Kunstverein Würzburg Geist „Mäander III“, Oel auf Holz 2-teilig je 30 x 30 cm (c )Frank Kleinbach – Mit freundlicher Genehmigung von: KunstvereinWuerzburg /
Martina Geist setzt sich mit dem Holzschnitt auseinander: Holztafeln bilden den Schwerpunkt der Ausstellung mäandern der Stuttgarter Künstlerin auf dem Kunstschiff ARTE NOAH im Alten Hafen Würzburg. Die mehrfach ausgezeichnete Druckgrafikerin stellt diesen Holztafeln exemplarisch Holzschnitte gegenüber. Eine transparente, textile Fahne hängt im Schiffsraum des Kunstschiffs ARTE NOAH. Damit erforscht sie das Grenzgebiet zwischen Druck, Zeichnung und Malerei. Sie orientiert sich an der Natur oder an Alltagsgegenständen, die sie ins Holz schneidet, konsequent reduziert und abstrahiert. Schneiden ist ihre Form des Zeichnens, Auftrag und Durchreiben der Farbe ihre malerisches Entsprechung. Die Holztafeln, von denen es in der Regel nur einen Druck gibt, behaupten ihre Eigenständigkeit als farbig gefasste Reliefs. Martina Geist lebt und arbeitet in Stuttgart, hat im südwestddeutschen Raum ausgestellt und ist zum ersten Mal in Unterfranken zu sehen. Ihre Werke hängen in Museen in Reutlingen, Kaiserslautern und Leverkusen. Eine Edition ihrer Werke erscheint zur Ausstellung.
Die Finissage am 29. September ist zugleich der Festakt zum 30jährigen Bestehen des Kunstvereins Würzburg (Einladungsveranstaltung).
"Die wirkliche Kunst ist immer dort, wo man sie nicht erwartet! Wo niemand an sie denkt noch ihren Namen nennt. Die Kunst verabscheut es, erkannt und mit Namen angesprochen zu werden. Sonst macht sie sich alsbald davon. Die Kunst ist eine Person, die leidenschaftlich an ihrem Inkognito hängt. Sobald es fällt und man mit dem Finger auf sie zeigt, macht sie sich davon und hinterläßt an ihrer Stelle jemanden mit Lorbeerkranz und einem Schild mit der Aufschrift KUNST auf dem Rücken. Jeder besprengt ihn mit Champagner und die Veranstaltungsredner führen ihn an einen Ring durch die Nase von Stadt zu Stadt. Das ist die falsche Kunst."