Highlights der Jim Irsay Collection mit bedeutenden Instrumenten von Eric Clapton, Kurt Cobain, The Beatles und Janis Joplin, ausgestellt bei Christie’s in New York ab 6. März 2026. Foto von links nach rechts: Barrie Wentzell, Charles Peterson, Terence Spencer/Popperfoto via Getty Images, Steve Banks / mptvimages.com
Highlights der Jim Irsay Collection mit bedeutenden Instrumenten von Eric Clapton, Kurt Cobain, The Beatles und Janis Joplin, ausgestellt bei Christie’s in New York ab 6. März 2026. Foto von links nach rechts: Barrie Wentzell, Charles Peterson, Terence Spencer/Popperfoto via Getty Images, Steve Banks / mptvimages.com – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Was: Auktion

Wann: 12.03.2026

Christie’s entfacht am 12. März 2026 ein Beben der Rockgeschichte, wenn die legendäre Jim Irsay Collection unter den Hammer kommt – Instrumente, auf denen Musik entstand, die einst wie ein Orchester eine ganze Epoche bewegte und bis heute nachhallt.

Wir reden von Musik, hinter der ein ganzes Orchester wirkte – nicht nur aus Streichern und Bläsern, sondern aus Ideen, Rebellion, Poesie und elektrischer Spannung. Gitarren, Saxophone, Trompeten und Schlagzeugfelle, die in verrauchten Studios erklangen, auf Festivalbühnen explodierten und Generationen prägten, werden zu Protagonisten eines Auktionsabends, der mehr ist als ein Verkauf. Es ist ein Kapitel Kulturgeschichte.

Jim Irsay mit Les Pauls Custom Gibson Les Paul Pro, einem Prototypenmodell, das vom Gitarristen Les Paul stark modifiziert wurde. Foto: The Indianapolis Colts
Jim Irsay mit Les Pauls Custom Gibson Les Paul Pro, einem Prototypenmodell, das vom Gitarristen Les Paul stark modifiziert wurde. Foto: The Indianapolis Colts – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's
Die Jim Irsay Collection gilt als eine der bedeutendsten privaten Sammlungen von Musikmemorabilia weltweit. Sie umfasst Instrumente und Objekte, die mit ikonischen Momenten der Pop-, Rock- und Jazzgeschichte verbunden sind. Es sind keine stillen Vitrinenstücke. Es sind Werkzeuge der Revolution.

Eine Gitarre ist hier nicht nur Holz, Lack und Stahl. Sie ist Bühne, Protest, Liebeserklärung. Sie ist das Echo eines Konzerts, das nie wirklich endete. Wenn Christie’s diese Sammlung am 12. März 2026 anbietet, geht es um weit mehr als Provenienz und Schätzpreise. Es geht um das Fortleben einer Ära.

„The guitar is more than an instrument. It is a symbol of freedom and expression.“

Dieser Gedanke durchzieht die gesamte Sammlung wie ein unsichtbarer roter Faden. Jede Kerbe im Lack erzählt von einem Moment, in dem Musik nicht nur gespielt, sondern gelebt wurde.

Johnny Cashs Martin D-21 acoustic guitar von 1956, gefertigt von C.F. Martin & Company in Nazareth, Pennsylvania, wird mit einer Schätzung von 200.000–400.000 US-Dollar angeboten. Drei Jahre nach der Veröffentlichung von „I Walk the Line“, seinem ersten Nummer-eins-Hit in den Country-Charts, war Cash längst eine Stimme Amerikas geworden. Diese Gitarre ist Teil jener Geschichte.

Johnny Cash: Martin D-21 Acoustic Guitar, C.F. Martin & Company, Nazareth, Pennsylvania, 1956. Schätzung: 200.000–400.000 US-Dollar. Angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026.  Johnny Cash, 1959. Drei Jahre zuvor erschien seine Hitsingle „I Walk the Line“, die sein erster Nummer-eins-Erfolg in den Country-Charts wurde. Foto: Allstar Picture Library Ltd / Alamy.
Johnny Cash: Martin D-21 Acoustic Guitar, C.F. Martin & Company, Nazareth, Pennsylvania, 1956. Schätzung: 200.000–400.000 US-Dollar. Angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. Johnny Cash, 1959. Drei Jahre zuvor erschien seine Hitsingle „I Walk the Line“, die sein erster Nummer-eins-Erfolg in den Country-Charts wurde. Foto: Allstar Picture Library Ltd / Alamy. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

John Lennons Rose-Morris Rickenbacker Model 1996 aus dem Jahr 1964, hergestellt von Rickenbacker Incorporated für Rose-Morris in Santa Ana, trägt eine Schätzung von 800.000–1.200.000 US-Dollar. Auf der Bühne des Hammersmith Odeon im Dezember 1964 war sie mehr als ein Instrument – sie war Soundtrack der Beatlemania.

