Besonders berührend sind die zahlreichen persönlichen Erinnerungsstücke, die nun erstmals den privaten Rahmen verlassen. Dazu zählen Otto Schenks charakteristische Baskenmütze, rund 270 Rollenfotos und Porträts sowie eine umfangreiche Korrespondenz aus mehreren Jahrzehnten. Briefe und Karten von Weggefährten und Bewunderern wie Karl Böhm, Carlos Kleiber, Arik Brauer, Helmut Zilk, Susi Nicoletti, Peter Simonischek, Helmut Lohner, Ephraim Kishon, Maxi Böhm, Claudio Abbado oder Sydne Rome zeugen von einem außergewöhnlich reichen künstlerischen Netzwerk. Hinzu kommen zahlreiche Bücher, signierte Widmungsexemplare von Persönlichkeiten wie James Levine, Michael Haneke, Gert Voss, Werner Schneyder, Piotr Beczala, Robert Menasse oder Heimito von Doderer.
Die Musik begleitete Otto Schenk ein Leben lang. 1968 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York, wo er über fast vier Jahrzehnte hinweg 16 Produktionen inszenierte. Zehn Model Fotos zu Richard Strauss’ Elektra (Inszenierung 1992) erinnern an diese internationale Karriere. Darüber hinaus führte er u. a. Regie am Wiener Burgtheater und inszenierte auch an der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala oder Royal Opera House. Zahlreiche Notendrucke und Textbücher, insbesondere zu den Werken Richard Wagners, dokumentieren seine tiefe Verbundenheit mit der Musik. Auch sein Bösendorfer Mignon-Flügel kommt mit einem Startpreis von 20.000 Euro zur Auktion.