Außenansicht von Hauser & Wirth Paris in der Rue François 1er mit Ausstellungsplakaten zu „Sophie Taeuber-Arp. La règle des courbes (The Rule of Curves)“, Winter 2026.
Außenansicht von Hauser & Wirth Paris in der Rue François 1er mit Ausstellungsplakaten zu „Sophie Taeuber-Arp. La règle des courbes (The Rule of Curves)“, Winter 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: hauserwirth.com / Gallery Hauser & Wirth

Wann: 17.01.2026 - 07.03.2026

Paris im Winter.
Die Kälte liegt schwer auf den Boulevards, das Licht ist klar, beinahe streng. In der Rue François 1er, nur wenige Schritte von der Seine entfernt, öffnet Hauser & Wirth seine Türen für eine Ausstellung, die mit leiser Konsequenz wirkt: „Sophie Taeuber-Arp. La règle des courbes (The Rule of Curves)”.

In den Räumen der Galerie in der 6 bis Rue François 1er, 75008 Paris, entfaltet sich ein präzise fokussierter Blick auf eine der zentralen Figuren der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Kuratiert von Briony Fer ist es die erste Einzelausstellung der Künstlerin bei Hauser & Wirth Paris. Über 45 Arbeiten aus den Jahren 1916 bis 1942 – Gemälde, Zeichnungen, Gouachen, Holzreliefs und ein ikonischer Dada-Kopf – zeichnen die Entwicklung eines Werks nach, das sich konsequent zwischen den Kategorien bewegt.

Sophie Taeuber-Arp Composition à cercles-à-bras angulaires en lignes et plans (Composition with Circles with Angular Arms in Lines and Planes)  1930
Sophie Taeuber-Arp Composition dans un cercle (Composition in a Circle)  1937
Sophie Taeuber-Arp Composition à cercles-à-bras angulaires en lignes et plans (Composition with Circles with Angular Arms in Lines and Planes) 1930 • Sophie Taeuber-Arp Composition dans un cercle (Composition in a Circle) 1937 – Mit freundlicher Genehmigung von: hauserwirth.com / Gallery Hauser & Wirth

This sharply focused historical exhibition, ‘Sophie Taeuber-Arp. La règle des courbes (The Rule of Curves)’ is curated by Briony Fer and is the gallery’s first solo display of Taeuber-Arp’s work, featuring over 45 artworks that span a four-decade period from 1916 – 1942.

Im Zentrum steht die Kurve als formales Prinzip. Taeuber-Arp nutzt sie, um die Sprache der geometrischen Abstraktion zu dehnen, zu verschieben und neu zu denken. Gerade in der Spannung zwischen konstruktiver Ordnung und organischer Bewegung entfaltet sich die besondere Modernität dieses Werks.

The exhibition draws attention to the artist’s formal vocabulary of the curve, which she used in innovative ways to stretch, bend and warp the language of geometric abstraction.

Sophie Taeuber-Arp, Composition à cercles multicolore (Multicolored circles composition)  1938
Sophie Taeuber-Arp, Lignes d’été (Summer Lines)  1942
Sophie Taeuber-Arp, Composition à cercles multicolore (Multicolored circles composition) 1938 • Sophie Taeuber-Arp, Lignes d’été (Summer Lines) 1942 – Mit freundlicher Genehmigung von: hauserwirth.com / Gallery Hauser & Wirth

Die Ausstellung macht sichtbar, wie Taeuber-Arp die strikten Trennlinien zwischen Dada und Abstraktion, zwischen freier Kunst und angewandtem Objekt bewusst auflöst. Ihre Ausbildung in den angewandten Künsten, insbesondere im Textilen, prägt eine Arbeitsweise, die sich zwischen Dekor und Diagramm, zwischen Planung und Intuition bewegt. Kurven und Kreise treten dabei in einen stillen Dialog mit dem Raster der Moderne.

Von frühen Arbeiten wie „Composition à forme ‘U’“ aus dem Jahr 1918 bis zu den späten geometrischen Konstruktionen von 1942 entfaltet sich ein Werk, das zugleich spielerisch und radikal bleibt. Gerade dort, wo der Konstruktivismus auf strenge Geometrie setzte, entwickelte Taeuber-Arp ihre organischsten Formen.

Begleitet wird die Ausstellung von der zweisprachigen Publikation „Sophie Taeuber-Arp: La règle des courbes / The Rule of Curves” bei Hauser & Wirth Publishers mit neuen Texten von Briony Fer und Jenny Nachtigall.

Sophie Taeuber-Arp (1889–1943) gehört zu den prägenden Stimmen der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Als Malerin, Bildhauerin, Designerin, Tänzerin und Architektin verstand sie Kunst als Teil des Lebens. Ihr Werk entstand im Austausch mit den zentralen Figuren der Moderne und entzieht sich bis heute eindeutigen Zuschreibungen.

Laufzeit: 17. Januar – 7. März 2026
Ort: Hauser & Wirth Paris, 6 bis Rue François 1er, 75008 Paris

Tags: Sophie Taeuber-Arp, Klassische Moderne, französischen Avantgarde, Geometrie, Dada

Laufzeit: 17. Januar – 7. März 2026
Ort: Hauser & Wirth Paris, 6 bis Rue François 1er, 75008 Paris