„Face Value: Celebrity Press Photography“ untersucht die Entwicklung redaktioneller Bildproduktion und macht sichtbar, wie Studios, Fotografen und Verleihe das öffentliche Bild von Schauspielern formten. Über 200 Arbeiten aus den Jahren 1921 bis 1996 zeigen, wie Licht, Pose, Retusche und kontrollierte Verbreitung ein visuelles System schufen, das Ruhm nicht nur abbildete, sondern konstruierte.
Zu sehen sind ikonische Studioaufnahmen von Louis Armstrong, Harry Belafonte, Clara Bow, Louise Brooks, Bette Davis, Mia Farrow, Katharine Hepburn, Dennis Hopper, Lena Horne, Bela Lugosi, Carmen Miranda, Elvis Presley, Diana Ross, Barbara Stanwyck, Elizabeth Taylor, Spencer Tracy, Oprah Winfrey und vielen weiteren Persönlichkeiten. Die Fotografien erzählen von Glamour und Nähe, zugleich aber von Macht, Kontrolle und den feinen Mechanismen medialer Inszenierung.
Im Zentrum steht das fotografische Archiv der Department of Film, das hier neu gelesen wird. Die Bilder erscheinen nicht als nostalgische Relikte, sondern als präzise Zeugnisse einer Bildkultur, in der Berühmtheit durch sorgfältige Planung und redaktionelle Entscheidungen entstand. In der Gegenüberstellung unterschiedlicher Jahrzehnte wird sichtbar, wie sich das Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Privatheit kontinuierlich verschob.
Organisiert wurde die Ausstellung von Ron Magliozzi, Curator, gemeinsam mit Katie Trainor, Film Collections Manager, und Cara Shatzman, Collection Specialist, Department of Film. Ihre kuratorische Arbeit verleiht dem Archiv neue Tiefe und öffnet den Blick auf die kulturelle Bedeutung der Studiofotografie als eigenständige Bildsprache.
„Film at MoMA is made possible by CHANEL.“