Schale »Halibut Bowl«, Clifford George, Nootka, Vancouver Island, 1996-2000 © GRASSI-Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Melanie Meier
Schale »Halibut Bowl«, Clifford George, Nootka, Vancouver Island, 1996-2000 © GRASSI-Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Melanie Meier – Mit freundlicher Genehmigung von: schmuckmuseum / Schmuckmuseum Pforzheim Reuchlinhaus

Wann: 25.10.2025 - 19.04.2026

Aufgetischt – eine kulinarische Weltreise

Mit der Ausstellung „Aufgetischt – eine kulinarische Weltreise“ öffnet sich ein sinnliches Panorama europäischer Esskultur, das den Besucher auf eine Reise durch Macht, Pracht und Geschmack entführt. „Mit aufwendigen Banketten und exquisitem Tafelschmuck zelebrierten die Fürstenhäuser Europas ihre Macht und vertrieben sich luxuriös die Zeit.“ Die Schau entführt in eine Epoche, in der Tafeln nicht nur Orte des Genusses, sondern auch der politischen Selbstdarstellung waren.

Bis ins 18. Jahrhundert war es durchaus üblich, sein persönliches Besteck mitzubringen – oftmals handelte es sich um kuriose oder kostbare Unikate. Erst im Barock setzten sich einheitliche Tafelservices durch, deren Eleganz und Glanz durch die Industrialisierung schließlich in die Welt der gehobenen Massenware Eingang fand. „Handel, Eroberungszüge und Migrationsprozesse bereicherten die Speisezettel mit exotischen Früchten und Gewürzen und veränderten Sitten und Gebräuche.“

Die Ausstellung zeigt im Dialog ethnografische Kostbarkeiten, historische Goldschmiedekunst, zeitgenössisches Design und Objekte der Alltagskultur. Es ist ein kunstvoll komponiertes Mosaik, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet, den Duft ferner Länder heraufbeschwört und die große Bühne des Essens als kulturelles Schauspiel präsentiert.

Diese Präsentation ist mehr als eine historische Rückschau – sie ist eine Einladung, die Geschichte des Essens mit allen Sinnen zu erleben. Wer sich darauf einlässt, entdeckt, dass jede Tafel, ob im Palast oder im einfachen Haus, ein Spiegel ihrer Zeit ist. Die Ausstellung widmet sich Esskultur – und tut dies mit einer Leidenschaft, die inspiriert und anregt.

Tags: 18. Jahrhundert, Goldschmiedekunst, Schmuckkunst, Tafelsilber

Öffnungszeiten des Schmuckmuseums Pforzheim Di bis So und feiertags 10 bis 17 Uhr (außer Hl. Abend und Silvester) | Eintritt in die Sonderausstellung 10 €, ermäßigt 8,50 €, Familienkarte 18 € | Eintritt in die Dauerausstellung 4,50 €, ermäßigt 2,50 € | Kombiticket Dauer-/Sonderausstellung 12,50 €, ermäßigt 10 €, Familienarte 22 € | bis 14 Jahre und mit Museums-Pass-Musées frei | Gruppenführungen auf Anfrage | Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung sonntags 15 Uhr, 6,50 €, ermäßigt 4,50 € | Förderverein ISSP | www.issp-schmuckmuseum.de | Medien- bzw. Kulturpartner des Schmuckmuseums sind Pforzheimer Zeitung und SWR2 | Weitere Informationen unter www.schmuckmuseum.de