v.l.n.r.  Nadim Vardag, Msgr. Otto Mauer Preisträger 2025, und Nikolaus Krasa, Delegat des Apostolischen Administrators, © kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
v.l.n.r. Nadim Vardag, Msgr. Otto Mauer Preisträger 2025, und Nikolaus Krasa, Delegat des Apostolischen Administrators, © kathbild.at / Franz Josef Rupprecht – Mit freundlicher Genehmigung von: otto-mauer-fonds.at / Otto Mauer Fonds

Wann: 12.02.2026 - 14.03.2026

Dr. lic. Nikolaus Krasa, Delegat des Apostolischen Administrators übergab gestern Abend an Nadim Vardag den Msgr. Otto Mauer-Preis für bildende Kunst 2025

Wien, 28.  November 2025

In Weiterführung des Anliegens von Msgr. Otto Mauer (1907–1973), der durch sein Engagement für zeitgenössische Kunst und junge Künstler:innen internationale Anerkennung gefunden hat, übergab der Otto Mauer Fonds gestern Abend zum 45. Mal den Msgr. Otto Mauer-Preis für bildende Kunstan den in Regensburg geborenen und in Wien lebenden und arbeitenden Künstler Nadim Vardag.

Das Preisgeld wurde angehoben: Erstmals beinhaltet der Msgr. Otto Mauer Preis in diesem Jahr ein Preisgeld von € 15.000. Der Preis ist außerdem mit einer Ausstellung des Preisträgers im JesuitenFoyer sowie umfangreicher Pressearbeit verbunden. Im Interesse der Fortführung der Sammlung Otto Mauer im Dom Museum Wien beabsichtigt der Otto Mauer Fonds eine repräsentative Arbeit des Preisträgers zu erwerben.

Nadim Vardag, Untitled (Exhibition Display), 2022, Buchenholz, je 275 × 554 × 279 cm, Foto: Nadim Vardag, © Bildrecht, Wien, 2025 / Nadim Vardag
Nadim Vardag, Untitled (Exhibition Display), 2022, Buchenholz, je 275 × 554 × 279 cm, Foto: Nadim Vardag, © Bildrecht, Wien, 2025 / Nadim Vardag – Mit freundlicher Genehmigung von: otto-mauer-fonds.at / Otto Mauer Fonds

Begründung der Jury

Die Jury des Msgr. Otto Mauer Preises für bildende Kunst 2025, bestehend aus Andreas Fogarasi (Künstler, Msgr. Otto Mauer Preisträger 2016), Kathrin Rhomberg (Künstlerische Leiterin, Kontakt Sammlung, Wien), Stella Rollig (Generaldirektorin und Wissenschaftliche Geschäftsführerin, Belevedere, Wien)  Johanna Schwanberg (Direktorin, Dom Museum Wien), Pater Gustav Schörghofer SJ, (Vorsitzender der Jury, Rektor der Jesuitenkirche Wien, Künstler:innenseelsorger)und Esther Stocker (Künstlerin, Msgr. Otto Mauer Preisträger 2004) entschied, den diesjährigen Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst Nadim Vardag zuzuerkennen.

„In seiner gut zwei Jahrzehnte umspannenden Ausstellungstätigkeit geht Nadim Vardag immer wieder auf die Bedeutung des Gezeigten in seiner Beziehung zur Art und Weise des Zeigens ein. Zeichnerische Arbeiten befassen sich mit der Technik von Projektionen, installative Arbeiten mit der Bedeutung von Projektionsflächen. Die Spannung zwischen Helle und Dunkelheit, Licht und Dunkel als Raum des Erscheinens von Bildern im Film und in der Arbeit auf Papier spielt dabei eine wichtige Rolle. 