John Lennon: Rose-Morris Rickenbacker Model 1996, 1964, gefertigt von Rickenbacker Incorporated für Rose-Morris, Schätzung 800.000–1.200.000 US-Dollar, angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. Rechts: John Lennon auf der Bühne des Hammersmith Odeon, Dezember 1964. Foto © Robert Whitaker.
John Lennon: Rose-Morris Rickenbacker Model 1996, 1964, gefertigt von Rickenbacker Incorporated für Rose-Morris, Schätzung 800.000–1.200.000 US-Dollar, angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. Rechts: John Lennon auf der Bühne des Hammersmith Odeon, Dezember 1964. Foto © Robert Whitaker. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Eric Claptons legendäre „The Fool“ Gibson SG, datiert 1964 und gefertigt von Gibson Incorporated in Kalamazoo, Michigan, wird ebenfalls mit 800.000–1.200.000 US-Dollar taxiert. Dieses psychedelisch bemalte Instrument steht für die Ära von Cream, für Improvisation, Ekstase, britischen Bluesrock in seiner reinsten Form.

Eric Clapton bei einer Probe mit der britischen Supergroup Cream, 5. Februar 1968. Foto: Jan Persson/Redferns/Getty Images. Rechts: „The Fool“ Gibson SG, 1964, gefertigt von Gibson Incorporated in Kalamazoo, Michigan. Schätzung: 800.000–1.200.000 US-Dollar. Angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026.
Eric Clapton bei einer Probe mit der britischen Supergroup Cream, 5. Februar 1968. Foto: Jan Persson/Redferns/Getty Images. Rechts: „The Fool“ Gibson SG, 1964, gefertigt von Gibson Incorporated in Kalamazoo, Michigan. Schätzung: 800.000–1.200.000 US-Dollar. Angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Janis Joplins Gibson J-45 von 1960, geschätzt auf 60.000–100.000 US-Dollar, erinnert an ihre Auftritte – etwa im Madison Square Garden 1969. Ihre Stimme war rau, verletzlich, ungebändigt. Die Gitarre war ihr Resonanzkörper.

Janis Joplin auf der Bühne mit ihrer Gibson J-45 im Madison Square Garden, 19. Dezember 1969. Foto © Steve Banks / mptvimages.com. Rechts: Gibson J-45, 1960, gefertigt von Gibson Incorporated in Kalamazoo, Michigan, Schätzung 60.000–100.000 US-Dollar. Angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026.
Janis Joplin auf der Bühne mit ihrer Gibson J-45 im Madison Square Garden, 19. Dezember 1969. Foto © Steve Banks / mptvimages.com. Rechts: Gibson J-45, 1960, gefertigt von Gibson Incorporated in Kalamazoo, Michigan, Schätzung 60.000–100.000 US-Dollar. Angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Doch die Auktion geht über Rock hinaus. John Coltranes Yamaha Nippon Gakki Alto Saxophone von 1966, geschätzt auf 40.000–60.000 US-Dollar, steht für jene spirituelle Dimension des Jazz, die Grenzen sprengte. Miles Davis’ Martin Committee Trumpet, circa 1980 gefertigt von The Martin Brasswind Company in Elkhart, Indiana, mit einer Schätzung von 100.000–150.000 US-Dollar, trägt den Atem einer Ikone in sich.

 John Coltrane: Yamaha Nippon Gakki Alto Saxophone, 1966, Schätzung 40.000–60.000 US-Dollar, angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. Rechts: John Coltrane mit seinem Yamaha-Prototyp-Altsaxophon auf der Bühne des Aichi Bunka Kodo in Nagoya, Japan, 23. Juli 1966. Foto: Eiichi Imataka.
John Coltrane: Yamaha Nippon Gakki Alto Saxophone, 1966, Schätzung 40.000–60.000 US-Dollar, angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. Rechts: John Coltrane mit seinem Yamaha-Prototyp-Altsaxophon auf der Bühne des Aichi Bunka Kodo in Nagoya, Japan, 23. Juli 1966. Foto: Eiichi Imataka. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Und dann: The Beatles – The Ed Sullivan Show Drum Head, mit einer Schätzung von 1.000.000–2.000.000 US-Dollar. Dieses Schlagzeugfell ist kein bloßes Requisit. Es ist Symbol jenes Moments am 9. Februar 1964 in New York, als eine britische Band Amerika eroberte – und mit ihr die Welt.

