Die Linie steht im Zentrum der modernen Kunstgeschichte wie ein stiller, unnachgiebiger Protagonist. Seit dem Konstruktivismus und der Konkreten Kunst ist sie nicht mehr Mittel zur Beschreibung, sondern Träger von Haltung, Raum und Denken. In dieser Tradition verortet sich die Ausstellung von Sebastian Gumpinger, die von Gerhardt Braun Gallery Madrid gezeigt wird. Der kunsthistorische Anker dieser Präsentation ist die Linie als autonomes Prinzip, als physische und philosophische Kategorie, die Raum nicht abbildet, sondern ordnet.