-R: Girl in Bed, Lucian Freud,1952, Oil on canvas, Private Collection; Divinity Fudge, 1997 © Catherine Opie. Courtesy the artist, Regen Projects, Los Angeles and Thomas Dane Gallery; Marilyn Monroe, by Cecil Beaton, gelatin silver print, 1956, Collection: National Portrait Gallery, NPG x40269; Ian McKellen, Love, London, 2023 © Tim Walker.
-R: Girl in Bed, Lucian Freud,1952, Oil on canvas, Private Collection; Divinity Fudge, 1997 © Catherine Opie. Courtesy the artist, Regen Projects, Los Angeles and Thomas Dane Gallery; Marilyn Monroe, by Cecil Beaton, gelatin silver print, 1956, Collection: National Portrait Gallery, NPG x40269; Ian McKellen, Love, London, 2023 © Tim Walker. – Mit freundlicher Genehmigung von: npg.org.uk / National Portrait Gallery London

Wann: 04.06.2026 - 06.09.2026

Vom 4. Juni bis 6. September 2026 widmet die National Portrait Gallery eine große Ausstellung einer der wirkmächtigsten Figuren der Populärkultur des 20. Jahrhunderts. „Marilyn Monroe: A Portrait“ entsteht anlässlich des 100. Geburtstags von Marilyn Monroe und in Zusammenarbeit mit dem Marilyn Monroe Estate. Die Ausstellung nähert sich ihrem Leben, ihrer Karriere und ihrem Nachleben über Porträts, die von einigen der bedeutendsten Fotografen und Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts geschaffen wurden.

Marilyn Monroe, by Cecil Beaton, 22 February 1956, NPG x40269, © Cecil Beaton Archive / Condé Nast
Marilyn Monroe, by Cecil Beaton, 22 February 1956, NPG x40269, © Cecil Beaton Archive / Condé Nast – Mit freundlicher Genehmigung von: npg.org.uk / National Portrait Gallery London
Im Zentrum steht nicht allein das Bild der Ikone, sondern der Prozess seiner Entstehung. Die Schau legt den Fokus auf Marilyn Monroes aktive Rolle bei der Konstruktion ihrer öffentlichen Erscheinung und zeigt sie als bewusste Mitgestalterin ihres Bildes. Werke von Andy Warhol, Pauline Boty, Marlene Dumas, James Gill, Rosalyn Drexler und Audrey Flack treten in einen Dialog mit Fotografien von prägenden Bildautoren ihrer Zeit, darunter Cecil Beaton, Philippe Halsman, Eve Arnold, Inge Morath, Alfred Eisenstaedt, Milton Greene, Sam Shaw, Richard Avedon und George Barris. Gemeinsam zeichnen sie ein vielschichtiges Porträt, das zwischen Inszenierung, Intimität und medialer Projektion oszilliert.

Ergänzt wird diese visuelle Erzählung durch persönliche Objekte aus Monroes Besitz. Bücher, Drehbücher und Kleidungsstücke erweitern den Blick auf die Frau hinter der öffentlichen Figur und verankern die Porträts in einem biografischen Kontext, der jenseits des Glamours liegt. Die Ausstellung schlägt damit eine Brücke zwischen Bildproduktion und gelebter Erfahrung und macht sichtbar, wie eng beides bei Marilyn Monroe miteinander verwoben war.

Der zeitliche Bogen der Präsentation reicht von frühen sogenannten Cheesecake-Pin-ups, die noch unter dem Namen Norma Jeane entstanden, bis zu den stillen, beinahe melancholischen Fotografien, die 1962 am Strand von Malibu aufgenommen wurden. Kaum eine andere Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts wurde so intensiv und kontinuierlich fotografiert. Marilyn Monroe wurde zu einem globalen Bild, das sich ständig erneuerte und doch unverwechselbar blieb.

Marilyn Monroe: A Portrait – National Portrait Gallery London 2026
Marilyn Monroe: A Portrait – National Portrait Gallery London 2026 – Mit freundlicher Genehmigung von: npg.org.uk / National Portrait Gallery London

Ihre Präsenz prägte nicht nur das Kino, sondern auch die bildende Kunst. Filme wie „Some Like it Hot“ machten sie zum Inbegriff moderner Leinwandattraktivität, während ihre Popularität in den 1950er- und 1960er-Jahren Künstler dazu veranlasste, sie in ihre Werke zu integrieren. Richard Hamilton, Pauline Boty und vor allem Andy Warhol machten Marilyn Monroe zu einem zentralen Motiv ihrer Auseinandersetzung mit Massenmedien, Reproduktion und Berühmtheit. Warhols „Marilyn“-Porträts zählen heute zu den bekanntesten und begehrtesten Werken der Nachkriegskunst.

Auch Jahrzehnte nach ihrem Tod bleibt Marilyn Monroe eine Projektionsfläche für Künstler, die sich von ihrer ikonischen Erscheinung und ihrer komplexen Biografie angezogen fühlen. „Marilyn Monroe: A Portrait“ versteht sich nicht als nostalgische Rückschau, sondern als präzise gesetzte kunsthistorische Untersuchung eines Bildes, das bis heute wirksam ist. Die Ausstellung macht deutlich, dass Marilyn Monroe weniger ein abgeschlossenes Kapitel der Kulturgeschichte ist als ein fortdauernder Referenzpunkt zwischen Kunst, Fotografie, Film und öffentlicher Wahrnehmung.

Tags: Marilyn Monroe, Fotografie, Nachkriegskunst, Film, 20. Jahrhundert Kunst, Andy Warhol, Richard Hamilton, Pauline Boty

Geöffnet täglich von 10.30 bis 18.00 Uhr, freitags und samstags verlängerte Öffnungszeiten bis 21.00 Uhr.