Küstenlandschaft bei Étretat, impressionistisches Gemälde von Claude Monet in der Sammlung des Museums der Schönen Künste in Lyon
Küstenlandschaft bei Étretat, impressionistisches Gemälde von Claude Monet in der Sammlung des Museums der Schönen Künste in Lyon – Mit freundlicher Genehmigung von: mba-lyon.fr / Museum der Schönen Künste von Lyon

Wann: 29.11.2025 - 01.03.2026

Étretat, jenseits der Klippen öffnet im Museum der Schönen Künste von Lyon einen Blick auf einen Ort, der mehr als Landschaft ist – ein Brennpunkt der Imagination, an dem Meer, Kalkstein und Licht seit über einem Jahrhundert Künstler in Bann schlagen und Bilder hervorbringen, die sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben.

Vom 29. November 2025 bis zum 1. März 2026 widmet sich die Ausstellung den Darstellungen von Étretat, jenen Ansichten der normannischen Küste, die im Laufe der Zeit ikonische Bedeutung erlangt haben. Das Meer, die mächtigen Kalksteinklippen, die Feuersteine und die in die Kreide gehauenen Felsentore bilden eine Bühne von erhabener Schönheit, die Generationen von Künstlern immer wieder neu herausgefordert hat.

Étretat ist kein bloßes Motiv, sondern ein Resonanzraum. Die Kraft der Brandung, das wechselnde Licht und die Monumentalität der Natur haben Maler, Schriftsteller, Komponisten und Fotografen gleichermaßen angezogen. Über Jahrzehnte hinweg entstand ein vielstimmiger Dialog zwischen Natur und Kunst, zwischen Beobachtung und innerem Erleben.

Besucherin vor einem Gemälde von Claude Monet im Museum der Schönen Künste in Lyon, impressionistische Küstenlandschaft
Meereslandschaft mit brechender Welle, Gemälde von Gustave Courbet in der Sammlung des Museums der Schönen Künste in Lyon
Besucherin vor einem Gemälde von Claude Monet im Museum der Schönen Künste in Lyon, impressionistische Küstenlandschaft • Meereslandschaft mit brechender Welle, Gemälde von Gustave Courbet in der Sammlung des Museums der Schönen Künste in Lyon – Mit freundlicher Genehmigung von: mba-lyon.fr / Museum der Schönen Künste von Lyon

Die Ausstellung verfolgt diese Faszination über mehr als ein Jahrhundert hinweg und macht sichtbar, wie unterschiedlich und zugleich verbunden die künstlerischen Visionen waren. Von Gustave Courbet über Claude Monet bis Henri Matisse spannt sich ein Bogen, der von der materiellen Wucht der Malerei bis zur Auflösung der Form reicht. Ergänzt durch Zeichnungen, Fotografien und Archivmaterial entfaltet sich Étretat als Ort der Projektion, der Sehnsucht und der künstlerischen Erneuerung.

Im Zentrum steht die Frage, wie ein Landschaftsort zu einem Mythos werden konnte. Die wiederkehrende Hinwendung bedeutender Künstler zu Étretat zeigt, wie stark sich dieser Küstenabschnitt in die Vorstellungswelt eingeschrieben hat. Die Schwärmerei für Étretat, die sich von Delacroix, Hugo, Flaubert und Maupassant bis zu Courbet, Monet und Matisse zieht, hat eine Bildwelt hervorgebracht, die weit über das Sichtbare hinausreicht.

„Étretat, jenseits der Klippen“ ist damit mehr als eine Ausstellung über Landschaftsmalerei. Sie erzählt von der dauerhaften Anziehungskraft eines Ortes, der Künstler immer wieder dazu verführt hat, das Verhältnis von Natur, Wahrnehmung und Bild neu zu denken.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Museums der Schönen Künste von Lyon mit dem Städel Museum, Frankfurt am Main, und vereint Werke und Perspektiven, die Étretat als künstlerischen Mythos erfahrbar machen – zeitlos, vielschichtig und von anhaltender Intensität.

Tags: Landschaftsmalerei, Impressionismus, Malerei, Gustave Courbet, Claude Monet, Henri Matisse, Normandie, französische Kunst, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert

Das Museum ist mittwochs bis montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Am Freitag gelten die Öffnungszeiten von 10.30 bis 18 Uhr.
Dienstag geschlossen.