Eero Nelimarkka: Self-Portrait (1922). Finnish National Gallery Collection / Ateneum Art Museum. Photo: Finnish National Gallery / Hannu Pakarinen.
Eero Nelimarkka: Self-Portrait (1922). Finnish National Gallery Collection / Ateneum Art Museum. Photo: Finnish National Gallery / Hannu Pakarinen. – Mit freundlicher Genehmigung von: ateneum.fi / Ateneum Art Museum

Wann: 13.03.2026 - 13.09.2026

Eero Nelimarkka – schon der Name ruft die Weite Finnlands hervor, jene Landschaft, in der der Künstler seine unverwechselbare Stimme fand. Nun widmet das Ateneum eine große Ausstellung dem gesamten Lebenswerk dieses außergewöhnlichen Malers und eröffnet damit einen neuen, überraschend vielschichtigen Blick auf einen der beliebtesten Künstler des Landes. Die Schau erzählt zugleich die fast filmische Biografie eines Mannes, der als Sohn einer Wäscherin in Vaasa begann und sich mit unerschütterlicher Hingabe zu einer zentralen Figur der finnischen Kunst entwickelte.

Nelimarkka gilt als der große Darsteller der südostbottnischen Landschaften, doch die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie brillant er Menschen porträtierte. Seine zahlreichen Charakterporträts und Selbstbildnisse besitzen eine präzise, fast poetische Intensität. In vielen seiner Kompositionen liegt eine geheimnisvolle Spannung, ein Hauch von magischem Realismus. Die Motive sind einfach – ein Paar Schuhe, das auf dem Boden steht, ein Stapel Hüte, alltägliche Dinge – und doch spürt man, dass sie mehr bedeuten. Es ist, als läge in diesen Bildern etwas Unsichtbares, das sich der Betrachter nur annähern kann.

Eero Nelimarkka: From the Studio (1940). Finnish National Gallery Collection / Ateneum Art Museum, Ahlström Collection. Photo: Finnish National Gallery / Hannu Pakarinen.
Eero Nelimarkka: Villa in France (1920). Nelimarkka-Rahasto sr., Nelimarkka Museum. Photo: Aja Lund.
Eero Nelimarkka: From the Studio (1940). Finnish National Gallery Collection / Ateneum Art Museum, Ahlström Collection. Photo: Finnish National Gallery / Hannu Pakarinen. • Eero Nelimarkka: Villa in France (1920). Nelimarkka-Rahasto sr., Nelimarkka Museum. Photo: Aja Lund. – Mit freundlicher Genehmigung von: ateneum.fi / Ateneum Art Museum

Zum ersten Mal präsentiert das Ateneum eine umfassende Ausstellung, die Nelimarkkas gesamtes künstlerisches Schaffen zeigt. Neben Gemälden finden sich auch Zeichnungen und Fotografien aus seinem Leben. Die Werke stammen aus den Beständen der Finnischen Nationalgalerie sowie aus Museen und privaten Sammlungen im ganzen Land. So entsteht ein Panorama, das die Entwicklung eines Künstlers nachzeichnet, der sowohl dem ländlichen Süden als auch dem urbanen Helsinki verbunden war.

Sein Leben nahm 1918 eine entscheidende Wendung, als Nelimarkka Saima Alaviitala aus Alahärmä heiratete. Diese Verbindung öffnete ihm die Türen zu einer wohlhabenden Bauernkultur, die sein künstlerisches Sehen nachhaltig prägte. Ab 1933 lebte er im Lallukka-Künstlerhaus in Helsinki, einem Zentrum kreativer Energie. Und 1964 setzte er sich selbst ein Denkmal: Er gründete das Nelimarkka-Museum in Alajärvi, entworfen vom Architekten Hilding Ekelund. Heute fungiert es als regionales Kunstmuseum für Südostbottnien.

Kuratiert wird die Ausstellung von Riitta Ojanperä, Direktorin des Sammlungsmanagements der Finnischen Nationalgalerie. Ergänzt wird sie durch einen umfangreichen Ausstellungskatalog in Finnisch, Schwedisch und Englisch, herausgegeben von Marja Lahelma, Chefkuratorin des Ateneum. Unterstützt wird die Publikation von der Nelimarkka-Stiftung, und das Nelimarkka-Museum, das Kunstmuseum Südostbottnien, ist ein enger Partner dieser großen Schau.

Eero Nelimarkka: Shoes (1922). Private Collection, Nelimarkka Museum. Photo: Aja Lund.
Director of collections management at the Finnish National Gallery, Riitta Ojanperä. Photo: Finnish National Gallery / Jenni Nurminen.
Eero Nelimarkka: Shoes (1922). Private Collection, Nelimarkka Museum. Photo: Aja Lund. • Director of collections management at the Finnish National Gallery, Riitta Ojanperä. Photo: Finnish National Gallery / Jenni Nurminen. – Mit freundlicher Genehmigung von: ateneum.fi / Ateneum Art Museum

So lädt diese Ausstellung dazu ein, einen Künstler neu zu entdecken, dessen stille Poesie und geheimnisvolle Bildsprache heute intensiver wirken denn je.

Eero Nelimarkka: Ostrobothnian Plains (1964). Art Collection Timo Korkiamäki. Photo: Aja Lund.
Eero Nelimarkka: Ostrobothnian Plains (1964). Art Collection Timo Korkiamäki. Photo: Aja Lund. – Mit freundlicher Genehmigung von: ateneum.fi / Ateneum Art Museum
Tags: Eero Nelimarkka, Finnische Kunst, Realismus, Malerei, Riitta Ojanperä

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