu erwerben.

 

„Was ich will, wird erst am Ende meines Schaffens deutlich werden, als Ganzes gesehen …“Max Beckmann

Deshalb, worauf kommt es im Leben wirklich an?

Es sind die leisen Augenblicke des Glücks, die wir mitnehmen und im Herzen bewahren.

Tags: Otto Schenk, Renée Schenk, Sammlung Otto Schenk, Wiener Werkstätte, Josef Hoffmann, Glas, Emile Gallé, Nancy, Johann Lötz Witwe, Kolo Moser, Egon Schiele, Wiener Moderne, Antiquitäten, österreichischer Kunst, Theater

Die Auktion findet am Donnerstag, dem 26. Februar 2026, um 14 Uhr im Palais Dorotheum in der Dorotheergasse 17, 1010 Wien, statt. Die Besichtigung ist dort ab dem 19. Februar 2026 möglich. Zusätzlich werden ausgewählte Werke am 21. und 22. Januar 2026, jeweils von 10 bis 17 Uhr, im Dorotheum München, Galeriestraße 2, 80539 München, präsentiert.
Als Experte steht Alexander Doczy zur Verfügung; erreichbar unter +43-1-515 60-302 sowie per E-Mail an alexander.doczy@dorotheum.at.