Plakatmotiv KOLLWITZ NEU SEHEN, Plakat zur Wiedereröffnung des Kollwitz Museum Köln, 11.10.2025—15.3.2026, Motiv: Käthe Kollwitz, Selbstbildnis von vorn, 1922/23, Holzschnitt, Kn 193 XIV b, Käthe Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr.: 70300/84032.© Käthe Kollwitz Museum Köln, Gestaltung: Julius Terlinden
Plakatmotiv KOLLWITZ NEU SEHEN, Plakat zur Wiedereröffnung des Kollwitz Museum Köln, 11.10.2025—15.3.2026, Motiv: Käthe Kollwitz, Selbstbildnis von vorn, 1922/23, Holzschnitt, Kn 193 XIV b, Käthe Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr.: 70300/84032.© Käthe Kollwitz Museum Köln, Gestaltung: Julius Terlinden – Mit freundlicher Genehmigung von: Käthe Kollwitz Museum Köln / Käthe Kollwitz Museum Köln

Wann: 11.10.2025 - 15.03.2026

Käthe Kollwitz Museum Köln eröffnet nach umfassender Renovierung mit neuer Ausstellung „Kollwitz neu sehen“

Nach beinahe drei Jahren intensiver Renovierungsarbeiten öffnet das Käthe Kollwitz Museum Köln am 11. Oktober 2025 wieder seine Türen. Ein Datum von symbolischer Bedeutung: Es markiert nicht nur den 80. Todestag der Künstlerin (1867–1945), sondern fällt auch in das 40-jährige Bestehen des Hauses. Mit der Eröffnungsausstellung „Kollwitz neu sehen“ präsentiert das Museum seine international geschätzte Sammlung in völlig neuer Hängung und erweitert zugleich seine Rolle als Ort der Kunstvermittlung. Ein starkes Zeichen setzt auch die neue Adresse: Aus der „Neumarkt Passage“ wird das „Kollwitz Forum“ – ein Bekenntnis zur Strahlkraft und Bedeutung der großen Künstlerin.

Neue Perspektiven auf Käthe Kollwitz

Das Motto der Ausstellung ist Programm: „Kollwitz neu sehen“. Neben den bekannten Werken aus der Sammlung der Kreissparkasse Köln rücken rund 20 Neuerwerbungen und 10 neue Dauerleihgaben ins Zentrum, viele davon bislang kaum oder gar nicht öffentlich gezeigt. Besonders hervorzuheben sind ein farbiges Pastell-Selbstbildnis von 1893/94 aus Familienbesitz, ein Porträt der Cousine Else Rupp von 1890 – eines von nur vier bekannten Ölgemälden –, ein Doppelbildnis mit einer Studienkollegin von 1889 oder eine seltene technische Probe zur Druckgrafik „Losbruch“ aus dem Zyklus „Bauernkrieg“ von 1902.

Im Mittelpunkt stehen Themen, die das Schaffen von Kollwitz zeit ihres Lebens bestimmten und bis heute nichts an Aktualität verloren haben: soziale Ungleichheit, politische Umbrüche, Geschlechterrollen und das Leben von Frauen in schwierigen Zeiten. Die Ausstellung betont besonders die weibliche Perspektive der Künstlerin – von Mutterschaft, Verlust und Trauer bis hin zu Hoffnung und Solidarität. Szenen von Wohnungsnot, harter Arbeit und den Folgen von Krieg und Gewalt machen deutlich, wie gesellschaftlich relevant dieses Werk bis heute bleibt.

Ein Ausstellungserlebnis voller Tiefe

Die neue Hängung schafft überraschende Dialoge zwischen den Arbeiten, verbindet Themen, Techniken und Motive und eröffnet so neue Zugänge. Besucher erleben, wie Kollwitz um die richtige Technik rang, um ihrer Botschaft Ausdruck zu verleihen. Dieses Ringen verleiht ihrem Werk nicht nur künstlerische Tiefe, sondern auch eine seltene Authentizität. Ein neuer Multimedia-Guide mit Texten, Bildern, Audio und Video begleitet die Schau und vertieft das Verständnis.

Innovative Kunstvermittlung

Unter dem Leitmotiv „Kollwitz erleben“ erweitert das Museum seine Vermittlungsangebote. Neue interaktive Module laden ein, Leben, Werk und Zeitgeschichte selbstständig zu erkunden. Besonders eindrucksvoll sind ein Virtuelles Atelier, Medienstationen zum Tiefdruck und zur Plakatkunst sowie eine Präsentation zur internationalen Rezeption des Werkes. Herzstück ist die neu eingerichtete Museumswerkstatt mit historischer Lithopresse, in der Workshops für verschiedene Zielgruppen angeboten werden – von Kindern bis zu Erwachsenen.

Nachhaltigkeit als Zukunftsvision

Auch baulich und technisch hat das Museum große Schritte in Richtung Zukunft unternommen. Ein modernes LED-Lichtkonzept und eine energieeffiziente Klimaanlage verbessern die Ausstellungsbedingungen bei gleichzeitiger Reduktion des Energieverbrauchs. Solaranlagen auf den Dächern liefern zusätzlichen Strom. Damit folgt das Museum dem klaren Nachhaltigkeitsziel seiner Trägerin, der Kreissparkasse Köln, den CO2-Fußabdruck kontinuierlich zu verringern.

Mit dieser Wiedereröffnung schreibt das Käthe Kollwitz Museum Köln ein neues Kapitel in seiner Geschichte. Es ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein Raum der lebendigen Auseinandersetzung mit einer Künstlerin, deren Werk aktueller ist denn je.

Tags: Bildhauer, Druckgraphik, Impressionismus, Käthe Kollwitz, Schwarzweißfotografie‎, Skulpturen, Symbolismus, Zeichnungen

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag  10:00 bis 18:00 UhrSamstag und Sonntag  11:00 bis 18:00 UhrFeiertage  11:00 bis 18:00 UhrMontag  geschlossen
Eintrittspreiseregulär  EUR 5,00