Die Galerie präsentiert derzeit vier ausgewählte Kreuz-Arbeiten, entstanden zwischen 1980 und 1995. In ihrer Gegenüberstellung offenbaren sie die ganze Bandbreite von Rainers Herangehensweise: die Schichtung und Verdichtung des Farbmaterials, das oszillierende Verhältnis zwischen strenger Konstruktion und beinahe vollständiger Auflösung der Form, die Spannung zwischen Kontrolle und Kontrollverlust. Jedes Werk ist Zeugnis eines prozesshaften Arbeitens, das weniger auf Ergebnis als auf Intensität zielt.
Die Arbeiten sind noch bis Freitag, den 30. Januar 2026, in der Galerie zu sehen. Sie laden dazu ein, innezuhalten und sich auf eine Malerei einzulassen, die keine Antworten gibt, sondern Fragen stellt – radikal, kompromisslos und von einer eindringlichen stillen Kraft, die gerade im winterlichen Wien ihre volle Wirkung entfaltet.