Günther Uecker „Kathedrale“ 2000, großer signierter Nagel-Prägedruck, weißes Relief mit dicht gesetzten Nägelstrukturen, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026
Günther Uecker „Kathedrale“ 2000, großer signierter Nagel-Prägedruck, weißes Relief mit dicht gesetzten Nägelstrukturen, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026 – Mit freundlicher Genehmigung von: auktionen-in-heidelberg.de / Auktionen in Heidelberg

Was: Auktion

Wann: 06.03.2026 - 07.03.2026

Auktionen in Heidelberg entfesselt mit der 304. Auktion am 6. und 7. März 2026 ein Panorama der Kunstgeschichte, das von frühkykladischer Archaischheit bis zur vibrierenden Nachkriegsmoderne reicht – ein Ereignis, das den Markt in einem einzigen Atemzug durch Jahrtausende führt.

Am Freitag und Samstag, 6.–7. März 2026, beginnt jeweils ab 10 Uhr eine Versteigerung, die Alte und Neue Kunst aus süddeutschen Privatsammlungen vereint. Malerei, Graphik, Plastik, Asiatika, Antiquarisches, Schmuck, Möbel und Sammlerobjekte verdichten sich zu einem Parcours durch Epochen und Stile. Die Vorbesichtigung läuft vom 28. Februar bis 5. März und öffnet das Tor zu einer Auswahl, die museale Qualität mit marktwirtschaftlicher Spannung verbindet.

Im Zentrum der Moderne steht Günther Uecker mit „Kathedrale“, einem großen signierten Nagel-Prägedruck von 2000 € 15000-16000. Das Werk bündelt jene asketische Radikalität, mit der Uecker seit Jahrzehnten die Oberfläche zum spirituellen Raum erhebt. Daneben behauptet sich Fritz Winter mit einem signierten Ölgemälde von 1959 – eine Erinnerung an die lyrische Abstraktion der Nachkriegszeit, die Farbe als existenzielles Ereignis begreift.

Erich Heckel „Hafeneinfahrt“ 1916, signierte Radierung, expressionistische Hafenlandschaft mit dramatischem Himmel, gerahmt, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026
Béla Kádár „Kutschfahrt durch die Natur“ um 1920, signiertes Aquarell mit expressiver Farbkomposition, Figuren im Wagen und stilisierte Pferde, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026
Erich Heckel „Hafeneinfahrt“ 1916, signierte Radierung, expressionistische Hafenlandschaft mit dramatischem Himmel, gerahmt, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026 • Béla Kádár „Kutschfahrt durch die Natur“ um 1920, signiertes Aquarell mit expressiver Farbkomposition, Figuren im Wagen und stilisierte Pferde, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026 – Mit freundlicher Genehmigung von: auktionen-in-heidelberg.de / Auktionen in Heidelberg

Mit Erich Heckel und einer signierten Radierung von 1916 € 1000-1200 wird der expressionistische Impuls spürbar, während Béla Kádár10000-12000 mit einem Aquarell um 1920 die poetische Leichtigkeit der Klassischen Moderne beschwört. Ein großes Ölgemälde von Alexander Koester, „Fünf Enten“, € 14000-16000 führt in jene malerische Welt, in der Naturbeobachtung und Stimmungslicht eine beinahe kontemplative Einheit bilden.

Alexander Koester „Fünf Enten“, großes Ölgemälde mit fünf weißen Enten im ruhigen Wasser einer Uferlandschaft, naturalistische Tiermalerei, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026
Adriaen van de Velde „Bäuerin mit Schafen und Rindern“ 1663, signiertes Ölgemälde, pastorale Landschaft mit Vieh und weiter Flusslandschaft
Alexander Koester „Fünf Enten“, großes Ölgemälde mit fünf weißen Enten im ruhigen Wasser einer Uferlandschaft, naturalistische Tiermalerei, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026 • Adriaen van de Velde „Bäuerin mit Schafen und Rindern“ 1663, signiertes Ölgemälde, pastorale Landschaft mit Vieh und weiter Flusslandschaft – Mit freundlicher Genehmigung von: auktionen-in-heidelberg.de / Auktionen in Heidelberg

