Der Fotograf aus Dresden ist heute noch wenig bekannt, doch sein Erfolg zu Lebzeiten war beträchtlich. Über 70 Fotobildbände, Prospekte und Postkarten belegen seinen Rang. Zeitweise war er der einzige selbstständige Fotograf, der im Grünen Gewölbe des Dresdner Residenzschlosses arbeiten durfte. Seine Aufnahmen dienen bis heute als unverzichtbare Grundlage bei der Wiederherstellung des historischen Grünen Gewölbes, bei der Identifizierung von Kunstgegenständen im Schloss Moritzburg und bei der Wiederherstellung des Lahmann-Sanatoriums.
Seit 2022 ist das Gesamtwerk von Paul Wolff vollständig digitalisiert. Es wird im »Archiv der Fotografen« der Deutschen Fotothek, im kunstwissenschaftlichen Fachinformationsdienst »arthistoricum.net« sowie in der Deutschen Digitalen Bibliothek präsentiert – frei zugänglich und an einem digitalen Ort vereint, der die ursprünglich getrennten Bestände zusammenführt. Auch die Broschüre »Der Fotograf Paul Wolff (1876–1947)« und eine Postkartenreihe können kostenfrei bezogen werden.
Diese Ausstellung ist eine Einladung, Wolffs Werk neu zu entdecken – als stillen, präzisen Chronisten einer Welt im Wandel, dessen Fotografien bis heute Licht auf die Vergangenheit werfen und ihre Konturen mit unbestechlicher Klarheit sichtbar machen.