Ikonische Fotografie von Helmut Newton Frauen zwischen Mode und Akt Sie Kommen Paris
Ikonische Fotografie von Helmut Newton Frauen zwischen Mode und Akt Sie Kommen Paris – Mit freundlicher Genehmigung von: sothebys.com / Sotheby’s Auktionshaus

Was: Auktion

Wann: 14.04.2026

Sotheby’s verwandelt New York im April in eine Bühne ikonischer Bilder, auf der Fotografie und Druckgrafik mit seltener Intensität aufeinandertreffen.

Mit „Prints & Photographs Part I“ präsentiert das Auktionshaus am 14. April 2026 eine der spannendsten crossmedialen Auktionen der Saison. In den historischen Räumen des Breuer Building an der Madison Avenue verdichten sich Positionen aus mehreren Jahrzehnten zu einem präzise kuratierten Dialog zwischen Fotografie, Druckgrafik und künstlerischer Ikonografie. Die Auswahl reicht von klassischen Meisterwerken bis hin zu Arbeiten, die längst Teil des kollektiven Bildgedächtnisses geworden sind.

Im Zentrum steht Helmut Newton mit „Sie Kommen, Paris (Dressed and Naked)“ – eine Arbeit, die wie kaum eine andere die Spannung zwischen Mode, Körper und Inszenierung auf den Punkt bringt. Die doppelte Inszenierung von bekleideten und unbekleideten Figuren erzeugt eine visuelle Reibung, die bis heute nichts von ihrer Radikalität verloren hat. Mit einer Schätzung von 1.200.000 – 1.800.000 USD markiert dieses Werk nicht nur den Höhepunkt der Auktion, sondern auch die ungebrochene Relevanz der Modefotografie als künstlerisches Medium.

 

Richard Avedon Nastassja Kinski and The Serpent 1981 ikonische Fotografie
Richard Avedon Nastassja Kinski and The Serpent 1981 ikonische Fotografie – Mit freundlicher Genehmigung von: sothebys.com / Sotheby’s Auktionshaus

Mit beinahe hypnotischer Intensität folgt Richard Avedon und „Nastassja Kinski and The Serpent“. Der liegende Körper, umschlungen von einer Schlange, entfaltet eine stille Spannung zwischen Nähe und Gefahr, zwischen Kontrolle und Hingabe. Die Klarheit der Komposition, reduziert auf Körper, Linie und Blick, macht diese Fotografie zu einem der ikonischsten Bilder der Mode- und Porträtfotografie des 20. Jahrhunderts. Mit einer Schätzung von 70.000 – 100.000 USD bleibt die Arbeit zugleich ein zugänglicher Einstieg in das Werk eines der bedeutendsten Fotografen seiner Zeit.

 

Edward Weston Nautilus 1927 Schwarzweiß Fotografie Muschel Stillleben
Andy Warhol San Francisco Silverspot Endangered Species Siebdruck Schmetterling
Edward Weston Nautilus 1927 Schwarzweiß Fotografie Muschel Stillleben • Andy Warhol San Francisco Silverspot Endangered Species Siebdruck Schmetterling – Mit freundlicher Genehmigung von: sothebys.com / Sotheby’s Auktionshaus

Einen vollkommen anderen, beinahe meditativen Zugang eröffnet Edward Weston mit „Nautilus“. Die reduzierte, nahezu skulpturale Darstellung einer Muschel transformiert Natur in reine Form. Licht und Struktur verschmelzen zu einer abstrakten Komposition, die Fotografie als autonome Kunst behauptet. Die Schätzung von 300.000 – 500.000 USD unterstreicht die zeitlose Bedeutung dieser Arbeit innerhalb der klassischen Moderne.

Mit eruptiver Farbigkeit und unverwechselbarer Handschrift tritt Andy Warhol in Erscheinung. „San Francisco Silverspot“ aus der Serie „Endangered Species“ verbindet Pop Art mit einem subtilen ökologischen Unterton. Der Schmetterling wird zum Symbol zwischen Schönheit und Bedrohung, zwischen Reproduktion und Einzigartigkeit. Die Schätzung von 80.000 – 120.000 USD spiegelt die anhaltende Nachfrage nach Warhols ikonischen Bildwelten wider.

 

Pablo Picasso La Femme à la fenêtre Druckgrafik Frau am Fenster Kubismus
Irving Penn Deep Sea Diver New York Fotografie Taucheranzug Porträt
Pablo Picasso La Femme à la fenêtre Druckgrafik Frau am Fenster Kubismus • Irving Penn Deep Sea Diver New York Fotografie Taucheranzug Porträt – Mit freundlicher Genehmigung von: sothebys.com / Sotheby’s Auktionshaus

Die Autorität der klassischen Moderne manifestiert sich in Pablo Picasso und „La Femme à la fenêtre“. In dieser Druckgrafik verdichtet sich der kubistische Blick auf Figur und Raum zu einer expressiven, fragmentierten Bildsprache. Linien und Flächen durchdringen einander und schaffen ein Porträt, das weniger Abbild als vielmehr Zustand ist. Mit einer Schätzung von 150.000 – 250.000 USD bleibt Picasso ein unverrückbarer Fixpunkt des internationalen Kunstmarkts.

Die fotografische Linie der Auktion findet ihre prägnante Fortsetzung in Irving Penn. Arbeiten wie „Deep Sea Diver“ zeigen jene stille Intensität, die Penns Werk auszeichnet. Der Mensch wird zur Skulptur, zur Studie von Haltung, Material und Präsenz. Die Schätzungen von 40.000 – 60.000 USD verorten diese Arbeiten im Bereich einer stabilen, kontinuierlich nachgefragten fotografischen Position.

 

„Prints & Photographs Part I“ ist damit weit mehr als eine klassische Auktion. Es ist ein präzise komponiertes Ensemble, das die Entwicklung visueller Ausdrucksformen über Jahrzehnte hinweg sichtbar macht – von der strengen Formanalyse über ikonische Inszenierungen bis hin zur seriellen Bildproduktion der Pop Art.

Die Auktion setzt sich fort mit „Prints Part II“ am 15. April und „Photographs Part II“ am 16. April und etabliert sich damit als mehrteilige Plattform, die den Blick auf das Medium in seiner gesamten Bandbreite öffnet. In dieser Verdichtung entsteht ein Spannungsfeld, in dem Markt und Museum, Geschichte und Gegenwart auf bemerkenswerte Weise zusammenfinden.

Tags: Kunstauktion, Fotografie, Schwarzweißfotografie‎, Druckgrafik, Helmut Newton, Irving Penn, Richard Avedon, Edward Weston, tina modotti, Andy Warhol, Pablo Picasso, Pop Art, Kubismus, Modefotografien, Kunstmarkt, Richard Avedon

Montag bis Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr