Galerie Thomas Fuchs – Wintereröffnung mit Jeremy Jaspers
In der klaren Dezemberluft Stuttgarts eröffnet die Galerie Thomas Fuchs ihre Winterausstellung mit einer jener stillen, aber elektrisierenden Gesten, die den Kunstkalender der Stadt seit Jahren prägen. Am Freitag, 05.12.2025, versammelt sich das Publikum in der Augustenstraße 63, wo die Galerie den belgischen Maler Jeremy Jaspers willkommen heißt. Seine Präsenz vor Ort verleiht der Eröffnung jene unmittelbare Spannung, die entsteht, wenn ein Künstler mit seinem eigenen Werk in einen lebendigen Dialog tritt.
Jeremy Jaspers bewegt sich in einer künstlerischen Sprache, die zwischen figurativer Malerei, urbanem Realismus und zeitgenössischer, atmosphärischer Erzählung oszilliert. Seine Bildwelt atmet jene fragile Balance zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Nähe und Distanz, die seine Arbeiten unverwechselbar macht.
Sein Stil zeichnet sich durch eine expressive Pinselführung aus; er nutzt lebendige Farben ebenso wie gedämpfte, beinahe flimmernde Töne, um Szenen zwischen Intimität, urbaner Isolation und subtiler sozialer Spannung zu formen. Jede Leinwand wirkt wie ein eingefrorener Moment, der nicht zum Stillstand gekommen ist, sondern innerlich weiter pulsiert.
Die Ausstellung, die vom 05.12. bis 27.12.2025 zu sehen ist, betont jene besondere Handschrift, für die Jaspers in den vergangenen Jahren internationale Aufmerksamkeit erhielt. Seine Werke sind keine bloßen Porträts oder Momentaufnahmen, sondern Verdichtungen von Wahrnehmung, Energie und jener existenziellen Frage, die im Titel mitschwimmt: Wer sieht wen, und was bedeutet dieser Blick?
Wer die Kraft der zeitgenössischen Malerei nicht nur betrachten, sondern erleben möchte, findet in „The Gaze“ einen idealen Auftakt für den Winter.