„Collecting many and various objects over a lifetime has given me a unique education and afforded me wonderful insights into history, appreciation of design, craftsmanship, beauty and many lifetime friendships…“ Diese Worte sind kein Rückblick aus Distanz, sondern das präzise Bekenntnis eines Sammlers, der Kunst immer als Erfahrungsraum verstanden hat. Jedes Objekt war für ihn Quelle einer „unique and palpable pleasure“, einer sinnlich wie geistig erfahrbaren Präsenz.
In den einzelnen Werken der Auktion verdichtet sich diese Haltung exemplarisch. Julian Alden Weir zeigt in Summer Pastime eine stille, lichtdurchflutete Szene, in der sich amerikanischer Impressionismus als kontemplative Lebensform entfaltet; das Werk ist mit einer Schätzung von USD 70.000 bis USD 100.000 angesetzt. Bei John Frederick Peto wird das Alltägliche zum Träger von Erinnerung: Still Life of Umbrella, Carpetbag and Hat verleiht vergänglichen Dingen eine fast melancholische Würde und ist mit USD 60.000 bis USD 80.000 taxiert.
Die Moderne tritt mit Walt Kuhn gleich doppelt in Erscheinung. Polo Game, geschätzt auf USD 100.000 bis USD 150.000, verbindet Dynamik und formale Strenge, während At the Beach mit einer Schätzung von USD 40.000 bis USD 60.000 eine ruhigere, beinahe introspektive Seite desselben Künstlers offenbart. Die Skulptur Jockey and His Mount von William Hunt Diederich bringt mit ihrer kraftvollen Reduktion Bewegung und Tier-Mensch-Beziehung auf den Punkt und ist mit USD 15.000 bis USD 25.000 angesetzt.