Ab dem 11. Oktober 2025 widmet das Museion Bozen der französischen Künstlerin Nicola L. eine große Retrospektive. Unter dem Titel „I Am The Last Woman Object“ wird bis zum 1. März 2026 das vielschichtige Werk einer der radikalsten Stimmen der internationalen Kunstszene präsentiert.
„La mostra rappresenta un’occasione unica per esplorare la pratica multidisciplinare dell’artista, che si manifesta in una sorprendente varietà di linguaggi: dalla scultura al collage, dalla pittura al disegno, fino alla performance e al film.“
Nicola L. (1932–2018) war eine Künstlerin, die zwischen Marokko, Paris, Brüssel, Ibiza und New York lebte und arbeitete. Ihr Schaffen, seit den 1960er-Jahren entwickelt, ist spielerisch und zugleich von einem zutiefst politischen Anspruch getragen. „La sua pratica – spesso associata alla Pop Art, al Nouveau Réalisme, al femminismo e al design – intreccia anche temi quali la cosmologia, la spiritualità, la sessualità, l’ambientalismo e la resistenza politica.“
Berühmt wurde Nicola L. durch ihre skulpturalen Möbel und anthropomorphen Objekte, die ironisch und subversiv die gesellschaftlichen Machtverhältnisse im Privaten kommentieren. Werke wie „Little TV Woman: I Am the Last Woman Object“ (1969) oder die Serie der Femmes Commodes (1969–2014) gehören heute zu den Ikonen feministischer Kunstgeschichte.
Ihr künstlerisches Leitmotiv war die Aufhebung von Grenzen – zwischen Körper und Raum, zwischen Individuum und Kollektiv. Die sogenannten „pénétrables“ laden Besucher ein, physisch in andere Körper und Rollen einzutreten und eröffnen so eine neue Perspektive auf Solidarität und kollektives Handeln.
„L’esempio più significativo è la sua emblematica Fur Room (1970/2020), una ricostruzione della quale sarà accessibile in mostra.“
Mit dieser umfassenden Retrospektive präsentiert das Museion erstmals in Italien das Gesamtwerk von Nicola L. und setzt damit ein starkes Zeichen für die Aktualität einer Künstlerin, die konsequent die Frage nach Freiheit, Körperlichkeit und sozialem Miteinander gestellt hat.