Der Blick zurück reicht jedoch weit über die Moderne hinaus. Eine Skulptur eines liegenden Löwen, romanisch, 12. Jahrhundert, wohl Italien, trägt die Aura sakraler Architektur in sich. Noch weiter in die Tiefe der Zeit führt eine frühkykladische Marmor-Kandila aus der Periode I–II, datiert auf 3200–2300 v. Chr. – ein Objekt, das nicht nur Sammler antiker Kunst, sondern auch Liebhaber archaischer Formstrenge elektrisieren dürfte.

Die Alte Meister Position wird unter anderem durch Adriaen van de Velde4000-6000 vertreten, dessen signiertes Ölgemälde von 1663 ländliche Idylle in feinster malerischer Differenzierung zeigt. Hinzu kommt ein spektakuläres Album mit 13 indischen Miniaturmalereien und handschriftlichen Erläuterungen – ein Brückenschlag zwischen europäischer und asiatischer Kunsttradition.

Henry van de Velde seltenes Salzgefäß Jugendstil, Kgl. Meißen 1903–1923, weißes Porzellan mit blauem Dekor, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026
Frühkykladische Marmor-Kandila I–II, 3200–2300 v. Chr., archaisches Gefäß aus hellem Marmor mit seitlichen Ösen, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026
Henry van de Velde seltenes Salzgefäß Jugendstil, Kgl. Meißen 1903–1923, weißes Porzellan mit blauem Dekor, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026 • Frühkykladische Marmor-Kandila I–II, 3200–2300 v. Chr., archaisches Gefäß aus hellem Marmor mit seitlichen Ösen, 304. Auktion Auktionen in Heidelberg 2026 – Mit freundlicher Genehmigung von: auktionen-in-heidelberg.de / Auktionen in Heidelberg

Auch das Kunstgewerbe setzt Akzente: Ein seltenes Salzgefäß des Jugendstils von Henry van de Velde € 4000-5000, Kgl. Meißen 1903–1923, verbindet Gestaltungsideal und Handwerkskunst. Eine prächtige Diamantbrosche des Art Déco, Gold um 1920, lässt den Glamour der Zwischenkriegszeit aufscheinen.

Die 304. Auktion in Heidelberg ist damit mehr als ein Markttermin. Sie ist ein komprimierter Gang durch die Kunstgeschichte – von der archaischen Reduktion über barocke Erzählfreude bis zur konzeptuellen Strenge der Gegenwart. Pro Stunde werden etwa 80 Positionen versteigert, ein Rhythmus, der Spannung garantiert und dennoch Raum für das einzelne Werk lässt.

Heidelberg wird an diesen beiden Märztagen zum Resonanzraum für Sammler, Händler und Liebhaber der Kunst. Zwischen Nagelrelief und Marmoridol, zwischen Expressionismus und Romanik, entsteht ein Dialog der Zeiten – und genau darin liegt die Faszination dieser Auktion.

Tags: Günther Uecker, Fritz Winter, Malerei, Erich Heckel, Béla Kádár, Alexander Koester, Romanik, Skulpturen, Alte Meister, Klassische Moderne, Expressionismus, ZERO-Bewegung, Jugendstil, Art Déco, Schmuck, Asiatika, Antiquitäten, Kunstmarkt

Die 304. Auktion von Auktionen in Heidelberg findet am Freitag und Samstag, 6.–7. März 2026, jeweils ab 10.00 Uhr statt.

Vorbesichtigung:
Samstag, 28. Februar 2026, 11.00–16.00 Uhr
Sonntag geschlossen
Montag bis Mittwoch, 10.00–18.00 Uhr
Donnerstag, 10.00–14.00 Uhr