Die Ausstellung versteht sich als kunsthistorische Rückgewinnung. Sie erzählt keine lineare Erfolgsgeschichte, sondern rekonstruiert unterbrochene Wege und verlorene Möglichkeiten. Gerade darin liegt ihre Aktualität. Die Verlorene Generation erscheint nicht als Randnotiz, sondern als integraler Bestandteil der europäischen Moderne, deren Auslassung das Gesamtbild bis heute verzerrt.
Zwischen dem 10. Oktober 2025 und dem 6. März 2027 öffnet das Museum einen Raum für diese lange überhörten Stimmen. Die Werke treten aus dem Schatten der Geschichte und fordern eine Neubewertung, jenseits ideologischer Zuschreibungen und kunstpolitischer Gewalt. Es ist eine stille, eindringliche Erinnerung daran, dass Kunstgeschichte nicht nur aus dem besteht, was gezeigt wurde, sondern auch aus dem, was man zum Schweigen bringen wollte.