Lee Miller, Nusch Éluard by the side of a car, Golfe Juan, France 1937 © Lee Miller Archives, England 2025. All rights reserved. leemiller.co.uk
Lee Miller, Nusch Éluard by the side of a car, Golfe Juan, France 1937 © Lee Miller Archives, England 2025. All rights reserved. leemiller.co.uk – Mit freundlicher Genehmigung von: findart /

Wann: 19.12.2025 - 27.03.2026

Le mostre e gli eventi da non perdere in Italia durante le feste

Die Feiertage in Italien werden zu einer Reise durch Bilder, Körper, Mythen und Erinnerungen. Von Turin bis Orani, von der Fotografie des 20. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Installation entfaltet sich ein Ausstellungsparcours, der das Sehen schärft und den Blick weitet. Museen und Ausstellungshäuser öffnen ihre Räume für Erzählungen, die Geschichte und Gegenwart miteinander verweben.

In Turin führt die Ausstellung „Lee Miller. Opere 1930–1955“ durch mehr als zwei Jahrzehnte eines außergewöhnlichen fotografischen Werks. Über 160 Fotografien aus den Lee Miller Archives zeigen eine Künstlerin, die zwischen den Kontinenten lebte und arbeitete und deren Blick zugleich dokumentarisch und zutiefst persönlich ist. Ein visuelles Tagebuch des 20. Jahrhunderts, das Intimität und Zeitgeschichte verbindet.

Fabrizio Ferri, Untitled #4 (serie ERA), dicembre 1995.  Courtesy l’artista  Crediti fotografici: Fabrizio Ferri
Collezione MAXXI. The Large Glass, foto © Musacchio, Pasqualini & Fucilla / MUSA, courtesy Fondazione MAXXI
Fabrizio Ferri, Untitled #4 (serie ERA), dicembre 1995. Courtesy l’artista Crediti fotografici: Fabrizio Ferri • Collezione MAXXI. The Large Glass, foto © Musacchio, Pasqualini & Fucilla / MUSA, courtesy Fondazione MAXXI – Mit freundlicher Genehmigung von: findart / Die wichtigsten Ausstellungen in Italien während der Feiertage 2025/2026

In Rovereto widmet sich das Mart mit „Sport. Le sfide del corpo“ dem Körper als Schauplatz von Leistung, Identität und Grenzerfahrung. Über 350 Werke und Archivmaterialien untersuchen, wie die bildenden Künste sportliche Bewegung interpretiert haben – nicht als reinen Rekord, sondern als Spannungsfeld zwischen Disziplin, Überschreitung und Selbstverständnis.

Das MAXXI in Rom präsentiert mit „The Large Glass“ eine Neuinterpretation seiner Sammlung. Der Künstler Alex Da Corte schafft Dialoge zwischen Kunst, Architektur und Fotografie und eröffnet damit neue Lesarten der Moderne und Gegenwart. Ein kuratorischer Ansatz, der das Museum als lebendigen Denkraum begreift.

Mailand rückt mit der ersten großen Einzelausstellung von Leonora Carrington im Palazzo Reale eine Künstlerin ins Zentrum, deren Werk Malerei, Schreiben und theoretische Reflexion verbindet. Mythen, ökologische Fragen, feministische Perspektiven und Spiritualität verschmelzen zu einem vielschichtigen Universum von überraschender Aktualität.

Leonora Carrington © Palazzo Reale Milano
Leonora Carrington © Palazzo Reale Milano – Mit freundlicher Genehmigung von: findart / Die wichtigsten Ausstellungen in Italien während der Feiertage 2025/2026

In Salerno lädt Martin Parr. Wow! zu einem spielerischen und zugleich kritischen Blick auf die Fotografie ein. Ironische Bildkombinationen und visuelle Brüche verwandeln das Staunen in ein Instrument der Analyse – zugänglich, direkt und voller subtilem Humor.

Certaldo Alto wird mit „Valentina Palazzari. Fiammetta“ zum Ort eines sensiblen Dialogs zwischen Geschichte und Gegenwart. Im Palazzo Pretorio verschränken sich industrielle Materialien und historische Architektur zu einem sinnlichen Parcours über Fragilität, Transformation und Zeit.

In Bologna zeichnet „Ugo La Pietra. La mia territorialità“ fünf Jahrzehnte künstlerischer und gestalterischer Forschung nach. Der Fokus liegt auf dem Verhältnis zwischen Individuum und urbanem Raum, auf dem Wohnen als Akt der Aneignung und Umdeutung des Alltäglichen.

Das Museo MA*GA in Gallarate widmet sich mit „Kandinsky e l’Italia“ der Entstehung der abstrakten Kunst und ihrer Wirkungsgeschichte. 130 Werke zeigen, wie Kandinskys Denken den europäischen und italienischen Kunstbegriff nachhaltig geprägt hat – bis in die Gegenwart hinein.

In Prato offenbart „Luigi Ghirri. Polaroid ’79–’83“ eine intime Seite des großen Fotografen. Die kleinen Polaroids verwandeln scheinbar Nebensächliches in präzise Bildgedanken und antizipieren zentrale Fragen der zeitgenössischen Fotografie.

Den Abschluss bildet in Orani die Ausstellung „Mona Hatoum. Behind the Seen“. Entstanden aus einer künstlerischen Residenz, untersuchen Installationen und Skulpturen das Verhältnis von Körper, Material und Raum – stets an der Grenze zwischen Sichtbarkeit und Verborgenem.

Diese Ausstellungen machen die Feiertage zu einer Zeit des Innehaltens und Entdeckens. Italien zeigt sich als vielstimmige Kulturlandschaft, in der Kunst nicht dekoriert, sondern erzählt, befragt und berührt.

Auswahl und Anlass nach einer Veröffentlichung von Fuorisalone.it (17.12.2025). Redaktionell neu formuliert.

Tags: Fotografie, Lee Miller, Malerei, Farbfotografie, Martin Parr, Leonora Carrington, Luigi Ghirri

Die Öffnungszeiten variieren je nach Museum und Ausstellung. Aktuelle Zeiten sowie Feiertagsregelungen sind auf den jeweiligen Museumswebsites zu finden.