Über nahezu sechs Jahrzehnte hinweg spannte sich Lynchs künstlerische Tätigkeit über Malerei, Zeichnung, Fotografie, Druckgrafik, Skulptur, Musik und Film. Große institutionelle Ausstellungen wie „The Air is on Fire: 40 years of Paintings, Photographs, Drawings, Experimental Films, and Sound Creations“ in der Fondation Cartier in Paris oder spätere Retrospektiven in Brisbane und Maastricht bestätigten früh die eigenständige Stellung seines bildnerischen Werks innerhalb der internationalen Gegenwartskunst. Seine Arbeiten befinden sich heute in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, darunter das Museum of Modern Art in New York, das Los Angeles County Museum of Art und die Fondation Louis Vuitton in Paris.
In Berlin tritt diese vielschichtige Praxis nun erneut als geschlossenes künstlerisches Denken hervor. Die Präsentation macht deutlich, dass Lynchs Bildwelt nicht aus dem Kino heraus zu erklären ist, sondern aus einer konsequenten, materialbasierten Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Zeit und inneren Zuständen. Seine Kunst bleibt offen, irritierend und präzise zugleich, ein Raum, in dem sich Malerei, Fotografie und bewegtes Bild zu einer unverwechselbaren ästhetischen Erfahrung verdichten.