Eine Hommage an Denken, Kunst und Menschlichkeit – 9.–11. Oktober 2025, Wien
Wien – Vom 9. bis 11. Oktober 2025 verwandelt sich die VHS Kulturgarage in der Am-Ostrom-Park 18, 1220 Wien, in einen Ort der Kunst, Kultur, des Wissens, des Dialogs und der Teilhabe. Die Veranstaltung erinnert an den Historiker, Kulturwissenschaftler, Anthropologen, Humanisten und Künstler Christian Ehalt, dessen Denken und Wirken weit über akademische Grenzen hinausreichte.
Während dieser drei Tage begegnen sich Weggefährten, Künstler, Wissenschaftler, Freunde und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, um in Ausstellung, Lesungen und künstlerischen Performances zentrale Themen seines Lebenswerks aufzugreifen und weiterzuführen.
Die Ausstellung zeigt Werke von Christian Ehalt, Ulrich Gansert, Rudolf Svoboda, Herbert Pasiecznyk, Virgilius Moldovan, Gotthard Fellerer, Talos Kedl und Gerti Hopf sowie Arbeiten der Keramik-Gruppe der Werkstatt und Tagesstruktur Jugend am Werk aus dem 3. Bezirk unter der Leitung von Mascha Bogen.
Eine Veranstaltung der kleinen galerie und der Wiener Volkshochschulen, mit freundlicher Unterstützung der Wien 3420 AG und der Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“ (Francis Picabia) – Mit diesem Zitat beginnt der Abend des 9. Oktober. Nach einer Führung durch die Ausstellung eröffnen Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Barbara Mithlinger (Leiterin kleine galerie), Karl Dworschak (Direktor VHS Donaustadt) und Herbert Schweiger (Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen GmbH) die Schau. Über Christian Ehalt spricht Daniela Strigl. Es folgt die Präsentation des Buches „Nützliche Theorie für brauchbare Praxis. Manifest für soziale Gerechtigkeit und Solidarität“ von Hubert Christian Ehalt, vorgestellt von Richard Pils, Verlag Bibliothek der Provinz, mit einer Lesung von Peter Bocek.
Am Freitag, 10. Oktober, steht das Motto „Sapere aude! Wage zu wissen!“ (Immanuel Kant) im Mittelpunkt. Nach einer Führung durch die Ausstellung sprechen Hannes Stekl, Annemarie Steidl, Margareth Lanzinger und Andreas Schwarcz über Christian Ehalts Wirken in der Universitäts- und Erwachsenenbildung. Den Abend gestalten Chris Pichler und Barbara Mithlinger mit Liedern und Texten, begleitet von Atsuko Kawamura am Klavier. Konrad Paul Liessmann erinnert an Christian Ehalt, bevor Julya Rabinowich mit einer Lesung den Tag beschließt.
Der Samstag, 11. Oktober, widmet sich unter dem Leitgedanken „Il faut cultiver notre jardin“ (Voltaire) der neuen Aufklärung und der Ambivalenz der Wirklichkeit. Nach der Einführung von Gotthard Fellerer folgt eine Konzertperformance von Vera Lise Ihm am Klavier und Live Painting von Kris Katta. Danach steht die Lesung aus „Das neue Fernglas und andere Erzählungen aus Mexiko“ von Bruno Schwebel im Zentrum, vorgestellt von Alexander Emanuely, mit Beiträgen von Astrid Nischkauer und Christian Kloyber. Den Abschluss bildet das Plädoyer von Renée Gadsden sowie die Performance „Den Vorhang zu und alle Fragen offen“ (Bertolt Brecht), mit Tableaux Vivants und Mode von mood by Rennez, präsentiert von Gerti Hopf, Linde Waber, Julia Maurer, Bianca Ion, Christine Kern, Johanna Bierbach und Simone Kern.
Ein Wochenende der Erinnerung, der Begegnung und des Denkens – eine Hommage an Christian Ehalt, dessen Geist weiterlebt in den Stimmen, Bildern und Gedanken jener, die ihn begleitet haben.