Robert Mapplethorpe sprengt in Mailand erneut die Grenzen des Begehrens – mit einer Bildsprache, die den menschlichen Körper in einen zeitlosen Kreislauf aus Schönheit, Spannung und Verlangen zwingt.
Vom 29. Januar bis 17. Mai 2026 ist die Ausstellung „Robert Mapplethorpe. Le forme del desiderio“ in den Sälen des Palazzo Reale zu sehen. Gezeigt wird eine umfangreiche und in dieser Form inédita Auswahl jener Werke, die das Œuvre des amerikanischen Fotografen zu einem der kraftvollsten, radikalsten und zugleich formal vollkommensten des 20. Jahrhunderts gemacht haben. Ikonisch, kompromisslos und von einer kühlen Eleganz, die bis heute nachwirkt.
Die Ausstellung ist Teil des offiziellen Kulturprogramms der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 und positioniert Mapplethorpes Werk bewusst im Spannungsfeld von Körper, Disziplin und ästhetischer Grenzerfahrung. Seine Fotografien erscheinen hier nicht als Provokation um ihrer selbst willen, sondern als präzise komponierte Studien von Form, Linie und innerer Spannung.
Kuratiert von Denis Curti, bildet die Mailänder Schau den zweiten Akt einer umfassenden Trilogie, die in Venedig bei Le Stanze della Fotografia begann und anschließend in Rom fortgesetzt wird. Jeder Ausstellungsort widmet sich einem anderen Aspekt der künstlerischen Forschung Mapplethorpes und öffnet neue Perspektiven auf sein Werk.