Mit der Walther Collection erhält das renommierte Metropolitan Museum of Art eine der bedeutendsten Sammlungen globaler Fotografie. Die Sammlung, die mehr als 6.500 Werke umfasst, reicht über Kontinente hinweg – von Afrika über China bis nach Japan – und präsentiert ein beeindruckendes Spektrum an künstlerischen Positionen und dokumentarischen Arbeiten.Die Ausstellung INTO THE UNSEEN, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Haus der Photographie, widmet sich der Erforschung des Unsichtbaren. Sie thematisiert Spiritualität, Trauma, Transformation und Bewegung und zeigt Werke bedeutender Künstler wie Yang Fudong, David Goldblatt, Santu Mofokeng, Eadweard Muybridge, Jo Ractliffe, Berni Searle, Cang Xin, Rong Rong, Rotimi Fani-Kayode und Em'kal Eyongakpa.
INTO THE UNSEEN überschreitet die klassischen Grenzen der Fotografie. In vier multisensorisch gestalteten Kapiteln lädt die Ausstellung dazu ein, das Medium nicht nur mit den Augen, sondern mit allen Sinnen zu erleben. Die Besucher sind aufgefordert, die „hörbaren, taktilen und affektiven Register der Fotografie“ zu entdecken.
Im Zentrum steht die Frage: Was bedeutet es, Fotografie als ein Medium zu verstehen, das über das Visuelle hinausgeht? Die Ausstellung macht deutlich, dass Fotografie mehr ist als ein Werkzeug der Dokumentation oder ein Mittel zur Kategorisierung. Sie zeigt Werke, die sich „zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, dem Geistigen und dem Körperlichen, dem Stummen und dem Hörbaren, dem Erinnern, dem Imaginierten und dem Verdrängten“ bewegen.
„Die Ausstellung untersucht, was es bedeuten würde, die Fotografie als ein Medium zu verstehen, das alle unsere Sinne anregt – vom haptischen (Berührung) über den akustischen (Klang) bis hin zum olfaktorischen (Geruch) und gustatorischen (Geschmack). Anstatt die Fotografie als ein Werkzeug der Kategorisierung zu verstehen, als eine Modalität zur Erfassung des Realen oder des Wahren, überwinden die in dieser Ausstellung gezeigten Arbeiten die Grenzen zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, dem Geistigen und dem Körperlichen, dem Stummen und dem Hörbaren, dem Erinnern, dem Imaginierten und dem Verdrängten.“
Kuratiert wurde INTO THE UNSEEN von Nadine Isabelle Henrich, Kuratorin des Hauses der Photographie, und der renommierten Historikerin Prof. Tina M. Campt, Roger S. Berlind Professor of Humanities an der Princeton University. Die Ausstellung entstand im engen Dialog mit Artur Walther, dem Stifter der Sammlung. Ein besonderer Dank gilt dem Metropolitan Museum of Art für die wertvolle Zusammenarbeit.