Die figurative Malerei erlebt in der Gegenwart eine neue Dringlichkeit, in der das menschliche Antlitz erneut zum Träger von Erinnerung, Projektion und existenzieller Befragung wird. In diesem kunsthistorischen Spannungsfeld positioniert sich das Werk von Claire Tabouret, deren Malerei sich der Figur nicht als Abbild, sondern als psychischem Resonanzraum nähert. Ihre Arbeiten kreisen um Identität, Zugehörigkeit und Verletzlichkeit und führen die lange Tradition des Porträts in eine Gegenwart, die von Brüchen, Ambivalenzen und innerer… Weiterlesen