Galerie Buchkunst Berlin – Hannah Modigh: Dream Baby DreamDie Galerie Buchkunst Berlin präsentiert vom 4. September bis 15. November 2025 die Ausstellung „Dream Baby Dream“ der international renommierten schwedischen Fotografin Hannah Modigh. Im Zentrum steht das Thema Adoleszenz, eingefangen in Fotografien, die dokumentarische Präzision mit poetischer Intensität verbinden.
In den gezeigten Serien – darunter „Hillbilly Heroin Honey“, „The Milky Way“, „Hurricane Season“, „Delta“, „Searching for Sivagami“ und „Sunday morning comin’ down“ – verschmelzen Herkunft, Erinnerung und Zeitebenen zu einer dichten Bildsprache. Die Emotionen, Gesten und Körperhaltungen erzählen von Veränderung, von der Suche nach Identität und dem Wissen um das Heranwachsen.
Die Vernissage findet am Donnerstag, 4. September 2025, von 18 bis 22 Uhr statt. Die Fotografin ist persönlich anwesend und nimmt gemeinsam mit Thomas Gust an einem Artist Talk und einer Kuratorenführung teil. Besucher erhalten so die Gelegenheit, die Künstlerin kennenzulernen und Einblicke in die Hintergründe ihrer Arbeiten zu gewinnen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Hannah Modigh ist für ihre Serie „Hurricane Season“ für den Prix Pictet 2025 nominiert, ihre Werke befinden sich unter anderem im Moderna Museet Stockholm. Zudem veröffentlichte sie neun Fotobücher, die das Fundament ihres Schaffens bilden. Einige dieser Editionen sind in der Galerie erhältlich und können auch vorab reserviert werden.
Im Künstlerstatement beschreibt Hannah Modigh die Wurzeln ihrer Arbeit: „Meine Kindheit verbrachte ich abwechselnd auf dem Land in Südschweden und in Indien. Als Erwachsene habe ich in Paris, Kopenhagen und jetzt in der Nähe von Stockholm gelebt. Mit 13 Jahren begann ich zu fotografieren und erbte die Kamera meiner Mutter. Heute benutze ich teilweise die Leica meines Vaters und die alte Kamera meines Großvaters – dieselbe Kamera, mit der er Theodore Roosevelt fotografierte.“
Über ihre künstlerische Methode erklärt sie: „Ich arbeite mit objektivbasierter Kunst, die auf einer sozial engagierten und persönlichen Dokumentartradition basiert. In Form von Langzeitprojekten, Buchproduktionen und Ausstellungen. Ich muss sehen, fühlen, um kreativ sein zu können. Themen und Orte, zu denen ich eine persönliche Verbindung habe.“
Diese persönliche Herangehensweise verleiht den Bildern eine unmittelbare Nähe, die Intimität und Distanz zugleich spürbar macht. Hannah Modigh betont: „Ich arbeite im Mittelformat, oft mit Stativ und analog. Gedämpfte, blasse Farben, sanftes Schwarzweiß, um den Eindruck einer friedlichen, schönen Atmosphäre zu vermitteln. Doch wenn man näher kommt, spürt man den Schmerz, dass etwas nicht stimmt.“
Mit „Dream Baby Dream“ zeigt die Galerie Buchkunst Berlin eine Ausstellung, die Fotografie als Spiegel der Jugend, der Erinnerung und der menschlichen Fragilität inszeniert. Eine Einladung, sich in den Bildern wiederzufinden und Fragen an die eigene Vergangenheit und Gegenwart zu stellen.