Ouriel Morgensztern
Ouriel Morgensztern – Mit freundlicher Genehmigung von: hortencollection / Heidi Horten Collection

Wann: 21.10.2025 - 12.04.2026

ORT – Ouriel Morgensztern in der Heidi Horten Collection

Mit „ORT“ widmet die Heidi Horten Collection ihre zweite Interventions-Ausstellung dem Wiener Fotografen Ouriel Morgensztern. Im Mittelpunkt steht eine sehr persönliche und intime Auseinandersetzung mit dem Gebäude selbst. Morgensztern nähert sich der Architektur des Hauses nicht über das große Ganze, sondern über das Fragment, über das Licht, über den Schatten.

„Nicht das Ganze nimmt Morgensztern in den Blick, sondern das Detail, das – durch extremen Aus- und Anschnitt, durch Licht und Schatten verfremdet – eine ganz eigene formale und ästhetische Qualität gewinnt.“

Dieser Zugang ist bewusst subjektiv und eröffnet eine neue Wahrnehmungsebene. Der Künstler verzichtet auf das Sichtbare zugunsten des Spürbaren. Die Architektur ist in seinen Bildern präsent und gleichzeitig abwesend. Dasselbe gilt für die Besucher und die Kunstwerke: physisch nicht im Bild, aber dennoch Teil des fotografischen Narrativs.

„Die Architektur des Hauses ist in seinen Fotografien an- und zugleich abwesend. Dies gilt ebenso für die Besucher:innen und die Kunst, für die das Haus errichtet wurde. Auch sie sind trotz physischer Abwesenheit stets präsent.“

Ouriel Morgensztern beherrscht das Spiel mit Dualitäten – mit Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Präsenz und Leere. Dieser künstlerische Ansatz zieht sich durch sein gesamtes Werk. Auch in einem seiner jüngsten Projekte, bei dem er den Schauplätzen des legendären Films „Der dritte Mann“ in Wien folgt, wird dieses Prinzip spürbar.

„Die Titelfigur Harry Lime ist, da tot geglaubt, über weite Strecken im Film abwesend und dennoch Handlungsträger des Films – wie das Haus der Heidi Horten Collection: Es ist anwesend und abwesend zugleich.“

Die Ausstellung „ORT“ ist nicht nur eine fotografische Intervention, sondern eine Einladung zur Reflexion. Ouriel Morgensztern verwandelt die Heidi Horten Collection in ein ästhetisches Spannungsfeld zwischen Sein und Nicht-Sein, zwischen sichtbarer Struktur und emotionaler Resonanz. Ein stilles, poetisches Porträt eines Hauses – und der Kunst, die in ihm lebt.

 

Tags: Farbfotografie

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