Louise Bourgeois at her 1979 exhibition at Xavier Fourcade Gallery, New York © The Easton Foundation/Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Eeva Inkeri
Louise Bourgeois at her 1979 exhibition at Xavier Fourcade Gallery, New York © The Easton Foundation/Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Eeva Inkeri – Mit freundlicher Genehmigung von: hauserwirth.com / Gallery Hauser & Wirth

Wann: 03.12.2025 - 07.12.2025

Hauser & Wirth bringt Louise Bourgeois nach Miami: „Persistent Antagonism“ als seltenes Meisterwerk ihrer frühen Skulpturenkunst

Wenn Art Basel Miami Beach ihre Tore öffnet, weht durch die Hallen jener vertraute Wind aus Erwartung, Intensität und globaler Aufmerksamkeit. 2025 jedoch trägt er eine besonders feine Note, denn Hauser & Wirth präsentiert am Stand D11 ein Werk, das wie ein Puls der Moderne schlägt: Louise Bourgeois’s „Persistent Antagonism“ (1946–1948), ein Schlüsselstück aus der bahnbrechenden Serie der „Personages“, mit der die Künstlerin ihren Eintritt in die Welt der Skulptur fand. Zugleich steht die Präsentation in einem dialogischen Spannungsfeld mit ihrer Ausstellung „Gathering Wool“ in New York, wodurch sich ein transatlantisches Echo entfaltet – jenes Echo, das Bourgeois’ Werk seit Jahrzehnten begleitet.

Louise Bourgeois, Persistent Antagonism, 1946 – 48 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Elisabeth Bernstein
Louise Bourgeois, Mr. Follett: Nursery-Man, 1944 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo
Louise Bourgeois, Persistent Antagonism, 1946 – 48 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Elisabeth Bernstein • Louise Bourgeois, Mr. Follett: Nursery-Man, 1944 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo – Mit freundlicher Genehmigung von: hauserwirth.com / Gallery Hauser & Wirth

In diesen frühen Jahren ihrer amerikanischen Zeit begann Bourgeois, sich durch die Skulptur neu zu erfinden. „Persistent Antagonism“ ragt wie ein scharf gesetztes Ausrufezeichen in die Höhe – vertikal, zugespitzt, fast wie eine Figur, die zugleich antritt und zurückweicht. Hauser & Wirth beschreibt das Werk als ein außergewöhnliches Beispiel dieser frühen Schaffensphase, in der Bourgeois ihre eigenen inneren Distanzen materialisierte. Die „Personages“ seien, so das Haus, „physische Stellvertreter ihrer Liebsten“, geschaffen aus der Sehnsucht heraus, Menschen festzuhalten, die durch ihren Umzug von Paris nach New York plötzlich fern waren. Die Skulptur trägt diese Spannung offen: Acht fingerartige Formen hängen von ihrer Taille, ein körperliches Symbol jener Isolation, die Bourgeois später als Ursprung des titelgebenden „Antagonismus“ bezeichnete.

In Miami wird deutlich, wie radikal diese Figuren bis heute sprechen. Bourgeois verband körperliche Fragilität mit architektonischen Anklängen; die schlanke Silhouette von „Persistent Antagonism“ spiegelt nicht nur den Verlust, sondern auch die neue Welt wider, die sie umgab. Die Form erinnert an die vertikal aufstrebenden Türme New Yorks, während sie zugleich ein totemhaftes, beinahe phallisches Monument evoziert – ein Zeichen von Verletzlichkeit und Widerstand zugleich. Bourgeois fasste diese innere Spannung in Worte, die wie ein Schlüssel zu ihrem gesamten Œuvre wirken:
„The common characteristic of all these pieces is that they terminate in a point that expresses the fragility of verticality, and that represents a superhuman effort to hold oneself up.“
Louise Bourgeois [1]

Louise Bourgeois, Femme Couteau, 1982 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Elisabeth Bernstein
Louise Bourgeois, Femme Couteau, 1982 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Elisabeth Bernstein – Mit freundlicher Genehmigung von: hauserwirth.com / Gallery Hauser & Wirth

Dass „Persistent Antagonism“ heute als ikonisches Werk gilt, ist keine Übertreibung. Ursprünglich aus Balsaholz gefertigt und später in Bronze gegossen, befindet sich das Original in der Sammlung des San Francisco Museum of Modern Art. Es wurde bereits in den legendären Ausstellungen der Peridot Gallery 1949 und 1950 gezeigt – Präsentationen, die Bourgeois als skulpturale Stimme von internationalem Rang etablierten.

Vom 3. bis 7. Dezember kann das Werk nun erneut erlebt werden, eingebettet in die Energie der Art Basel Miami Beach und flankiert von ihrer parallelen New Yorker Ausstellung. Ein seltener Moment, in dem Vergangenheit, Gegenwart und psychologische Tiefe zusammenkommen – und Louise Bourgeois jene stille Wucht entfaltet, die nur ihre Skulpturen besitzen.

Louise Bourgeois, Each Thing Has Its Place, 2008 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Elisabeth Bernstein
Louise Bourgeois, Untitled, 2005 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Elisabeth Bernstein
Louise Bourgeois, Each Thing Has Its Place, 2008 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Elisabeth Bernstein • Louise Bourgeois, Untitled, 2005 © The Easton Foundation / Licensed by VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY. Photo: Elisabeth Bernstein – Mit freundlicher Genehmigung von: hauserwirth.com / Gallery Hauser & Wirth
Tags: Louise Bourgeois, Skulpturen, Figur, Moderne Kunst

Private Days (by invitation only)

Wednesday, December 3, 2025, 11am to 7pm, First Choice

Wednesday, December 3, 2025, 4pm to 7pm, Preview

Thursday, December 4, 2025, 11am to 7pm, First Choice and Preview

Thursday, December 4, 2025, 4pm to 7pm, Vernissage 

 

Public Days (access with a ticket or a VIP Card)

Friday, December 5, 2025, 11am to 6pm

Saturday, December 6, 2025, 11am to 6pm

Sunday, December 7, 2025, 11am to 6pm

 

Venue

Miami Beach Convention Center
1901 Convention Center Drive
Miami Beach, FL 33139