Die Kunst von Nadim Vardag bringt auf eine außerordentlich präzise und konzentrierte Weise einen Bereich des Kunstwerks zur Darstellung, der allem in Kunstwerken gegenständlich Gegebenen vorgegeben ist, nämlich die Bedingung der Möglichkeit des Erscheinens von Gegenständen schlechthin. Der Ökonomie der Aufgeregtheit setzt Nadim Vardag eine subversive Ruhe entgegen, eine Konzentration auf die ästhetischen und sozialen Bedingungen des Zeigens, des Ausstellens, des Öffentlich-Machens. Somit ist die präzise Aufmerksamkeit im Schaffen von Nadim Vardag nicht nur ästhetisches Werkzeug, sondern direkte, menschliche Kommunikation. Das Betrachten dieser Kunst ist daher auch eine Einübung in ein kritisches Verständnis gegenwärtiger Bildproduktion. Denn die Kunst von Nadim Vardag ist geprägt von einem konsequenten Engagement für eine Präzision des Blicks auf Bilder, ihre Herstellung und ihre Präsentation in der Öffentlichkeit.“

Nadim Vardag, Untitled, 2019/2020/2021, Kaltnadelradierung, 65 × 50 cm, Foto: Nadim Vardag, © Bildrecht, Wien, 2025 / Nadim Vardag
Nadim Vardag, Ausstellungsansicht, New Toni, Berlin, 2021, Foto: Nadim Vardag, © Bildrecht, Wien, 2025 / Nadim Vardag
Nadim Vardag, Untitled, 2019/2020/2021, Kaltnadelradierung, 65 × 50 cm, Foto: Nadim Vardag, © Bildrecht, Wien, 2025 / Nadim Vardag • Nadim Vardag, Ausstellungsansicht, New Toni, Berlin, 2021, Foto: Nadim Vardag, © Bildrecht, Wien, 2025 / Nadim Vardag – Mit freundlicher Genehmigung von: otto-mauer-fonds.at / Otto Mauer Fonds

Ausstellung mit Werken von Nadim Vardag im JesuitenFoyer

Vom 12. Februar bis 14. März 2026 zeigt der Msgr. Otto Mauer Preisträger 2025 Nadim Vardag ausgewählte Arbeiten im JesuitenFoyer in der Bäckerstraße 18, 1010 Wien.

Die Eröffnung findet am Mittwoch, den 11. Februar 2026 um 18.00 Uhr statt. 

Öffnungszeiten jeweils am Donnerstag und Freitag von 16 bis 18 Uhr und am Samstag von 11 bis 13 Uhr. Eintritt frei.

Bisherige Preisträger*innen

Seit 1981 verleiht der Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst. Der Fonds wurde von Kardinal Dr. Franz König und dem Erben Msgr. Otto Mauers, Prälat Dr. Karl Strobl, gegründet. Aufgabe der Einrichtung ist es, das besondere Anliegen von Monsignore Otto Mauer, den Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft lebendig zu halten und weiterzuführen.

In den vergangenen Jahren waren rund 120 prominente Vertreter*innen aus dem zeitgenössischen Kunstbereich – Künstler*innen, Kurator*innen, Museumsdirektor*innen und Journalist*innen – in der alljährlich wechselnden Jury vertreten.

Folgende Künstler:innen haben den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst erhalten: 

Alfred Klinkan (1981), Gottfried Mairwöger (1982), Erwin Bohatsch (1983), Erwin Wurm (1984), Gunter Damisch (1985), Franz West (1986), Gustav Troger (1987), Peter Kogler (1988), Brigitte Kowanz (1989), Christoph Luger (1990), Martin Walde (1991), Lois Renner (1992), Heimo Zobernig (1993), Tobias Pils (1994), Maria Hahnenkamp (1995), Otto Zitko (1996), Aglaia Konrad (1997), Gregor Zivic (1998), Manfred Erjautz (1999), Florian Pumhösl (2000), Michael Kienzer (2001), Dorit Margreiter (2002), Simon Wachsmuth (2003), Esther Stocker (2004), Jun Yang (2005), Bernhard Fruehwirth (2006), Ursula Mayer (2007), Isa Rosenberger (2008), Siggi Hofer (2009), Katrina Daschner (2010), Kamen Stoyanov (2011), Ralo Mayer (2012), Luisa Kasalicky (2013) Nilbar Güreş (2014), Catrin Bolt (2015), Andreas Fogarasi (2016), Toni Schmale (2017), Anna Witt (2018), Alfredo Barsuglia (2019), Barbara Kapusta (2020), Katrin Hornek (2021), Maruša Sagadin (2022), Belinda Kazeem-Kamiński (2023) und Cäcilia Brown (2024).

