Geboren 1897 in Raab, dem heutigen Győr, erhielt Mayer-Marton seine Ausbildung an den Akademien in Wien bei Josef Jungwirth und in München bei Carl von Marr sowie bei Franz Cizek an der Wiener Kunstgewerbeschule. Bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren feierte er große Ausstellungserfolge. Seine Karriere entwickelte sich parallel zur vitalen Szene des damaligen Wien, in der künstlerische Erneuerung und gesellschaftliche Umbrüche eng miteinander verflochten waren.
Als Mitglied, später Sekretär und Vizepräsident des Hagenbund war Mayer-Marton eine zentrale Figur der progressiven Wiener Kunstszene. Der Hagenbund stand für Offenheit, Internationalität und künstlerische Freiheit, Werte, die sich auch in Mayer-Martons Werk widerspiegeln. Seine Bedeutung wurde zu Lebzeiten anerkannt, unter anderem mit dem Ehrenpreis der Stadt Wien und dem Österreichischen Staatspreis, Auszeichnungen, die seine Stellung innerhalb der österreichischen Kunst seiner Zeit unterstreichen.