Eero Nelimarkka – schon der Name ruft die Weite Finnlands hervor, jene Landschaft, in der der Künstler seine unverwechselbare Stimme fand. Nun widmet das Ateneum eine große Ausstellung dem gesamten Lebenswerk dieses außergewöhnlichen Malers und eröffnet damit einen neuen, überraschend vielschichtigen Blick auf einen der beliebtesten Künstler des Landes. Die Schau erzählt zugleich die fast filmische Biografie eines Mannes, der als Sohn einer Wäscherin in Vaasa begann und sich mit unerschütterlicher Hingabe zu einer zentralen Figur der finnischen Kunst entwickelte.
Nelimarkka gilt als der große Darsteller der südostbottnischen Landschaften, doch die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie brillant er Menschen porträtierte. Seine zahlreichen Charakterporträts und Selbstbildnisse besitzen eine präzise, fast poetische Intensität. In vielen seiner Kompositionen liegt eine geheimnisvolle Spannung, ein Hauch von magischem Realismus. Die Motive sind einfach – ein Paar Schuhe, das auf dem Boden steht, ein Stapel Hüte, alltägliche Dinge – und doch spürt man, dass sie mehr bedeuten. Es ist, als läge in diesen Bildern etwas Unsichtbares, das sich der Betrachter nur annähern kann.