Otto Mauer Fonds Projektförderung 2025

Neben der jährlichen Vergabe des Msgr. Otto Mauer Preises fließt der weitaus größte Teil der Mittel des Otto Mauer Fonds in Projektförderungen in den Bereichen bildende Kunst, Film, Musik, Theater, Wissenschaft und Erwachsenenbildung.

2025 förderte der Otto Mauer Fonds u.a. die künstlerischen Arbeiten von Bernadette Anzengruber, Elisabeth Kihlström, Lena Violetta Leitner-Stojanov und Andrea Zabric.

Der OMF unterstützte die gemeinsame Ausstellung von Laura Wagner und Assaf Evron (kuratiert von Michael Strasser) im @parkingspace, die Aussstellung „pay the artist now!“ in der IG Bildende Kunst sowie das Ausstellungsprogramm im „new jörg“ und die von Msgr. Otto Mauer Preisträger Siggi Hofer kuratierten Ausstellungen the artist’s intelligence und Alaska im Kunstverein Schattendorf.

Nadim Vardag,  Untitled, 2009, Tischgestelle, Stoff, 264 × 405 × 288 cm, Foto: Nadim Vardag, © Bildrecht, Wien, 2025 / Nadim Vardag
Nadim Vardag, Untitled, 2009, Tischgestelle, Stoff, 264 × 405 × 288 cm, Foto: Nadim Vardag, © Bildrecht, Wien, 2025 / Nadim Vardag – Mit freundlicher Genehmigung von: otto-mauer-fonds.at / Otto Mauer Fonds

Weiters erhielten „UBU BAABU: ANTI UBU“, ein Community Projekt gegen Krieg und Faschismus, eine Zusage, sowie die Brunnenpassage (Residency von Msgr. Otto Mauer Preisträgerin Belinda Kazeem-Kaminski)

Finanziell unterstützt wurde das aktuelle Theaterprojekt von „Kreativ am Werk“ mit Christian Suchy, ein Theaterprojekt zu Helena Adler von Theater am Werk Petersplatz und eine Komposition von Peter Jakober. 

Im Bereich der Publikationen, Künstlerbücher und Monografien wurden Arman Aghayan (Publikation „Wen juckt das?“ zum Themenfeld Jugend, Männlichkeitsbildern und Migration), Sophie Dvořák, Thomas Feuerstein, Jennifer Katarina Gelardo, Lisa Großkopf, Jochen Höller, Magdalena Kreinecker, Roland Maurmair, Ute Müller, Georg Pinteritsch, Annelies Senfter, Michael Strasser und Borjana Ventzislavova für eine Förderung ausgewählt.

Aus den eingereichten Filmprojekten entschied sich der Vorstand für eine Förderung der Projekte von Hannes Böck (zu NS-Tatorten in Wien), Jana Lina Eberle, Carla Soares Guariglia, Susanne Jirkuff, Annja, Krautgasser, Alexandra Schreiber und Daniela-Katrin Strobl.

Im wissenschaftlichen Bereich wurde 2025 das Forum St. Stephan (Gesprächswoche Sprache und Macht) sowie in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses die interdisziplinäre Sommerakademie Brücken der Studienstiftung PRO SCIENTIA mitfinanziert.

Die einzelnen Projekte wurden mit 500 bis 10.000 Euro teilfinanziert.

Organisation
Otto Mauer Fonds, MMag Lisa Simmel MA, Geschäftsführerin
Währinger Straße 2-4, 1090 Wien
T +43 1 51 552 - 5103, E office@otto-mauer-fonds.at

Information www.otto-mauer-fonds.at

Informationen zu Nadim Vardag www.nadimvardag.com

Mag. Christina Werner, Neulinggasse 19/22, 1030 Wien, Austria

Tags: Nadim Vardag, Zeitgenössische Kunst, Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Otto Mauer Preis

Öffnungszeiten jeweils am Donnerstag und Freitag von 16 bis 18 Uhr und am Samstag von 11 bis 13 Uhr. Eintritt frei.