Parallel dazu erscheint der neue Bildband „Thomas Hoepker – DDR / East Germany – Colour Works 1972–1990“, der mit 145 Fotografien – viele davon erstmals veröffentlicht – einen umfassenden Blick auf Hoepkers Farbarbeiten in der DDR eröffnet. Ergänzend präsentiert der Verlag eine streng limitierte Vorzugsausgabe mit einer originalen Fotografie im Format 35 × 50 cm, gemeinsam mit dem Bildband und Zertifikat in einer eleganten Leinenbox. Bis 1. Dezember ist sie zum Subskriptionspreis von 1.250€ erhältlich.
1974 wurde Hoepker als erstem westdeutschen Fotografen offiziell erlaubt, in der DDR zu arbeiten. Er zog nach Ost-Berlin, bereiste das gesamte Land und berichtete bis 1976 gemeinsam mit Eva Windmöller für das stern-Magazin über das Leben der Menschen. Seine Farbfotografien, die bis 1990 entstehen, erzählen mit Empathie, Präzision und einem unverwechselbaren Humor vom Alltag in einem Staat, dessen Bild nach außen festgelegt schien – und doch so viele Schichten verbarg.
In diesen Arbeiten gelingt es Hoepker, ein alternatives Bild der DDR zu entwerfen, eines jenseits der staatlichen Bildsprache, das die Menschen in ihrer eigenen Würde und Farbigkeit zeigt. Besonders die Aufnahmen der Wendezeit machen ihn zu einem Chronisten des Verschwindens, einem Zeugen jener historischen Momente, in denen die Zeit selbst zu knistern schien.