Katharina Stiglitz – Artist in Residence in GmündDas künstlerische Werk von Katharina Stiglitz bewegt sich zwischen Bildender Kunst, Visual Arts, Multimedia, Fotografie, Zeichnung, Installation, Keramik und Holz. Es ist von einer intensiven Auseinandersetzung mit den großen Themen Zeit, Erinnerung und Vergänglichkeit geprägt. "Das künstlerische Schaffen von Katharina Stiglitz ist von einer intensiven Auseinandersetzung mit existenziellen Themen wie Zeit, Erinnerung und Vergänglichkeit geprägt." Ihre Arbeiten sprechen eine poetisch-abstrakte, meist monochrome Bildsprache und bewegen sich in jenen undefinierten Räumen, die zwischen Erinnerung und Vergessen, Anwesenheit und Abwesenheit, Repräsentation und Abstraktion liegen.
Die Arbeitspraxis von Stiglitz gleicht einer Spurensuche und Spurensicherung. "Ihre Arbeitspraxis ist geprägt von einer Art Spurensuche und Spurensicherung, von flüchtigen Hinweisen auf An- und Abwesenheiten." Fotografie dient ihr dabei als Ausgangspunkt, als Inbegriff des Visuellen, den sie in eine Vielfalt von Medien erweitert.
Der Aufenthalt in Gmünd ist für Stiglitz mehr als nur ein Arbeitsort – es ist ein Prozess des Entdeckens. "In Gmünd möchte sie Kontakte zu anderen Künstler:innen knüpfen und das reichhaltige kulturelle und historische Angebot des Ortes nutzen, um neue Ideen und innere Bilder zu entwickeln und zu fixieren." Diese Offenheit für den Dialog mit dem Ort und seinen Menschen wird zum Motor ihrer künstlerischen Entwicklung.
Besonders prägend ist für sie die Erfahrung des Unterwegsseins. "Die besondere Art des Suchens und zufälligem Entdeckens an neuen Orten machen für Stiglitz den Großteil und die Besonderheit von Aufenthalten als Artist in Residence aus und sind zu wichtigen Aspekten ihres künstlerischen Schaffens geworden." Gmünd bietet dafür ideale Voraussetzungen, nicht nur durch die anderen Künstler der Residency, sondern auch durch das vielfältige kulturelle und historische Angebot.
Geboren 1979 in Wien, studierte Katharina Stiglitz in der Meisterklasse für Kunst und Fotografie bei Matthias Hermann und Eva Schlegel an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2016 wurde sie mit dem EIKON Preis ausgezeichnet. Sie verbrachte Gastaufenthalte in Schweden, Italien, Frankreich und Ungarn. Ihre Einzelausstellungen umfassen "STOP! LOOK! AND HASTEN!" in der Ein-Bild-Galerie in Klosterneuburg sowie eine Präsentation auf der Parallel Wien 2024.
Stiglitz lebt und arbeitet in Wien und Umgebung. Seit 2019 betreibt sie den Kunstraum SUSSUDIO in Wien, ein Ort, an dem aktuelle Positionen in Kunst, Design, Literatur und Musik gezeigt und gefördert werden. Mit ihrem Aufenthalt in Gmünd setzt sie ein weiteres Kapitel in einer künstlerischen Laufbahn, die stets im Spannungsfeld von Erinnerung und Entdeckung neue Räume eröffnet.