Mag. Carl Aigner, Direktor des Niederösterreichischen Landesmuseums, beschreibt Seethalers Arbeiten als Erweiterung des Blicks auf die personale Identität im 21. Jahrhundert. Ihre Bilder stellen erneut die Frage nach dem Subjektbegriff und zeigen, wie eng Bildverständnis und Selbstverständnis einer Gesellschaft miteinander verbunden sind – besonders in einer Kultur, in der Bilder eine fundamentale Rolle spielen.
„Femmes Immortelles“ ist keine historische Rückschau im klassischen Sinn. Die Serie versteht sich vielmehr als visuelle Reflexion über das Fortwirken geistiger Haltung. Die porträtierten Frauen erscheinen nicht als Vergangenheit, sondern als gegenwärtige Stimmen, deren Denken sich dem Vergessen entzieht. Es sind Bilder, die nicht festhalten, sondern öffnen – und die Erinnerung als lebendigen Raum begreifen.
Die gezeigten Arbeiten sind über die Galerie Martin Suppan käuflich zu erwerben.
Die Ausstellung „Femmes Immortelles“ von Gabriele Seethaler ist im Club Alpha in Wien zu sehen.
Club Alpha
Stubenbastei 12/14
1010 Wien
Ausstellungsdauer:
15. Jänner bis 26. Februar 2026
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 9–15 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung unter +43 664 542 14 68.