Produktion: Förderkreis des Museum Berggruen Berlin e.V. Kurator und Sprecher: Dr. Gabriel Montua, Leiter des Museum BerggruenProduzent: Ute K. Kiehn, Geschäftsführung Förderkreis des Museum Berggruen Berlin e.V.… Weiterlesen
Anders Zorn: Schwedens Superstar in der Hamburger Kunsthalle
Ab dem 26. September 2025 widmet sich die Hamburger Kunsthalle in einer großen Ausstellung dem schwedischen Jahrhunderttalent Anders Zorn (1860–1920) – einem Künstler, der um 1900 zu den bekanntesten Malern der Welt zählte. Mit über 150 Werken – darunter berühmte Gemälde, selten gezeigte Aquarelle, meisterhafte Radierungen und plastische Arbeiten – wird Zorns Schaffen in einem repräsentativen Überblick gezeigt. Ein Ereignis, das sowohl kunsthistorisch als auch kulturpolitisch von internationaler Strahlkraft ist.
„Anders Zorn galt zum Beginn des 20. Jahrhunderts als Malerstar und kann nun in der Hamburger Kunsthalle wiederentdeckt werden. Die Ausstellung macht auch die tiefe Verbundenheit des impressionistischen Malers zur Hansestadt deutlich: 1891 hielt er sich in Hamburg auf und schuf atmosphärische Ansichten des Hafens. Für ihn war der Hafen immer ein Ort des Aufbruchs und der Weltoffenheit.“ – Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien
Zorn war ein Kosmopolit, der den Puls der Zeit spürte: In London, Paris und den USA avancierte er zum gefragten Porträtisten der High Society – bis hin zu zwei US-Präsidenten. Gleichzeitig blieb er seiner schwedischen Heimat Dalarna zutiefst verbunden. Werke wie das berühmte „Mittsommertanz“ (1897) stehen für ein nationales Bild von Schweden, das bis heute wirksam ist.
„Die Kunst Anders Zorns berührt – durch ihr Licht, ihre Lebendigkeit und ihre tiefe Menschlichkeit. Für Schweden ist er ein kulturelles Symbol, für die Welt ein großer Maler mit einer universellen Sprache. Dass sein facettenreiches Werk nun in der Hamburger Kunsthalle präsentiert wird, erfüllt mich mit großer Freude. Diese Ausstellung ist nicht nur eine Feier der Kunst, sondern auch ein schönes Zeichen der Verbundenheit zwischen Schweden und Deutschland.“ – I. E. Veronika Wand-Danielsson, Botschafterin Schwedens in Deutschland
Zorn zeigte sich als Virtuose des Lichts und der Bewegung. Seine Werke wirken spontan, leicht, beinahe flüchtig – und sind doch technisch höchst durchdacht. Neben impressionistischen Momenten offenbaren sich in seinem Oeuvre Bezüge zur Salonmalerei, zum Naturalismus und zur nordischen Symbolik. In Hamburg werden eindrucksvolle Porträts, stimmungsvolle Landschaften, Aktdarstellungen in der Natur sowie Stadtansichten aus Paris, London, Venedig – und eben Hamburg – zu sehen sein.
Ein Höhepunkt der Ausstellung ist die Präsentation der Hafenbilder, die Zorn 1891/92 auf Einladung von Alfred Lichtwark, dem damaligen Direktor der Kunsthalle, schuf. Damit war Zorn der erste internationale Künstler, den Lichtwark für die neu gegründete „Sammlung von Bildern aus Hamburg“ gewinnen konnte.
Die Ausstellung gliedert sich in acht thematische Kapitel und zeigt eindrucksvoll die Wandelbarkeit Zorns. Sie beleuchtet seine Anfänge als gefeierter Aquarellist, seine Meisterschaft in der Ölmalerei sowie seine letzten, introspektiven Werke. In Bildern wie „Mitternacht“ (1891) oder „Eine Mutter zieht ihr Kind an“ (1888) lässt sich die Suche nach einem natürlichen, ungekünstelten Ausdruck der menschlichen Existenz erkennen.
Das begleitende Vermittlungsprogramm richtet sich an alle Generationen. In der App der Kunsthalle stehen Audiotouren auf Deutsch und Englisch sowie ein Kinder-Audioguide bereit. Der interaktive Vermittlungsraum mit Blick auf die Binnenalster lädt zum eigenen künstlerischen Schaffen ein – inklusive digitaler Aquarell- und Ölmalstationen. Kreative Porträts und kritische Reflexionen über Kleidung, Identität und Repräsentation eröffnen neue Perspektiven auf Zorns Werk.
Am 23. Oktober 2025 findet der Abend „Salon Anders Anders“ statt – mit Live-Musik, Performances und queeren Perspektiven auf das Werk Zorns. Unter dem Motto „Critical Whiteness“ wird das Publikum eingeladen, sich aktiv mit Fragen von Repräsentation, Idealbildern und Machtstrukturen auseinanderzusetzen.
Ein reich bebilderter Katalog (312 Seiten, Hirmer Verlag) begleitet die Ausstellung und ist im Museumsshop sowie im Buchhandel erhältlich. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Fundación MAPFRE, Madrid, wo sie ab dem 19. Februar 2026 ebenfalls zu sehen sein wird.
Ein einzigartiger Blick auf Anders Zorn – jenseits von Klischees und nationaler Ikonografie. In Hamburg trifft kosmopolitisches Flair auf nordische Tiefe.
10:00–18:00
Hamburger Kunsthalle, Öffnungszeiten am Dienstag
Produktion: Förderkreis des Museum Berggruen Berlin e.V. Kurator und Sprecher: Dr. Gabriel Montua, Leiter des Museum BerggruenProduzent: Ute K. Kiehn, Geschäftsführung Förderkreis des Museum Berggruen Berlin e.V.… Weiterlesen
HELLO IMAGE – Die Inszenierung der Dinge
Ein erfolgreiches Produkt lebt von starken Bildern und ihrer Wirkung. In Kampagnen und Fotostrecken wird es gezielt in Szene gesetzt. Doch wie entsteht diese visuelle Sprache? Wie arbeiten Designer, Fotografen, Grafiker und Unternehmen zusammen? Wer prägt das Erscheinungsbild einer Marke – und wie kommt das bei uns an?
Mit der Ausstellung „Hello Image. Die Inszenierung der Dinge“ widmet sich die Hamburger Kunsthalle der faszinierenden Beziehung zwischen Design, Fotografie und… Weiterlesen
ModegalerieDer 1966 entworfene und 1985 eröffnete Bau des Kunstgewerbemuseums von Rolf Gutbrod wurde vom Architekturbüro Kuehn Malvezzi in einigen Teilen… Weiterlesen
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