Roland Ladwig, Stillleben mit Früchten und Blumen, 21.7.2005, expressive Ölmalerei mit Pflaumen, Glasvase und pastosem Farbauftrag
Roland Ladwig, Stillleben mit Früchten und Blumen, 21.7.2005, expressive Ölmalerei mit Pflaumen, Glasvase und pastosem Farbauftrag – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen

Was: Auktion

Wann: 19.02.2026

Lehner Kunstauktionen zeigt im Februar 2026, dass Qualität nicht zwangsläufig im Hochpreissegment verankert sein muss – unter dem Titel „Highlights im Fokus“ versammelt das Wiener Haus Werke mit kunsthistorischer Tiefe in einem bewusst zugänglichen Schätzpreisrahmen.

Was hier präsentiert wird, ist keine beiläufige Auswahl, sondern eine präzise kuratierte Spannweite zwischen österreichischer Moderne, Nachkriegspositionen und internationaler Gegenwart.

Ein expressives „Stillleben mit Früchten und Blumen“ von Roland Ladwig eröffnet den Reigen mit einer kraftvollen, pastosen Farbigkeit. Die Schätzung von 800 bis 1.200 Euro markiert dabei nicht nur einen Einstiegspreis, sondern eine Einladung an junge Sammler wie erfahrene Kenner.

Vilma Eckl, Bei der Andacht, expressive Zeichnung mehrerer Frauenfiguren in stiller Andacht, österreichische Moderne
Johanna Kandl, Ohne Titel, 1985, surreal anmutende Landschaft mit Zeltkonstruktion im Innenraum, österreichische Gegenwartskunst
Vilma Eckl, Bei der Andacht, expressive Zeichnung mehrerer Frauenfiguren in stiller Andacht, österreichische Moderne • Johanna Kandl, Ohne Titel, 1985, surreal anmutende Landschaft mit Zeltkonstruktion im Innenraum, österreichische Gegenwartskunst – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen

Mit „Bei der Andacht“ von Vilma Eckl tritt eine leise, konzentrierte Zeichensprache hinzu, die das Spirituelle im Alltäglichen sucht. Johanna Kandls „Ohne Titel“ von 1985 wiederum öffnet den Blick in einen erzählerischen Bildraum, in dem Innen- und Außenwelt spannungsvoll aufeinandertreffen.

Besonders bemerkenswert ist eine frühe „Studie von zwei Buben“ aus dem Jahr 1938 von Rudolf Hausner. Das Blatt verweist bereits auf jene psychologische Verdichtung, die später zu einem Markenzeichen des Wiener Phantastischen Realismus werden sollte.

Rudolf Hausner, Studie von zwei Buben, 1938, expressive Zeichnung mit Figurenstudien, frühes Werk des Wiener Phantastischen Realismus
Arman (Armand Pierre Fernandez), Accumulation de tubes de vernis, 2004, Plexiglas-Skulptur mit eingeschlossenen Nagellackflaschen, Nouveau Réalisme
Rudolf Hausner, Studie von zwei Buben, 1938, expressive Zeichnung mit Figurenstudien, frühes Werk des Wiener Phantastischen Realismus • Arman (Armand Pierre Fernandez), Accumulation de tubes de vernis, 2004, Plexiglas-Skulptur mit eingeschlossenen Nagellackflaschen, Nouveau Réalisme – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen

Internationale Akzente setzt Arman mit einer „Accumulation de tubes de vernis“ von 2004 – ein typisches Werk jener künstlerischen Strategie, die Konsumobjekte in poetische Materialarchive verwandelt. Skulpturale Präsenz entfaltet Mario Dalpras „Hummer“ von 2015, während Karl Korabs „Rabe“ von 1961 die expressive Reduktion der Linie in den Mittelpunkt stellt.

Mario Dalpra, Hummer, 2015, silberfarbene Skulptur eines Hummers, zeitgenössische österreichische Objektkunst
rl Korab, Rabe, 1961, expressive Zeichnung eines liegenden Vogels, österreichische Moderne
Mario Dalpra, Hummer, 2015, silberfarbene Skulptur eines Hummers, zeitgenössische österreichische Objektkunst • rl Korab, Rabe, 1961, expressive Zeichnung eines liegenden Vogels, österreichische Moderne – Mit freundlicher Genehmigung von: galerielehner / Lehner Kunstauktionen

Die Schätzpreise bewegen sich zwischen 800 und 8.000 Euro – ein Rahmen, der bewusst unterhalb spektakulärer Auktionsrekorde bleibt und gerade dadurch Aufmerksamkeit verdient. In einem Marktumfeld, das international häufig von Millionenzuschlägen dominiert wird, formuliert dieses Format eine ruhige Alternative: Konzentration auf Substanz, auf zeichnerische Qualität, auf sammlerische Nachhaltigkeit.

Die Vorbesichtigung erfolgt nach Terminvereinbarung Mitte Februar in Wien, Gebote können über den Onlinekatalog abgegeben werden.

Es ist diese Mischung aus Zugänglichkeit und kunsthistorischer Relevanz, die das Angebot interessant macht – nicht als Spektakel, sondern als Einladung zum genauen Hinsehen

Tags: Rudolf Hausner, ARMAN, Malerei, Johanna Kandl, Vilma Eckl, Eckl Roland Ladwig, Mario Dalpra, Karl Korab, Nachkriegskunst, Österreich Moderne, Zeitgenössische Kunst, Phantastischen Realismus, Phantastischer Realismus

Die Auktion 37 findet am 19.02.2026 um 17:00 online und in den Räumlichkeiten der Lehner Kunstauktionen statt.

Montag – Mittwoch: 10 – 14 Uhr, Donnerstag & Freitag: 10 – 18 Uhr und Samstag 10 – 13 Uhr.