Henri Matisse, Jeune femme en blanc, fond rouge (1946), Gemälde aus der Ausstellung „Dialogues in the Modern Collections“ im Musée des Beaux-Arts de Lyon 1946 Image © Lyon MBA - Photo Antoine Guerrier
Henri Matisse, Jeune femme en blanc, fond rouge (1946), Gemälde aus der Ausstellung „Dialogues in the Modern Collections“ im Musée des Beaux-Arts de Lyon 1946 Image © Lyon MBA - Photo Antoine Guerrier – Mit freundlicher Genehmigung von: mba-lyon.fr / Museum der Schönen Künste von Lyon

Wann: 10.05.2025 - 10.06.2026

Das Musée des Beaux-Arts de Lyon präsentiert mit „Dialogues in the Modern Collections“ eine Ausstellung, in der Courbet, Monet und Matisse im Zentrum stehen und Lyon als bedeutender Ort moderner Kunst sichtbar wird.

In einer erneuerten Präsentation der modernen Sammlungen zeigt das Museum jüngste Schenkungen und Neuerwerbungen und macht sichtbar, wie sehr Mäzene und Förderer die Geschichte dieser Sammlung geprägt haben. Der Club du Musée Saint-Pierre, der Cercle Poussin, die Friends of the museum, ebenso wie private Stifter und Künstlerfamilien, haben entscheidend zur Erweiterung der Bestände des 20. und 21. Jahrhunderts beigetragen. Die Ausstellung ist um große thematische Achsen gebaut und lebt von neuen Dialogen zwischen Künstlern der Moderne.

Eine Komposition von Serge Poliakoff verstärkt die Evokation von Farbe und tritt in Resonanz mit Werken von Robert Delaunay, Sonia Delaunay, Léopold Survage, Henri Valensi, Fernand Léger und Alexej von Jawlensky. Farbe wird hier nicht als Dekoration verstanden, sondern als Denkraum, als pulsierendes Zentrum der Moderne.

Judit Reigl, Écriture en masse. Rondo de carrés (1960–1964), Werk der Moderne im Musée des Beaux-Arts de Lyon, Ausstellung „Dialogues in the Modern Collections“ © Lyon MBA - Photo Antoine Guerrier
Henri Lachièze-Rey – La Robe de chambre bleue (1959), modernes Gemälde im Musée des Beaux-Arts de Lyon ©ADAGP, Paris, 2025. Image © Lyon MBA - Photo Antoine Guerrier
Judit Reigl, Écriture en masse. Rondo de carrés (1960–1964), Werk der Moderne im Musée des Beaux-Arts de Lyon, Ausstellung „Dialogues in the Modern Collections“ © Lyon MBA - Photo Antoine Guerrier • Henri Lachièze-Rey – La Robe de chambre bleue (1959), modernes Gemälde im Musée des Beaux-Arts de Lyon ©ADAGP, Paris, 2025. Image © Lyon MBA - Photo Antoine Guerrier – Mit freundlicher Genehmigung von: mba-lyon.fr / Museum der Schönen Künste von Lyon

Die Gemälde von Shirley Jaffe, im Dialog mit den späten Arbeiten von Henri Matisse, erinnern an die nachhaltige Wirkung der Entdeckung der ausgeschnittenen Gouachen. Diese Begegnung verweist auf den prägenden Einfluss, den amerikanische Künstler in Paris nach 1945 aus dieser radikalen Neuerfindung der Malerei schöpften.

Die kompromisslose Radikalität der Werke von Simon Hantaï und Judit Reigl bezeugt ihre Schlüsselrolle innerhalb der Kunstszene der 1960er bis 1980er Jahre. Ihre Arbeiten sprechen von Befreiung, Geste und Material – und von einer Moderne, die sich immer wieder neu erfinden muss.

Mit der Aufnahme eines Stilllebens von Jean Fautrier öffnet sich der Blick auf eine kontemplative Linie, die zu Giorgio Morandi, Geneviève Asse und Georges Adilon führt. Hier wird das scheinbar Stille zum Ort existenzieller Verdichtung. Pablo Picasso, Wifredo Lam und Francis Bacon öffnen schließlich das Feld der Surrealismen. Ein außergewöhnliches Sandbild von André Masson findet seinen Platz neben Werken von Max Ernst, Roberto Matta und Dorothea Tanning und verleiht den modernen Galerien eine eruptive, poetische Kraft.

Hommage an Henri Lachièze-Rey

Das Museum würdigt zudem eine Schlüsselfigur der Lyoner Kunst des 20. Jahrhunderts. Drei Gemälde von Henri Lachièze-Rey wurden zwischen 2016 und 2019 in die Sammlung aufgenommen, insbesondere dank einer Schenkung seiner Töchter. Die Präsentation vereint zwanzig Werke, die die jüngsten Erwerbungen ergänzen und zentrale Themen seines Schaffens aufrufen: Cafészenen, Akte, Porträts und Landschaften. Die Mehrzahl dieser Arbeiten ist erstmals öffentlich zu sehen – als stille, eindringliche Stimmen innerhalb eines großen Dialogs der Moderne.

Tags: Gustave Courbet, Claude Monet, Henri Matisse, Serge Poliakoff, Robert Delaunay, Henri Matisse, Malerei, Simon Hantaï, Judit Reigl, Surrealismus, Moderne Kunst, französische Kunst

Das Museum ist mittwochs bis montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Am Freitag gelten die Öffnungszeiten von 10.30 bis 18 Uhr.
Dienstag geschlossen.