Ausbildung erhält sie am renommierten California Institute of the Arts (CalArts) in Valencia sowie an der Cooper Union in New York, wo sie mit feministischen Theorien, Performancekunst und experimentellen Formen der Malerei in Berührung kommt. Diese Phase prägt ihre Sensibilität für Machtstrukturen, Körperpolitiken und die Darstellung weiblicher Erfahrung im Kunstbetrieb.
Seit den späten 1980er-Jahren verfolgt Williams einen Weg, der sie zu einer der schärfsten Kritikerinnen patriarchaler Bildtraditionen macht. Ihre frühen Arbeiten wirken radikal, oft roh und von comicartigen Schwarzweiß-Kontrasten getragen. Gewalt gegen Frauen, Misogynie und sexualisierte Dominanz werden als direkte, schonungslos offene Bildsprache sichtbar. In den 1990er-Jahren wendet sie sich einer gestisch-abstrakten Malerei zu, die scheinbar ornamentale All-over-Strukturen entwickelt. Doch unter der vibrierenden Farbigkeit bleiben Körper, Verletzbarkeit und Machtverhältnisse erkennbar. Williams spielt virtuos mit Nähe und Distanz: Was zunächst abstrakt wirkt, offenbart sich im Detail als menschliche Fragilität oder als ironische Brechung männlicher Heroisierungen.