„Within the swelling curves of Zaha Hadid’s grand design, we see the classical elements of water, wind, fire, and earth. We see growth, decay, transformation, and nature’s seep through all things […] As the world churns and crusts in alchemy, we take our journey toward an inevitable invisible ether. We may move beyond, with nature as our guide, to a glass age. Here we may exist everywhere, evolving, while leaving no physical trace.“
Diese Worte lesen das Gebäude von Zaha Hadid als lebendigen Organismus. Architektur wird zum metaphysischen Körper, in dem sich Prozesse von Werden und Vergehen spiegeln. In diesem Spannungsfeld entfaltet „The Large Glass“ seine innere Logik: nicht als thematische Ausstellung, sondern als poetisches System, in dem Materialität, Energie und Erinnerung miteinander kommunizieren.
Die Auswahl der Werke folgt diesem Gedanken konsequent. Vertreten sind unter anderem Francis Alÿs, Atelier Van Lieshout, AWP and Atelier Oslo, Massimo Bartolini, Alighiero Boetti, DEMOGO, Luigi Ghirri, Domenico Gnoli, Wolf Kahlen, Ugo La Pietra, Marisa Merz, Luigi Pellegrin, Giuseppe Penone, Michelangelo Pistoletto, Lauretta Vinciarelli, Kara Walker und Gal Weinstein.
Ihre Arbeiten treten nicht als Einzelwerke auf, sondern als Stimmen innerhalb eines vielschichtigen Chors. Material, Raum und Bedeutung verschieben sich permanent. Glas wird zur Metapher einer Epoche, die sichtbar und zugleich flüchtig ist. „The Large Glass“ versteht sich damit als Einladung, die Sammlung neu zu lesen – nicht als Archiv der Vergangenheit, sondern als lebendigen Zustand des Denkens.