The Beatles: The Ed Sullivan Show Drum Head, Schätzung 1.000.000–2.000.000 US-Dollar, angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. Rechts: The Beatles beim Auftritt in der Ed Sullivan Show, New York, 9. Februar 1964. Foto © Associated Press via Alamy.
The Beatles: The Ed Sullivan Show Drum Head, Schätzung 1.000.000–2.000.000 US-Dollar, angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. Rechts: The Beatles beim Auftritt in der Ed Sullivan Show, New York, 9. Februar 1964. Foto © Associated Press via Alamy. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Sir Elton Johns Steinway Model D Grand Piano von 1972, geschätzt auf 600.000–1.000.000 US-Dollar, begleitete den Künstler zwischen 1974 und 1988 bei Hunderten Konzerten. Dieser neun Fuß lange Konzertflügel war Teil jener Bühnenpräsenz, mit der Elton John die Grenzen des Pop neu definierte.

Sir Elton John in seinem Haus in Windsor, England, 1974, fotografiert während des Album-Cover-Shootings für „Elton John’s Greatest Hits“. Foto © Terry O'Neill via Iconic Images. Rechts: Steinway Model D Konzertflügel, 1972, Schätzung 600.000–1.000.000 US-Dollar, angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026.
Sir Elton John in seinem Haus in Windsor, England, 1974, fotografiert während des Album-Cover-Shootings für „Elton John’s Greatest Hits“. Foto © Terry O'Neill via Iconic Images. Rechts: Steinway Model D Konzertflügel, 1972, Schätzung 600.000–1.000.000 US-Dollar, angeboten in The Jim Irsay Collection: Hall of Fame bei Christie’s am 12. März 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Die Auktion wird damit zu einem Ereignis, das Sammler, Investoren und Musikliebhaber gleichermaßen elektrisiert. Im globalen Auktionsmarkt haben historisch bedeutende Musikinstrumente längst den Status von Blue-Chip-Objekten erreicht. Ihre Wertigkeit speist sich nicht allein aus Seltenheit, sondern aus kultureller Strahlkraft. Sie sind Ikonen einer Epoche – vergleichbar mit Meisterwerken der klassischen Kunst, nur lauter, unmittelbarer, näher am Puls.

Christie’s inszeniert diese Jim Irsay Collection als Hall of Fame der Klanggeschichte. Hier verschmelzen Markt und Mythos, Kapital und Klang.

Was am 12. März 2026 in den Auktionssaal getragen wird, ist mehr als eine Sammlung. Es ist die verdichtete Essenz von sechzig, siebzig Jahren Rock-, Pop- und Jazzgeschichte. Von den elektrischen Aufbrüchen der 1960er Jahre bis in jene Gegenwart, in der diese Klänge längst Teil unseres kollektiven Gedächtnisses sind.

Nicht die Preise machen diesen Abend historisch. Nicht die Millionen-Schätzungen. Entscheidend ist, dass diese Instrumente einst Klangträger einer Zeit waren, in der Musik Haltung bedeutete.

Sie wurden nicht gesammelt, um zu schweigen. Sie wurden gespielt, bis Lack absprang und Saiten rissen. Sie standen im Licht, im Protest, im Jubel, im Zweifel. Und genau diese Spuren tragen sie nun in den Auktionssaal.

Die letzten Gitarren verlassen den Auktionssaal, als hätte ein ganzes Orchester mitgewirkt – und ihr Klang wird uns begleiten. Denn in der Gegenwart von heute suchen wir noch immer nach genau jenem Ton, der einst eine Epoche veränderte.

Tags: Jim Irsay Collection, Rockgeschichte, Johnny Cash, Gitarren Auktion, John Lennon, Eric Clapton, Janis Joplin, Miles Davis, John Coltrane, The Beatles, Musikinstrumente, Rock und Pop Geschichte, Jazzgeschichte, Sammlermarkt, Musik

Die Highlights der Jim Irsay Collection sind ab dem 6. März 2026 bei Christie’s in New York öffentlich zu sehen, bevor am 12. März 2026 der Hammer fällt.